Reise nach Italien - Italienische Politik und Gesellschaft

Die 20 italienischen Regionen

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Touristische Infos über die italienischen Regionen:

Die 20 Regionen Italiens 1  -  Ligurien
2  -  Piemont
3  -  Aostatal
4  -  Lombardei
5  -  Trentino-Südtirol
6  -  Venetien
7  -  Friaul Julisch-Venetien
8  -  Emilia-Romagna
9  -  Toskana
10  -  Umbrien
11  -  Marken
12  -  Abruzzen
13  -  Molise
14  -  Latium
15  -  Kampanien
16  -  Basilikata
17  -  Apulien
18  -  Kalabrien
19  -  Sizilien
20  -  Sardinien

Die Kleinstaaten in Italien:

21  -  San Marino
22  -  Vatikanstaat

Ist Italien ein föderalistischer Staat?

Die Diskussion um Rechte und Pflichten, Finanzen und Funktionen der Regionen ist in Italien in vollem Gang, aber im Vergleich zu Deutschland, wo die Bundesländer wichtige politische Funktionen haben, ist Italien im wesentlichen noch ein zentralistischer Staat, in dem die Regionen überwiegend administrativen Charakter haben.

Aus historischen, kulturellen und linguististischen Gründen sind fünf der zwanzig Regionen allerdings "a statuto speciale" (mit Sonderstatut), d.h. sie haben mehr Autonomierechte als die anderen: Das Sonderstatut gewährt außerdem eine größere finanzielle Autonomie: in Friaul Julisch Venetien behält die Region etwa 60% der in ihrem Gebiet eingetriebenen Steuern und verwaltet das Steueraufkommen selbst, in Sardinien sind es 70%, in Trentino-Südtirol und im Aostatal 90% und in Sizilien sogar 100%.

Zwei Regionen sind offiziell zweisprachig: Trentino-Südtirol (italienisch-deutsch) und Aostatal (italienisch-französisch). In der Region Friaul Julisch Venetien gibt es starke linguistische Minderheiten (slowenisch, deutsch und friulanisch, eine dem Rätoromanischen ähnliche Sprache).

Was die wirtschaftliche Kraft der Region und den Lebensstandard der Einwohner betrifft, gibt es große Unterschiede zwischen Nord und Süd, die trotz aller Bemühungen in den letzten Jahrzehnten eher größer als geringer wurden. Die Regionen im Norden sind wirtschaftlich deutlich stärker und wohlhabender als die süditalienischen Regionen (siehe dazu die zweite Tabelle unten).

Einige geografische und demografische Daten:

Diese Tabelle zeigt, dass die Bevölkerung Italiens sehr ungleichmäßig verteilt ist: eine besonders hohe Bevölkerungsdichte weisen die Regionen Lombardei und Venetien auf, die schmale Küstenregion Ligurien, sowie die Region Latium mit der Hauptstadt Rom und die Region Kampanien mit dem Ballungszentrum um Neapel. In den Alpenregionen des Nordens (Aostatal und Südtirol)  ist die Bevölkerungsdichte naturgemäß niedrig, ebenso wie im Inneren der im Süden gelegenen Regionen Kalabrien, Basilikata und Sardinien.
Region Hauptstadt km2 Einwohner Einw./km2
Sizilien Palermo 25.707 4.994.000 201
Piemont Turin 25.399 4.407.000 172
Sardinien Cagliari 24.090 1.642.000 69
Lombardei Mailand 23.859 9.893.000 374
Toskana Florenz 22.992 3.699.000 155
Emilia-Romagna Bologna 22.123 4.391.000 177
Apulien Bari 19.348 4.051.000 210
Venetien Venedig 18.364 4.905.000 239
Latium Rom 17.203 5.583.000 301
Kalabrien Catanzaro 15.080 1.957.000 143
Trentino-Südtirol Trento 13.618 1.047.000 65
Kampanien Neapel 13.595 5.764.000 427
Abruzzen L'Aquila 10.794 1.315.000 117
Basilikata Potenza 9.992 575.000 62
Marken Ancona 9.694 1.545.000 148
Umbrien Perugia 8.456 894.000 97
Friaul-Julisch Venetien Triest 7.845 1.232.000 153
Ligurien Genua 5.418 1.583.000 319
Molise Campobasso 4.438 313.000 76
Valle d'Aosta Aosta 3.262 128.000 35

Die Wirtschaftskraft der italienischen Regionen:

In dieser Tabelle sind die enormen Unterschiede zwischen Nord- und Süditalien sehr klar ersichtlich, sowohl was das Bruttozialprodukt pro Einwohner der Region (ganz Italien = 100) als auch, was die Arbeitslosenquote betrifft.

Zu den angegebenen Arbeitslosenquoten muss noch etwas Wichtiges hinzugefügt werden: Während die Arbeitslosigkeit in ganz Italien Ende 2017 11,2% betrug, war die Jugendarbeitslosigkeit erheblich höher, und zwar 34,7%. Besonders in den drei südlichen Regionen Sizilien, Kalabrien und Kampanien sind die Prozentzahlen der Jugendarbeitslosigkeit wirklich dramatisch: zwischen 53% und 56%.

Auch innerhalb einer Region können die Arbeitslosenquoten sehr unterschiedlich sein. Während z.B. die Durchschnittsquoten für die beiden Regionen Sardinien und Basilikata 17,0% bzw. 12,8% betragen, steigen die entsprechenden Zahlen für einige unterentwickelte Gebiete dieser Regionen bis auf 30%.

Alle angegebene Zahlen in dieser Tabelle sind offizielle Angaben der italienischen Agentur für Statistik ISTAT, und beziehen sich auf Ende Dezember 2017.
Region BSP / Person Arbeitslosigkeit
Nordwest-Italien:    
Lombardei 132 7,4%
Aostatal 126 7,8%
Ligurien 111 9,5%
Piemont 107 8,4%
Nordost-Italien:    
Südtirol 152 3,1%
Trentino 128 5,0%
Emilia-Romagna 124 6,4%
Venetien 114 5,9%
Friaul-Julisch Venetien 107 6,4%
Mittelitalien:    
Latium 114 110,3%
Toskana 109 7,1%
Marken 97 7,7%
Umbrien 89 10,5%
Süditalien:    
Abruzzen 90 11,7%
Basilikata 73 12,8%
Sardinien 72 17,0%
Molise 71 14,6%
Apulien 65 19,1%
Sizilien 64 21,5%
Kampanien 64 20,9%
Kalabrien 61 21,6%




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