Kolosseum
Das Amphitheater war Jahrhunderte lang eine Stätte grausamre Gladiatorenspiele
und anderer blutiger Volksbelustigungen. Später diente es als Steinbruch für die
Bauten des Mittelalters. Die Anlage, die rund 50.000 Zuschauer fasste, war mit
einer Höhe von 50m und einem Durchmesser von zwischen 156 und 188 m das größte
Theater der römischen Welt.
Das Innere des Kolosseums ist inzwischen wie ein Bauskelett entblößt: Im
Untergrund sieht man die Zweckräume, Käfige und vieles mehr. Rundherum befinden
sich die einzelnen Ränge.
Gleich neben dem Kolosseum steht der Konstantinbogen. Ein Denkmal aus der
Spätantike. Dieser dreitorige Triumphbogen wurde aus Anlass des Sieges Kaiser
Konstantins im Jahre 312 errichtet.
Auf dem Gelände rund um das Kolosseum ist zu jeder Zeit viel los. Hier trifft
man auf einige Busgruppen, Einheimische verdienen sich Geld mit ihren
Römer-Fotos und in den Wiesen wird ein Schläfchen gehalten.
Piazza Venezia
Dieser Platz liegt ziemlich genau in der Mitte Roms und ist einer der
wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Im Süden wird er überragt vom
Vittoriano. Dieses Monument wurde für König Vittorio Emanuele II errichtet und
gilt auch als Denkmal für die Unbekannten Soldaten.

Fontana di Trevi
Der Brunnen (siehe Foto) ist nicht nur mehr eine Sehenswürdigkeit, sondern
vielmehr ein Kultplatz. Lt. Aberglaube muss man eine Münze rückwärts über die
linke Schulter in den Brunnen werfen – und eine Rückkehr nach Rom ist gesichert.
Der Brunnen ist ca. 200 Jahre alt und zeigt Neptun, der unter einem Triumphbogen
auf einem Muschelwagen steht – von Seepferdchen und Tritonen gezogen. Der
Brunnen ist ein wahres Meisterwerk und herrlich anzusehen.

Spanische Treppe
Die Spanische Treppe (siehe Foto) ist eines der Wahrzeichen von Rom und der
beliebteste Platz der Einheimischen. Die Treppe ist gewaltig, am Ende steht die
Kirche S. Trinità di Monti mit den Blumenständen, dem Brunnen und dem Obelisken.
Am Fuße der Treppe öffnet sich die Piazza de Spagna, gegenüber die teure
Mode-Straße Via Condotti.

Pantheon
Das Pantheon ist ein Rundbau mit einem großen Pronaos (einer Vorhalle) von 16
rosa und grauen Granitsäulen. Die Kuppel entspricht der Hälfte einer Kugel vom
Durchmesser 43,30 m. Das Licht fällt allein durch die 9 m breite Öffnung im
Zenith, weshalb sie lange Zeit als Sonnenuhr diente. Im Inneren sind div.
Statuen und – zur Weihnachtszeit – eine Krippe zu sehen.

Piazza Navona
Dieser Platz gilt als einer der schönsten auf der Welt. Das interessanteste
Kunstwerk ist der Vierströmebrunnen, aber auch die Kirche S. Agnese in Agone ist
sehenswert. Zur Weihnachtszeit war hier ein toller Weihnachtsmarkt aufgebaut.
Zwar ganz anders als wir ihn von Deutschland her kennen, aber doch interessant.
Zu kaufen gab es neben Back- und den üblichen Weihnachtswaren auch Schmuck,
Töpfe und vieles mehr.

Vatikan
Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt, dem es an nichts fehlt.
Nachdem wir am Vortag schon einmal dort waren und eine riesige Schlange vor den
Toren der Kirche stand, entschieden wir uns, am nächsten Tag noch einmal wieder
zu kommen. (Seit den Anschlägen vom 11. September werden hier div. Vorsichtsmaßnahmen
getroffen und jede Person einzeln abgetastet!) Dieses Mal hatten wir Glück. Zwar
mussten wir uns wieder anstellen, aber die Schlange war nicht annähernd so lang
wie am Tag zuvor. Nach einer Wartezeit von rund 20 Minuten konnten wir dann auch
die Kirche betreten.
Die Peterskirche ist die schönste Kirche Roms und die größte des Christentums.
Das Innere ist riesig und prächtig gestaltet. Ein Muss ist der Aufstieg auf die
Kuppel. Die Benutzung des Lifts ist nicht erforderlich, da der damit "gesparte"
Weg nur aus wenigen Treppen besteht, die leicht zu bewältigen sind. Interessant
ist dann aber der Rest des Weges, denn der Aufstieg ist steil und z. T. kann man
sich nur gebückt vorwärts bewegen. Zwischendrin hat man die Möglichkeit, auf dem
Dach spazieren zu gehen oder in das Innere der Kirche zu sehen. Doch
unvergleichlich ist der Blick von der Kuppel auf den Petersplatz (siehe Foto)
und darüber hinaus!
|
Siehe dazu auch: |
Der Vatikanstaat
Die Wahl des deutschen Kardinals
Ratzinger zum Papst hat den kleinsten Staat der Welt, den Vatikanstaat, ins
Zentrum des Interesses gerückt. |

