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Como

Como ist eine der schönsten Städte Oberitaliens,
die historisch, kulturell, landschaftlich und künstlerisch viel zu bieten hat. Comer See
Como
Como am Comer See
Foto:
Nicolago

Como in Kürze:

  • geographische Lage: im Alpenvorland, am Comer See, in der Nähe der Grenze zur Schweiz
  • Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Como
  • Region: Lombardei
  • Höhe über dem Meeresspiegel: 201 m
  • Einwohner: 83.400
  • Ausländeranteil: 13,4%
  • Wirtschaft: Seidenindustrie, Handel, Tourismus
  • deutsche Partnerstadt: Fulda
  • Postleitzahl: 22100
  • Autokennzeichen: CO

Zur besseren Orientierung:

Como, Italien
Die Position von Como
in der Region Lombardei
Como, Stadtplan online
Klicken Sie auf den Stadtplan von Como, um ihn zu vergrößern
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Entfernungen von Como
Entfernungstabellen Deu-Ita
Como
In der Altstadt von Como, im Hintergrund der Turm "Porta Torre"
Foto:
Nicolago

Ein bisschen Geschichte:

Wie uns der römische Historiker Livius berichtet, bauten hier schon vor den Römern die Gallier erste Befestigungsanlangen. Unter den Römern wurde die Stadt (Novum Comum) dann ein wichtiges und reiches Handelszentrum. Die beiden Schriftsteller Plinius der Ältere und Plinius der Jüngere wurden hier geboren.

Später eroberten Hunnen, Goten, Langobarden und Franken die Stadt, bis die Stadt im Jahr 1100 eine "Freie Komune" wurde. Como kam allerdings noch lange nicht zur Ruhe: im Jahre 1127, nach 10 Jahren Krieg wurde die Stadt von den Mailändern fast vollständig zerstört. Aber Como rächte sich: es alliierte sich mit dem deutschen Kaiser Friedrich Barbarossa, mit dessen Hilfe starke Befestigungsanlagen gebaut wurden (z.B. die Burg Baradello, die auch heute noch besichtigt werden kann) und schließlich, im Jahr 1162, die Stadt Mailand erobert und zerstört wurde.

Eine erste Blütezeit erlebte die Stadt, nachdem sie sich im 15. jahrhundert mit den mailändischen Familien Visconti und Sforza verbündet hatten. Damals wurde der Dom der Stadt gebaut und die Stadt erhielt ihr von der Renaissance geprägtes Gesicht.
 
Nach einem Intermezzo von zwei Jahrhunderten (zwischen 1535 und 1713), in denen die Stadt unter spanischer Oberherrschaft stand, erreichte Como im 18. Jahrhundert unter den Österreichern eine neue kulturelle Blüte, zahlreiche prächtige Villen um den Comersee herum gehen auf diese Zeit zurück.

Im Jahr 1859 wurde Como dem Königreich Italien angeschlossen, nachdem Garibaldi in der Schalcht von San Fermo die Österreicher geschlagen hatte.

Como - die Seidenstadt:

Seit der Renaissance war die Seidenverarbeitung die für Como wichtigste und prestigeträchtigste Einnahmequelle, die zuerst in Handwerksbetrieben und Manufakturen, später industriell betrieben wurde. Ein Großteil des Reichtums der Stadt beruhte auf den Seidenspinnereien. Obwohl dieser Wirtschaftszweig heute an Bedeutung eingebüßt hat, ist die Produktion von hochwertiger Seide auche heute noch ein Stolz der Stadt.

Como heute:

Como hatte das Glück, die beiden Weltkriege ohne Bombardierungen zu überdauern und so ist Como heute einer der malerischsten Orte Oberitaliens, der historisch, kulturell, landschaftlich und künstlerisch viel zu bieten hat. Nicht versäumen sollte man einen Schiffsausflug auf dem Comer See, bei dem man seine zahlreichen idyllischen Seiten entdecken kann.
Como
Der Dom von Como
Foto:
KlausF

Was man von Como sehen sollte:

