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Reise nach Italien - Deutsches Italienportal

In Italien mit dem Fahrrad

Italien ist eine der wichtigsten Radsportnationen - aber es ist keine Radfahrernation. Und der Radurlauber sollte dort nicht den gleichen radfreundlichen Standard erwarten, den er aus anderen Ländern gewohnt ist.
Giro d'Italia
Der "Giro d'Italia" ist eines der wichtigsten Rennen des internationalen Radsports.
Tutte le foto in questa pagina: Wikipedia

Der Radsport in Italien:

Jedem Radsportfan sind sie ein Begriff: Fausto Coppi, Gino Bartali, Felice Gimondi, Marco Pantani und Ivan Basso gehören unbestritten zu den Assen des internationalen Radsports. Der "Giro d'Italia" kommt im Ansehen gleich nach der "Tour de France" und einmal das Eintagesrennen von Mailand nach San Remo zu gewinnen, gehört zum Traum eines jeden Radprofis.
Aber der Radsport ist in Italien auch ein Massensport: Wer sich in Italien früh am Sonntag Morgen auf die dann fast autofreien Stadt- und Landstraßen begibt, wird sich über die große Zahl von Radsportlern jeden Alters wundern: kein Zweifel, der Radsport ist in Italien wirklich populär.

Italien = Radfahrernation?

Das bedeutet aber nicht, dass Italien eine Radfahrernation ist. Wenn man an das in Italien zum täglichen Brot gehörende Verkehrchaos denkt, wenn man sieht, wie verloren sich darin gelegentlich einsame Radfahrer ausmachen, dann möchte man fast sagen: im Gegenteil.

Italien ist eine ausgesprochene Autofahrernation, das Auto dominiert in den italienischen Städten noch sehr viel mehr als in Deutschland. Das Fahrrad wird zwar als Sportgerät hoch geschätzt, als normales Fortbewegungsmittel führt es dagegen ein trauriges Mauerblümchendasein.

Straßenverkehr in Italien
Straßenverkehr in Mailand: das ist die tägliche Normalität

Italien ist, nach den USA, das Land mit der größten Autodichte der Welt: in den USA kommen auf 1.000 Einwohner 800 Autos, in Italien sind es 670, mehr als in jedem anderen Land Europas. Die Autos werden in Italien auch mehr benutzt als in anderen Ländern: in Italien fährt jedes Auto im Durchschnitt 12.282 km pro Jahr, in Deutschland sind es 10.349. Und während in den meisten Ländern Europas für die nächsten Jahre ein Rückgang der Autobenutzung vorhergesehen wird, geht es in Italien weiterhin munter nach oben. Öffentliche Verkehrmittel und Fahrräder sind im Straßenverkehr Italiens rare Ausnahmen.

Die Radwege in Italien:

Auch was das Radwegenetz in Italien betrifft, gibt es nicht viel Gutes zu berichten. Italien hat mit 58 Millionen Einwohnern ganze 7.500 km Radwege, England hat mit der gleichen Einwohnerzahl 17.000 km Radwege und Deutschland wird von den italienischen Radfahrern als eine Art Paradies angesehen: 35.000 km Radwege. Wer sich schon einmal mit dem Rad in die italienischen Städte getraut hat, wird außerdem wissen, dass ein guter Teil der wenigen innerstädtischen Radwege auch noch von Autos zugeparkt ist.

Die italienischen Städte mit den meisten Radwegen sind auch die, die ihre sonstige Stadtplanung in den letzten Jahrzehnten am intelligentesten angepackt haben: Ravenna, Modena, Mantua, Ferrara (die fahrradfreundlichste Stadt Italiens) und Reggio Emilia - sind positive Ausnahmen: sie haben 25-35 m Radwege pro 100 Einwohner. Die großen Städte wie Mailand und Rom sind dagegen ausgesprochen fahrradfeindlich: nur 1,5-2 m Radwege pro 100 Einwohner.

Tipps für den Radtouristen in Italien:

Italien bietet allerdings trotz seines chronischen Mangels an Radwegen schöne und nicht allzu schwere Radtouren, die sich lohnen. Mountainbikern empfehle ich vor allem die Provinzen Südtirol und Trient, die außerhalb der Städte viele schöne Touren bieten.


Mountainbiker kommen vor allem in den Provinzen Südtirol und Trentino
voll auf ihre Kosten.

Den Radtouristen, die weniger anstrengende Routen bevorzugen, empfehle ich die Poebene und vor allem das Podelta (siehe dazu: Das Podelta). Die schönsten historischen Altstädte befinden sich in Mittelitalien, in Emilia Romagna, Toskana und in Umbrien. Sie sind in der Regel auch fahrradfreundlicher als die Großstädte, allerdings liegen viele von ihnen (besonders die in der Toskana) oben auf einem Hügel. Vor allem in Nord- und Mittelitalien tut sich in den letzten Jahren etwas: einige italienische Fremdenverkehrsämter und Stadtverwaltungen haben entdeckt, dass die Förderung des Radtourismus neue Gäste bringen kann.


Der gegenwärtig längste Radwanderweg ("Destra Po", 123 km lang)
führt rechts am Fluss Po entlang.

Der Radwanderer ist in Italien auf jeden Fall, mehr noch als in anderen Ländern, auf gute Karten und Tourenbeschreibungen angewiesen und auf den Mut, neue und nicht gekennzeichnete Touren auszuprobieren. Einige Bücher und Internetseiten (siehe unten) können dabei helfen.

Radweg Riviera 
Ein ehrgeiziges Projekt der italienischen Fahrradfreunde ist der "Corridoio Verde Adriatico":
1.000 km von Ravenna, die ganze Adriaküste entlang, bis zur Südspitze des Stiefelabsatzes
in Santa Maria di Leuca. Leider existieren davon bislang erst einzelne Abschnitte.

Die besten Reisezeiten:

Die besten Reisezeiten für den Radtourismus sind zweifellos die Monate April, Mai und Juni sowie September und Oktober. Die Sommermonate Juli und August sind oft extrem heiß und zwischen November und März riskiert der Radfahrer, in Italien das gleiche ungemütliche Wetter vorzufinden wie in Deutschland.
Siehe dazu auch: Das Wetter in Italien

Radtourenkarten von Italien:

Andere Internetseiten zum Thema Radfahren in Italien:

Wichtige Seiten für Autofahrer:

Wenn Sie in Italien den Zug benutzen wollen:

Italien mit dem Zug
Der Zug ist in Italien zweifellos ein billiges Transportmittel und ist, besonders wenn man die Autobahngebühren berücksichtigt, eine günstige Alternative zum Auto. Hier alles, was Sie wissen müssen, um die Züge in Italien optimal zu nutzen.

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