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Cremona

Cremona
Der Dom von Cremona
Foto: Jakub Hałun

Cremona in Kürze:

  • igeographische Lage: am linken Flussufer des Po, an der Grenze zur Region Emilia-Romagna
  • Region: Lombardei
  • Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Cremona
  • Höhe über dem Meeresspiegel: 50 m
  • Einwohner: 71.300
  • Ausländeranteil: 13,2%
  • Wirtschaft: Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie, Maschinenbau, Musikinstrumentenbau
  • Autokennzeichen: CR
  • lokaler Feiertag: 13. November (Sant’Omobono)

Zur besseren Orientierung:

Cremona
Der Palazzo Comunale (Rathaus) von Cremona
Foto: Andrewrabbott

Was man über Cremona wissen sollte:

Die schönsten antiken Gebäude der Stadt stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert, als Cremona eine unabhängige Comune war, diese Stellung aber immer wieder in kleineren und größeren kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Kaisertum, Päpsten und benachbarten Städten verteidigen musste. Die Geschichte Cremonas im Mittelalter ist die vieler anderer vergleichbarer Städte und Stadtstaaten Italiens, die in ununterbrochenen Kriegen um territoriale Vorherrschaft häufig die Fronten wechselten, immer wieder von Heeren unterschiedlichster Herkunft besetzt, zerstört und dann wieder neu und schöner als vorher aufgebaut wurden.

Den Stolz und den Reichtum der Stadt spürt man am deutlichsten im Altstadtzentrum, zwischen der Piazza del Comune und der Piazza Stradivari, wo herrliche mittelalterliche Paläste und der majestätische Dom Zeugnis von der Vergangenheit der Stadt ablegen.

Schon seit Jahrhunderten ist Cremona berühmt für den Musikinstrumentenbau, noch heute ist die Stadt ein Mekka für die Liebhaber der Geigen von Antonio Stradivari, dem Geigenbaumeister, der zwischen dem 17. und dem 18. Jahrhundert hier gelebt und gearbeitet hat. Die Sala dei Violini im Rathaus (Palazzo del Comune) und das Museo Stradivariano birgt unschätzbar wertvolle Geigen.

Cremona ist jedoch auch bekannt für eine kulinarische Spezialität: der Torrone Classico, diese süße mit Haselnüssen angereicherte Nougatspezialität sollte man sich nicht entgehen lassen.
Cremona
Der "Torrazzo", das Wahrzeichen der Stadt, ist der zweithöchste Glockenturm Italiens (112 m)
Foto: Mac9

Cremona und Stradivari:

Im 16. Jahrhundert entstanden in Cremona die ersten Geigenbauwerkstätten und noch bevor Antonio  Stradivari (1648-1737) die Kunst des Geigenbaus auf ein meisterhaftes und vollendetes Niveau brachte, gab es hier schon Werkstätten, deren Geigen in ganz Europa berühmt waren. Andrea Amati und Andrea Guarneri begründeten die Tradition der Instrumentenbauer-Dynastien in Cremona, die ihr Wissen von Generation zu Generation weitergaben und verfeinerten.

Den Höhepunkt erreichte die Kunst des Geigenbaus mit Stradivari, der etwa 1.200 Instrumente gebaut haben soll, von denen heute noch etwa 600 existieren, 540 Geigen, 12 Bratschen und 50 Celli, die bei Musikern wenigen ihres einzigartigen Klangs hochgeschätzt sind. Im Jahr 2011 bezahlte ein anonymer Sammler umgerechnet 12 Millionen Euro für ein solches Instrument. Über das Geheimnis des wunderbaren Klangs der Stradivari-Geigen sind viele Vermutungen angestellt worden, zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben versucht, ihm auf den Grund zu kommen. Möglicherweise war es eine zu Stradivaris Zeiten benutzte Holzart, die heute nicht mehr existiert. Sicher ist allerdings auch, dass sich im Laufe der Jahrhunderte ein Stradivari-Mythos entwickelt hat, der auch zu der kaum noch nachvollziehbaren Preisentwicklung seiner Musikinstrumente geführt hat.

Nach dem Tod von Antonio Stradivari im Jahr 1737 gab es in Cremona keinen vergleichbar wichtigen Instrumentenbau mehr. Zum 200. Todestag des großen Künstlers im Jahr 1937 wurde in Cremona dann eine internationale Geigenbauschule eröffnet, die diesem Handwerkszweig in der Stadt wieder zu einem großen Aufschwung verholfen hat. Heute gibt es in Cremona 65 Geigenbau-Betriebe, die sich in einem Konsortium zusammengeschlossen haben (www.cremonaliuteria.it).
Stradivari   Stradivari
links: das Stradivari-Denkmal in Cremona, Foto: KlaraJung
rechts: eine Geigenbauwerkstatt gegenüber vom Dom, Foto: Massimo Telò

Was man in Cremona sehen sollte:

  • den Dom, gebaut zwischen 1107 und 1332, mit seiner eindrucksvollen Fassade, ursprünglich im romanischen Stil, später bereichert durch viele Stilelemente der Gotik, der Renaissance und des Barocks. Der Glockenturm Torazzo ist mit seinen 112 m einer der höchsten Italiens
  • das achteckige Baptisterium, direckt neben dem Dom, aus dem Jahr 1167
  • das Violinenmuseum im Palazzo Comunale (Rathaus) mit kostbaren Exponaten der Cremoneser Geigenbauerfamilien
  • das Stradivari-Museum, das an den berühmten Geigenbauer erinnert
  • die Kirche Sant'Agata mit wichtigen Gemälden der lombardischen Romanik
  • die Piazza del Comune mit der Loggia dei Militi und dem Rathaus

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Siehe auch:

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