  • die Burg Castel Baradello. Von der im 7. Jahrhundert von Friedrich Barbarossa gebauten Burganlage ist heute nur der 35 m hohe Turm übrig. Die anderen Teile der Burg wurden 1527 von den Spaniern zerstört. Vom Turm genießt man eine einmalige Aussicht über die Stadt und über einen Teil des Comer Sees.
  • die Statue von Alessandro Volta, dem berühmten in Como geborenen italienischen Physiker. Sie wurde im Jahr 1838 von Pompeo Marchesi, einem Schüler von Canova errichtet. Die Ornamente an der Basis der Statue, die die Erfindungen von Volta darstellen, sind von Franco Durelli.
  • ser Tempio Voltiano. Dieser Alessandro Volta gewidmete Tempel im neoklassizistischen Stil wurde 1927 von Federico Frigerio errichtet, zum 100. Todestag des italienischen Physikers. Im Innern gibt es ein kleines Museum mit Objekten und Dokumenten, die an Volta erinnern.
  • die mittelalterlichen Türme. Von allen Türmen, die früher dem Schutz und der Verteidigung der Stadt dienten, existieren heute nur noch drei: der Torre Gattoni an der Porta Nuova im Westen, der Turm S. Vitale im Osten und der zentral gelegene Turm (Porta Torre), der auf das Jahr 1192 zurückgeht.
  • das Teatro Sociale ist das wichtigste Theater der Stadt. Gebaut im Jahr 1813 vom Architekten Giuseppe Cusi ist es ein prestigeträchtiger Ort, nicht nur kulturell. Heute werden hier Opern, Theaterstücke und Ballette aufgeführt.
  • die Casa del Fascio, gebaut zwischen 1932 und 1936 nach Plänen von Giuseppe Terragni, gehört zu den wichtigsten Bauwerken des italienischen Rationalismus. Heute befindet sich hier der Sitz der "Guardia di Finanza" (Finanzpolizei).
  • das Seidenmuseum (Museo Didattico della seta). Die Seide hat Como in der ganzen Welt berühmt gemacht. Dieses didaktische Museum, zeigt Dokumente und Maschinen, dokumentiert Herstellungsweisen und stellt in Como produzierte Seidenstoffe aus.
  • den Corso Vittorio Emanuele II, die Hauptstraße von Como mit antiken Palästen, Geschäften, Restaurants. Die Flaniermeile der Stadt.
  • den Dom von Como. Der Bau des Doms dauerte insgesamt 4 Jahrhunderte, von 1396 bis 1770. Er befindet sich im Zentrum der Stadt und stellt eine Mischung verschiedener architektonischer Baustile dar: die Absis ist von der Renaissance geprägt, die Kuppel ist barock und die Fassade spätgotisch. Die Glasfenster, Gemälde und Afresken im Inneren des Doms beeindrucken durch ihre Schönheit ebenso wie das eindrucksvolle Äußere.
  • die Basilika Sant’Abbondio wurde im 11. Jahrhundert im Stil der Romanik gebaut. Im 16. Jahrhundert wurde sie im manieristischen Stil umgebaut, im 19. Jahrhundert kehrte man allerdings wieder zu den ursprünglichen romanischen Formen zurück. Sehenswert im Inneren sind die herrlichen Fresken, die das Leben Christi darstellen.
Como - Villa Olmo
Die Villa Olmo in der Nähe von Como
Foto:
Geobia

Sehenswertes außerhalb von Como:

  • das Städtchen Brunate, das auf einem Hügel liegt und mit Como durch eine Seilbahn verbunden ist. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf den See.
  • die Villa Olmo und die anderen neoklassizistischen Villen am Comer See. Im Jahr 1959 wurde, ausgehend von Como, ein etwa 2 km langer Spazierweg am See entlang geschaffen, von dem man ein wunderbares Panorama der Villen um den Comer See genießt. Diese Villen sind nicht nur wegen ihrer eleganten Architektur bekannt, sie sind auch sehr schön in die umgebende Landschaft eingebettet und sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Im Jahr 1787 wurde die Villa Carminati gebaut (von Felice Soave), mit zwei Laubengängen, die mit Putten und anderen Statuen geschmückt sind. Die Villa Saporiti, heute Sitz der Prozinzverwaltung, wird auch ‘la Rotonda’ (Die runde Villa) genannt, wegen des runden Hauptsaales, der aus der Fassade herausragt und ein wenig an das Schloß Sanssouci in Potsdam erinnert. Im Inneren sind Meeresgottheiten dargestellt. Der Provinz gehört auch die Villa Gallia, 1614 von Marco Gallio gebaut. Alle diese Villen sind von mehr oder weniger großen sehr schönen Gartenanlagen umgeben. Sehenswert sind auch die Villa Volonté mit ihren zwei symmetrischen Flügeln und die Villa Parravicini. Am Ende des Spazierwegs erreicht man die berühmteste der neoklassizistischen Villen am Comer See: die Villa Olmo (siehe das Foto oben). Sie wurde vom Architekten Simone Cantoni im Auftrag des Markgrafen Odescalchi im Jahr 1782 gebaut. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie durch die Grafen Visconti di Modrone erweitert und verschönert. Die Villa ist von einer Parkanlage im englischen Stil umgeben und wird heute für Kunstausstellungen, Kongresse und andere wichtige Ereignisse genutzt.
 
Italienischer Originaltext:  Daniele Brina
Deutsche Übersetzung:  Wolfgang Pruscha 

Unterkünfte in Como:

Siehe auch:

Wie ist das Wetter in Como?

WetterOnline
Como

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