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Die Vatikanstadt

Die Vatikanstadt, Nachfolger des tausendjährigen mächtigen Kirchenstaates, ist seit seiner Gründung im Jahr 1929 das spirituelle Zentrum der römisch-katholischen Kirche. Der Petersdom und die Vatikanischen Museen gehören zu den touristischen Hauptattraktionen der Stadt Rom.
Rom, Petersdom
Der Petersdom und der weiträumige Petersplatz sind das Wahrzeichen des Vatikanstaats
Foto: Radomil

Offizieller Name:

"Stato della Città del Vaticano" (Staat der Vatikanstadt).

Vatikanstadt
Die Vatikanstadt
Quelle: Wikimedia Commons (überarbeitet)

Geografische Lage:

Die Vatikanstadt ist eine Enklave innerhalb des Stadtgebiets von Rom mit einer Fläche von 0,44 km2. (maximale Ausdehnung Nord-Süd: 450 m, Ost-West: 550 m) Sie liegt auf der rechten Tiberseite Roms und ist zum großen Teil von einer Stadtmauer umgeben. Zur Vatikanstadt gehören der Petersdom, der Petersplatz, die Vatikanischen Museen, sowie andere Paläste und Gärten innerhalb der Mauern. Außerhalb dieses Gebietes gibt es noch den päpstlichen Sommersitz in Castel Gandolfo sowie einige Kirchen und Paläste in Rom, die im exterritorialen Besitz des Vatikans sind, ohne jedoch zur Vatikanstadt zu gehören.

Bevölkerung:

In der Vatikanstadt leben etwa 850 Personen, davon haben etwa 570 die vatikanische Staatsangehörigkeit (Kardinäle und Prälaten, die im Vatikan wohnen oder wichtige Funktionen bekleiden, die diplomatischen Vertreter des Vatikans im Ausland und ca. 50 Laien).

Der Vatikan hat ca. 3.000 Beschäftigte, die jedoch überwiegend nicht auf seinem Gebiet wohnen und auch nicht seine Staatsangehörigkeit besitzen. Alle Beschäftigten sind zu absoluter Dienstverschwiegenheit verpflichtet. Wer hier arbeiten möchte, muss katholisch sein und vor zwei Priestern schwören, Schweigen zu bewahren.

Tourismus:

Die Vatikanstadt zählt jährlich etwa 18 Millionen Besucher (Petersplatz, Petersdom und Vatikanische Museen). Das gesamte Staatsgebiet ist seit 1984 durch die UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Mehr Fotos und Informationen über den Petersplatz und den Petersdom finden Sie hier: Der Petersdom, der Petersplatz und die Engelsburg, Informationen über die Vatikanischen Museen gibt es unten auf dieser Seite.

Amtssprache:

Die Amtssprache ist offiziell Latein, de facto aber Italienisch.
Flagge und Wappen der Vatikanstadt
Die Flagge und das Wappen der Vatikanstadt

Nationalfeiertag:

Der nationalfeiertag des Vatikans ist immer der Tag, an dem der jeweilige Papst gewählt wurde. Im Moment ist es der 13. März, der Tag der Wahl von Papst Franziskus.
Papst Franziskus
Das gegenwärtige Staatsoberhaupt Papst Franziskus
Foto: Presidência da Republica/Roberto Stuckert Filho

Staatsoberhaupt

Das Staatsoberhaupt ist der Papst, gegenwärtig also der aus Argentinien stammende Papst Franziskus.

Staatsform:

Die Staatsform ist eine absolute Wahlmonarchie. Das Staatsoberhaupt (der Papst) wird von der Konklave, der Versammlung der Kardinäle der römisch-katholischen Kirche, gewählt. Danach ist er auf Lebenszeit (oder bis zu seinem Rücktritt) der absolute Herrscher des Staates.

Kurze Geschichte der Vatikanstadt:

Die heutige Vatikanstadt ist der Nachfolger des mächtigen Kirchenstaates, der über 1.000 Jahre lang über große Teile Mittelitaliens herrschte - mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung zwischen 1809 und 1815, als er von Napoleon aufgelöst worden war. Bis zu seiner endgültigen Auflösung im Jahr 1870 durch die italienische Einheitsbewegung spielte der Kirchenstaat in den politischen, diplomatischen und oft auch in den militärischen Auseinandersetzungen in Europa immer eine wesentliche Rolle.
Zur Geschichte des Kirchenstaats siehe: Der Kirchenstaat

Zwischen 1870 und 1929 hatte der Papst keinerlei territoriale Herrschaftstitel. Im Jahr 1929 wurde in Verhandlungen zwischen dem Papst und der faschistischen Regierung Italiens unter Mussolini der Lateranvertrag abgeschlossen, der dem Papst auf dem Gebiet der heutigen Vatikanstadt die absolute Souveränität überließ.
Radio Vatikan
Die Sendestation von Radio Vatikan in den vatikanischen Gärten
Foto: Nicolai Schäfer

Die Massenmedien des Vatikans:

Der Vatikan betreibt eine äußerst rege Medienarbeit, auch über die sozialen Netzwerke. Dazu gehören:

Die Tageszeitung "L'Osservatore Romano" in italienischer Sprache mit 5 Wochenausgaben in deutscher, französischer, englischer, spanischer und portugiesischer Sprache, sowie einer Monatsausgabe in Polnisch. Bulletins durch das Presse- und Informationsamt.

