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Friaul-Julisch Venetien (Friuli-Venezia Giulia)

Das Rathaus von Triest
Das Rathaus von Triest
Foto: Wolfgang Pruscha

Die Region Friaul-Julisch Venetien in Kürze:

  • italienischer Name: Friuli-Venezia Giulia
  • Hauptstadt: Triest (italienisch: Trieste)
  • Geografie: Bergland (Friaulische Dolomiten, Karnische Alpen, Julische Alpen): 42,5%, Hügellandschaften: 19,5%, Flachland (Poebene): 38%
  • Geografische Lage: im Osten angrenzend an Slowenien, im Norden an Österreich, im Westen an die Region Venetien, im Süden: Adriaküste
  • höchster Berg: Monte Coglians (2.780 m)
  • Einwohner: 1,23 Millionen
  • Ausländeranteil: 8,6%
  • sprachliche Minderheiten: Friaulisch und Slowenisch
  • Wirtschaft: Textil-, Möbel- und Nahrungsmittelindustrie, Versicherungen, Tourismus
  • Wirtschaftskraft der Region: 113 (Italiendurchschnitt: 100)
  • Tourismus: pro Jahr 2 Millionen Ankünfte, 7,8 Millionen Übernachtungen (50 % Ausländer)

Zur besseren Orientierung:

Eine bewegte Geschichte zwischen Österreich, Italien und Jugoslawien:

Bis 1866 gehörten Friaul (90% der heutigen Region) und Julisch Venetien (der südöstliche Zipfel um Gorizia und Triest) zu Österreich, das Friaul jedoch nach den italienischen Unabhängigkeitskriegen an das neu gegründetete Königreich Italien abtreten musste. Im Jahr 1918, nach dem ersten Weltkrieg, verlor Österreich auch Julisch Venetien, zu dem damals auch die Halbinsel Istrien gehörte, an Italien.

Nach der Niederlage Italiens im Zweiten Weltkrieg wurde die Halbinsel Istrien Jugoslawien zugeteilt, in dessen Folge etwa 300.000 Italiener vertrieben wurden, zwischen 5.000 und 10.000 Italiener fielen den Foibe-Massakern zum Opfer.

Die beiden Weltkriege und die anschließende Zeit des Kalten Krieges hatten den Nationalismus der Italiener und der Slawen, die hier eng zusammenleben, derartig erhitzt, dass Triest (und das angrenzende Istrien) bis 1975 zum ständigen Zankapfel zwischen Italien und Jugoslawien wurde.

Die Alliierten einigten sich im Jahr 1947 zunächst darauf, zwei Zonen zu schaffen:
  • die Zone A im Norden mit einer Fläche von 222,5 km² und 262.000 Einwohnern umfasste hauptsächlich Triest und wurde von britischen und US-amerikanischen Soldaten besetzt,
  • die Zone B mit einer Fläche von 515,5 km² und 71.000 Einwohnern umfasste den Nordwesten Istriens und wurde von der Jugoslawischen Volksarmee besetzt.
Weil diese provisorische Lösung aber nicht funktionierte und sich die Situation nicht entspannte, wurde die umstrittene Zone in mehreren Verhandlungsrunden zwischen 1954 und 1975 schließlich definitiv zwischen Italien und Jugoslawien aufgeteilt.

Die Region Friaul-Julisch Venetien entstand 1963 und wurde ähnlich wie Trentino-Südtirol mit einem Sonderstatut versehen, um den Schutz der slowenischen Minderheit zu garantieren und die wirtschaftliche Entwicklung eines Gebietes zu fördern, das sich damals in einer Randlage an der Grenze zum Eisernen Vorhang befand.
Die Folgen des Erdbebens von 1976  Die Folgen des Erdbebens von 1976
Die Folgen des Erdbebens von 1976
Foto: Associazionelagunari / Archiviofoto Unità

Das Erdbeben von 1976:

Zwischen dem 6. Mai und dem 15. September 1976 wurde die Region, die auch in der Vergangenheit häufig von Erdbeben heimgesucht wurde, durch eine Serie von schweren Erdstößen erschüttert, mit Intensitäten zwischen 7,5 und 10 auf der Mercalli-Skala. Das Epizentrum war nördlich von Udine am Monte San Simeone, die Beben waren allerdings in ganz Norditalien, in Slowenien, Österreich und sogar in Südbayern zu spüren.

Insgesamt kamen bei der Katastrophe 989 Menschen ums Leben, Tausende wurde z.T. schwer verletzt und etwa 45.000 verloren ihre Häuser oder ihre Wohnungen. 45 Gemeinden wurden praktisch dem Erdboden gleichgemacht.

Der zügige und vollständige Wiederaufbau der zerstörten Dörfer, bei dem auch das italienische Heer massiv eingestzt wurde, ist eine der Großleistungen, auf die die Bevölkerung der betroffenen Gebiete noch heute zu Recht stolz ist.

Über Triest, die Hauptstadt von Friaul-Julisch Venetien:

Andere sehenswerte Orte der Region:

Nützliches für Ihre Reise:

Unterkünfte in der Region Friaul-Julisch Venetien

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