Steht man erst einmal auf der Kuppel und blickt man in den Vatikan-Staat hinein,
sieht man, was es dort alles gibt: eine eigene Eisenbahn mit eigenem Bahnhof,
eine eigene Tankstelle, viele schöne Wohnhäuser, ein Hubschrauberlandeplatz und
vieles mehr. Am Petersplatz gibt es sogar ein eigenes Postamt und die Post soll
von hier aus etwas schneller als üblich bearbeitet werden (einen Versuch haben
wir gestartet – konnten aber keinen Unterschied feststellen – dauerte genau so
lange). Sogar eine eigene Währung hat der Vatikan. Zwar wurden zum Zeitpunkt der
Euro-Umstellung auch vatikanische Euromünzen geprägt, die aber schnellstens von
den Händlern eingezogen und zu horrenden Preisen an die Sammler verkauft wurden.
Keine einzige Münze ging in Umlauf. Neue Euro-Münzen werden nicht mehr geprägt;
zumindest nicht in naher Zukunft.
Engelsburg
Ursprünglich als Grabmahl für den Kaiser gedacht, verwandelte sich die
Engelsburg in eine Festung und anschließend in einen Kerker. Seit einigen Jahren
dient sie als Museum.

Das Gebäude ist riesig und der Blick von den einzelnen Fenstern und von den
Terrassen herrlich. Die Brücke Ponte Sant'Angelo (Engelsbrücke - siehe Foto) ist
geschmückt mit verschiedenen Engelsfiguren, was die Brücke zu einer der
schönsten Roms macht.
San Paolo fuori le Mura
Diese Kirche (siehe Foto) war bis zum Neubau der Peterskirche nicht nur die größte,
sondern auch die schönste Kirche Roms; reich mit Mosaiken und Malereien
geschmückt. 1823 brannte die Kirche größtenteils ab, wurde aber wieder
rekonstruiert. Vom Brand verschont blieb der prächtige Kreuzgang mit cosmatisch
geschmückten Doppelsäulen, jede anders geformt. Der Garten ist richtig schön
angelegt mit vielen Rosen und Hecken. Im Inneren der Kirche sind Porträts aller
bisherigen amtierenden Päpste zu sehen – im Moment gibt es noch Platz für ca. 15
weitere Päpste. Wenn der letzte Platz gefüllt ist – so heißt es der Legende nach
– geht die Welt unter.

Forum Romanum
Das Forum ist heute ein archäologischer Park mit Ruinen aller Epochen des
römischen Imperiums. Ein Spaziergang durch den Park ist sehr schön, da man
ständig Neues entdeckt.

Circus Maximus
Der Circus Maximus (siehe Foto) war die größte öffentliche Vergnügungsanlage des
römischen Reiches. Hier fanden einige Theateraufführungen statt und zur Zeit der
Wagenrennen war der Park viel besucht. Ein schönes Gelände, da hier das Grün
noch richtig saftig ist und die immer wieder auftauchenden Ruinen toll wirken.

Katakomben Domitilla
Am Rande von Rom erstrecken sich die Domitilla-Katakomben. Ein Rundgang durch
diese – geführt von einem Pfarrer – leitet die Besucher an den verschiedenen
Grab-Arten vorbei. Die oft engen und dunklen Gänge wirken mystisch.

Sonstiges
Neben den vielen Besichtigungen haben wir auch oftmals Pause in einem Park oder
in einem schönen Lokal gemacht. Hierbei kann ich nur empfehlen, die etwas
abgelegeneren Lokale zu nehmen, da sie um einiges günstiger sind. Die Lokale an
den bekannten Plätzen werben zwar mit günstigen Preisen für Pizza und Nudeln –
doch die Getränke sind dafür umso teurer und man staunt nicht schlecht, wenn man
die Rechnung bekommt. Zudem sind die kleinen Lokale oft viel niedlicher und
nicht ganz so touristisch wie die an den Hauptplätzen.
Toll war bei unserem Besuch natürlich auch, dass wir Anfang Dezember immer noch
bis ca. 23 Uhr draußen sitzen, die Pizza genießen und den Leuten zusehen konnten.
Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass es zu Hause zur gleichen Zeit grad dick
geschneit hat. ;-) Das sind so die kleinen Freuden des Alltags!
Mit unserer Reise aber noch nicht genug, machten wir kurz vor unserer Rückkehr
ins kalte Deutschland noch einen Abstecher nach Ostia. Zwar war um diese Zeit
nicht mehr so viel los, da es sich um einen reinen Badeort (hauptsächlich der
Römer) handelt, doch das Meeresrauschen tat richtig gut – schließlich waren wir
einige Tage in der Stadt und mit der Zeit wird einem der Lärm auch mal zu viel.

Der Vatikan sollte auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Auch wer sich
eigentlich nicht so für Kirchen interessiert, wird begeistert sein. Zudem sollte
man auch unbedingt auf die Kuppel steigen. Erst von dort oben kann man die Größe
des kleinsten Staates richtig einschätzen!
Wer nicht alles zu Fuß erkunden möchte, kann einen der kleinen Busse nutzen, die
an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten halten und relativ knapp aufeinander
fahren.