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Grenzkontrollen
Zwischen Italien, Frankreich und Österreich gibt es keine
mehr. Wenn Sie dagegen über die Schweiz oder Slowenien ein- oder ausreisen,
müssen Sie immer noch die üblichen Kontrollen über sich ergehen lassen.
Slowenien gehört zwar zur Europäischen Gemeinschaft und hat auch schon den
Euro eingeführt, gehört aber noch nicht den "Schengen-Staaten", zwischen
denen die Grenzkontrollen abgeschafft sind.
Schilder und Verkehrsregeln
Schilder und Verkehrsregeln sind in Wesentlichen die
gleichen wie in Deutschland. Die Hinweisschilder für die Autobahnen sind
grün, für die Staatsstraßen blau, die Hinweisschilder für Sehenswürdigkeiten
braun:
 
In Südtirol sind übrigens alle Schilder zweisprachig, wie
Sie hier sehen.
Da die Beschilderung in Italien oft nicht ausreichend ist, empfiehlt es
sich, gute Karten mitzunehmen. Hier finden Sie, was Sie brauchen:
Geschwindigkeitsbegrenzungen
- Innerhalb geschlossener Ortschaften:
50 km/h (wie
in Deutschland) - auf den Staatsstraßen: 90 km/h - auf der Autobahn:
130 km/h
Die Tatsache, dass die meisten Italiener diese Beschränkungen, vor allem
auf den Autobahnen, kaum beachten, sollte Sie nicht zu der falschen
Annnahme führen, dass dies risikolos ist. Es gibt zwar weniger
Polizeikontrollen als in Deutschland, aber es gibt sie!

Hier eine Geschwindigkeitskontrolle der italienischen Polizei
auf der Autobahn
Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Sie im
eigenen Interesse besser nicht beachten sollten
Die gibt es auch. Gar nicht
so selten passiert es nämlich, dass Sie auf einer Landstraße, auf der 90
km/h zugelassen sind, plötzlich Schilder mit
Geschwindigkeitsbegrenzungen von 30,
20 oder sogar 10
km/h sehen, ohne erkennbaren Sinn, wie hier zum Beispiel:

Wenn Sie hier wirklich auf die geforderte Geschwindigkeit
runterbremsen, werden Sie mit Sicherheit eine Massenkarambolage verursachen
- niemand beachtet diese Schilder.
Der "Sinn" solcher Schilder, die meist bei Baustellen aufgestellt werden,
ist eher: "Vorsicht Baustelle".
Meine Empfehlung: Passen Sie Ihre Geschwindigkeit in solchen der der anderen
Autos an!
Typisch für solche Schilder ist
auch, dass danach nie ein Ende der Begrenzung angezeigt wird (wie auch im
Fall des obigen Fotos). Bisher ist allerdings noch keinem
italienischen Verkehrsminister aufgefallen, dass solche sinnlosen Schilder
geradezu eine Erziehung zur Nichtbeachtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen
darstellen...
Maut auf den Autobahnen
In Italien werden Sie an jeder Autobahnausfahrt zur Kasse
gebeten, mehr dazu finden Sie auf dieser Seite:

Eine Mautstelle an der Autobahn - leider nicht immer so schön
frei wie hier.
Vor allem im Sommer gibt's hier oft nervenaufreibende Staus.
Benzinpreise
Die Benzinpreise in Italien sind ungefähr die gleichen wie
in Deutschland, vielleicht geringfügig (1 bis 2 Cent pro Liter) niedriger.
Meine Empfehlung: tanken Sie voll, wenn Sie durch Österreich fahren, da
sparen Sie ein bisschen...
Die
Ampeln in Italien
Aufgepasst: In Italien gibt es eine Ampelphase weniger als in
Deutschland:
 
links: die 4 Ampelphasen in Deutschland
rechts: die 3 Ampelphasen in Italien
Noch etwas zu den Ampeln: Je weiter Sie in Italien nach
Süden kommen, desto relativer wird der durchschnittliche Respekt vor roten
Ampeln. In Neapel oder Palermo sollten Sie, auch wenn Sie eine Ampel bei
Grün überqueren, immer auch einen kurzen Blick nach links und rechts werfen
- sicher ist sicher.
Licht an!
In Italien müssen Sie außerhalb geschlossener Ortschaften,
unabhängig von den Wetterbedingungen, immer das Abblendlicht eingeschaltet
haben.
Die gelben Pannenwesten
Es ist in Italien obligatorisch, im Auto mindestens eine
gelbe Pannenweste mitzuführen:

Wenn Sie keine im Auto haben, machen Sie sich strafbar!
Die Weste ist gelb oder in einer anderen grellen Farbe und hat
reflektierende Streifen. Sie macht im Ernstfall jeden Passanten auf der
Fahrbahn leichter erkennbar. Wer in Italien auf der Autobahn im Pannenfall
sein Fahrzeug verlässt, muss diese Weste tragen. Sie können sie an
jeder Autobahntankstelle in Grenznähe für wenige Euro kaufen.
Der Verkehr in den italienischen Städten
Die italienischen Städte haben den zweiten Weltkrieg, zu
ihrem Glück, ohne systematische Flächenbombardierungen überstanden. Die
innerstädtische Struktur ist deshalb meist die gleiche wie noch vor 500
Jahren. Den Touristen freut's, die italienischen Stadtplaner und die
Autofahrer weniger. Die italienischen Städte werden, viel mehr noch als die
deutschen, von chronischer Verkehrsüberlastung heimgesucht. Das
Verkehrschaos ist selbst in mittleren Städten eine tägliche traurige Regel.
Dazu kommt noch, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in Italien sehr
unterentwickelt sind. Parken Sie deshalb, wenn möglich, außerhalb der
Zentren.
Gute Reise!
Und versuchen
Sie doch auch mal den DB-Autozug:

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