Radio Vatikan sendet über UKW für den Raum Rom sowie weltweite Sendungen über Kurz- und Mittelwelle und über Satellit in insgesamt 47 Sprachen.

Das Vatikanische Fernsehzentrum produziert TV- und Videoaufzeichnungen von Papstreisen, Messen und Audienzen, die an Abnehmerstationen verkauft, jedoch nicht vom Vatikan selbst ausgestrahlt werden.

Offizielle Internetpräsenzen:
www.vatican.va - die offiziellen Internetseiten des Vatikans
www.oecumene.radiovaticana.org - Radio Vatikan auf Deutsch
www.osservatore-romano.de - die Vatikanzeitung in deutscher Sprache
twitter.com/pontifex_de - die offizielle Twitterseite von Papst Franziskus
de-de.facebook.com/PapaFranziskus.I - - die offizielle Facebookseite von Papst Franziskus
Die Internet Top-Level-Domain ist .va, diese Domains werden ausschließlich für offizielle Zwecke der Vatikanstadt oder des Papstes vergeben und können nicht frei erworben werden.
Schweizergarde
Die Vereidigung eines neuen Schweizergardisten,
die farbenfrohen Uniformen gehen auf Michelangelo zurück.
Foto: Andreas Walker

Innere Sicherheit:

Die Armee (besser gesagt die Hauspolizei) des Vatikans ist seit 1506 die Schweizergarde. Im 15. und 16. Jahrhundert galten die Schweizer Söldner als die zuverlässigsten und tapfersten Soldaten Europas. Die Schweizergarde hat heute einen Bestand von 110 Mann, davon sind 32 Offiziere und Unteroffiziere und 78 Gardisten, die alle die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen müssen und zur Einhaltung des Zölibats verpflichtet sind. Die offiziellen Sprachen (Kommandosprachen) der Schweizergarde sind Deutsch und Italienisch. Außerdem gibt es noch die Päpstliche Gendarmerie und das Aufsichtspersonal für Kirchen und Museen.

Währung der Vatikanstadt:

Die offizielle Währung der Vatikanstadt ist der Euro. 1 Euro (€) = 100 Cent. Der Vatikan hat das Recht, eigene Euromünzen zu prägen, die aber kaum in den freien Umlauf gelangen, sondern meist nur zu hohen Sammlerpreisen in Fachgeschäften (oder im Internet) zu bekommen sind. Auf der länderspezifischen Rückseite der Euromünzen ist das Portrait des jeweiligen Paptes zu sehen. Nach jeder Papstwahl werden also neue Euromünzen geprägt. Siehe dazu auch: Die Euro-Münzen des Vatikans

Wirtschaft und Finanzen des Vatikans:

Der Vatikan ist nicht Mitglied der Europäischen Union, deshalb gelten für den Handel mit dem Vatikan die gleichen Zollbestimmungen wie für den Handel mit Ländern außerhalb des Europäischen Binnenmarktes.

Die Einnahmequellen des Vatikanstaats sind die Geschäfte innerhalb des Vatikans und freiwillige Spenden, die sich im Jahr auf etwa 85 Millionen Euro belaufen. Andere Einnahmequellen sind der Verkauf von Münzen und Briefmarken an Sammler und die Vermietung von 2.400 meist hochwertiger Luxusimmobilien außerhalb des Vatikans. Weitere Einnahmen, die zwar nicht quantifiziert werden können, aber jährlich mehrere Millionen betragen, stammen aus den Zuwendungen der Kirchen aus vielen Ländern der Welt. Das Vermögen des Vatikans an Immobilien, in New York gelagertem Gold und Aktien wird auf etwa 10 Milliarden Euro geschätzt. Die Kunstschätze, die die Päpste in Jahrhunderten angesammelt haben und die z.T. in den Vatikanischen Museen ausgestellt werden, sind von unschätzbarem Wert.

Offiziellen Staatsausgaben von 357 Millionen Euro standen im Jahr 2008 Einnahmen von 355 Millionen Euro gegenüber. Den größten Ausgabenposten bilden die Gehälter für die Angestellten sowie deren Renten und die Finanzierung von Auslandsvertretungen.

Der Vatikan hat auch eine eigene Bank, die IOR (Institut für religiöse Werke), die in der Vergangenheit immer wieder wegen mangelnder Transparenz seiner Bilanzen sowie zahlreicher anonymer Nummernkonten kritisiert wurde und die in Verdacht stand, in Geldwäsche und Mafiakontakte verstrickt zu sein. Sie wurde deshalb auch häufig „Offshore-Paradies mitten in Europa“ genannt. Papst Benedikt XVI hat deshalb eine Kardinalskommission eingesetzt, die diese Bank besser kontrollieren soll, Papst Franziskus hat durch die Einsetzung neuer Kontrolleure versucht, die Bank noch weitergehender zu reformieren.
Vatikanische Museen
Die Vatikanischen Museen, vom Petersdom aus gesehen.
Sie beherbergen ungeheure Kunstschätze von unschätzbrem Wert.
Foto: F. Bucher

Die Vatikanischen Museen:

Die Vatikanischen Museen umfassen zwölf thematisch verschiedene Museen und eine Reihe von Kapellen und Sälen, unter anderem die berühmte Sixtinische Kapelle. Sie stellen eine der wichtigsten und umfangreichsten Kunstsammlungen der Welt dar und sind ein anschauliches Beispiel für den unermesslichen Reichtum, den die katholische Kirche in den Jahrhunderten angehäuft hat.
Mehr Informationen und Fotos: Die Vatikanischen Museen

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