
Die eindrucksvolle Kathedrale von Palermo, die sich nach
zahlreichen Umbauten heute in einer Mischung von verschiedensten
Stilelementen präsentiert.
Alle Fotos auf dieser Seite: Wolfgang Pruscha
Was man über Palermo wissen sollte:
Hauptstadt der Region Sizilien, 670.000 Einwohner. An der
Nordküste Siziliens, in der weit gespannten Bucht "Conca d'Oro" gelegen.
Hafenstadt, Verwaltungszentrum der Region, Universitätsstadt. Die Italiener lieben Palermo oder sie hassen es. Auch wenn man sich als
Tourist nur einen Tag in dieser lebhaften Mittelmeerstadt aufhält, kann man
beide Sichtweisen verstehen. Der künstlerische Reichtum der Stadt, die
sowohl europäische als auch orientalische Charakterzüge hat, ist
beeindruckend. Die Architektur der Stadt weist normannische, barocke,
byzantinische und arabische Einflüsse auf, oft in engem Nebeneinader. Zahlreiche Völker haben hier nacheinander und miteinender gelebt, haben sich
Palermo streitig gemacht und haben in den volkstümlichen Traditionen und im
Stadtbild ihre Einflüsse hinterlassen. Karthager, Römer, Normannen
Byzantiner, Araber, Spanier, Österreicher, Franzosen und Italiener haben die
Stadt nach und nach geformt. Palermo ist eine faszinierende Mischung von
Kulturen. Die Stadt ist lebhaft, laut, mitunter hektisch, und wird von einem
permanenten Verkehrschaos erdrückt. Auf der anderen Seite spürt man in
Palermo deutlich die gelassene, mediterrane Mentalität der Menschen, die
alles, auch die bedrückendsten Probleme, geduldig erträgt - mit einer
Mischung aus Resignation und Gleichgültigkeit. Und Probleme hat Palermo mehr als genug. Der von Regeln kaum beeinflusste
Verkehr, der die Stadt von den Umgehungsstraßen bis in die Altstadtgassen
verstopft, ist eine Plage, die aber von allen als quasi naturgegeben hingenommen
wird. Die durch keine Stadtplanung geregelte Betonwüste vieler Teile der
Stadt tut ihr Übriges, um das Stadtbild zu verschandeln. Die Abfälle an den Straßenrändern und die oft überquellenden Müllcontainer
verbreiten nicht nur in der Hitze des Hochsommers oft einen üblen Geruch. Und schließlich die Mafia - die man nicht sieht und die viele Palermitaner
auch nicht sehen wollen - die man aber spüren kann. Die Mafia, die eine
organische Stadtentwicklung seit Jahrzehnten lähmt und die letztendlich
verantwortlich ist für die vielen kleinen und großen Missstände dieser
Stadt. Die Reiseführer beschreiben Palermo als eine herrliche Stadt und das ist sie
auch. Oder besser gesagt: das könnte sie sein.

Das Opernhaus "Teatro Massimo"
Was man von Palermo sehen
sollte:
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den Dom ("La
Cattedrale" - siehe Foto oben)
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das Opernhaus "Teatro
Massimo" (siehe Foto oben)
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den "Palazzo
Reale" (auch "Palazzo dei Normanni" genannt) und die angrenzende "Porta
Nuova" (siehe Foto unten)
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den pittoresken Markt
"Vucciria"
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das Archäologische
Museum ("Museo Archeologico Regionale")
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die "Piazza Pretoria"
mit dem Rathaus, dem Brunnen "Fontana Pretoria" und der Kirche "Santa
Caterina"
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das "Teatro Politema
Garibaldi"
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den chinesischen
Palast ("Palazzo cinese") im Park "Parco della Favorita"
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den Botanischen
Garten
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außerhalb der Stadt:
die Basilika von Monreale (siehe: Fotogalerie)

Die "Porta Nuova" ein Triumpfbogen aus dem 16. Jahrhundert
mit ausgeprägten Renaissance-Stilementen. Aber das allgegenwärtige,
nervtötende und überaus lärmende Verkehrschaos lässt wenig Ruhe zur
Bewunderung der Schönheiten der Stadt.
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