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Pompeji (Pompei)

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Pompeji heute
Die heutige Stadt Pompeji, im Hintergrund der Vesuv.
Foto: KingCrimson

Pompeji in Kürze:

Das heutige Pompeji: Sehenswürdigkeiten: Das antike Pompeji:

Zur besseren Orientierung:

Die heutige Stadt Pompeji - Stadtplan
Entfernungen von Pompeji
Der Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n.Chr.
Der Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n.Chr.,
bei dem die römischen Städte Herculaneum, Oplontis, Stabiae und Pompeji
unter einer bis zu 20 Meter hohen Schicht aus Asche, Steinen, Lava und Schlamm begraben wurden.
Karte: MapMaster

Unterkünfte in Pompeji und Umgebung:

Hotels und Pensionen in Pompeji
Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Pompeji

Pompeji vor der Katastrophe von 79 n.Chr.:

Pompeji war eine reiche Stadt, wo sich viele wohlhabende Römer ihre Villen bauen ließen. Die Stadt lag damals direkt am Meer (heute ist das Meer durch die Versandung etwa 2 km entfernt), die Quellen seines Reichtums waren die fruchtbaren Abhänge des Vesuvs und der Fischreichtum des Meeres. Die Arbeit wurde hauptsächlich von Sklaven gemacht, die fast die Hälfte der Bevölkerung stellten. Die Stadt lebte vom Export, die Handelsartikel waren Wein und Olivenöl, Textilien aus Schafwolle und Fischkonserven, die in Amphoren eingemacht wurden. Bevor die Römer im Jahr 89 v.Chr. die Stadt eroberten, war Pompeji jahrhundertelang eine griechische Stadt gewesen und einige Bauten zeugen noch davon, aber das Aussehen der Stadt im 1. Jahrhundert n. Chr. war hauptsächlich von den Römern geprägt.

Im Jahr 62 n.Chr. wurde Pompeji von einem starken Erdbeben erschüttert, das erhebliche Schäden anrichtete. Als die Stadt 17 Jahre später vom Vesuv ausgelöscht wurde, war die Rekonstruktion noch nicht abgeschlossen, die Pompeijaner hatten die Beschädigungen durch das Erdbeben zum Anlass genommen, die Stadt noch prächtiger wieder aufzubauen.
Die Ausgrabungsstätten von Pompeji
In den Ausgrabungsstätten von Pompeji
Foto: Leandro Neumann Ciuffo

Der Vulkanausbruch im Jahr 79 n.Chr. und seine Folgen:

Es begann am Vormittag des 24. August mit heftigen Erdstößen, dann brach der Gipfel des Vesuvs auf, eine gewaltige schwarze Rauchwolke stieg in die Höhe und verdunkelte den Himmel. Lavaströme ergossen sich in Richtung der Stadt Herculaneum, während glühend heiße Asche und Gesteinsbrocken auf Pompeji niederregneten. Zwei Tage lang herrschte totale Finsternis. Giftige Schwefeldämpfe schoben sich bis ans Meer heran und da das aufgewühlte Meer keine Flucht auf Schiffen erlaubte, erstickten auch viele von denen, die sich am Strand gerettet glaubten.

Vor dieser Katastrophe war der Vesuv fast tausend Jahre lang ruhig geblieben, der Vulkan hatte keinerlei Lebenszeichen von sich gegeben und schien erloschen, so dass sich die Bewohner der Umgebung absolut sicher wähnten.

Was nach dieser Katastrophe zurückblieb, war eine Wüstenlandschaft: Hercolaneum war unter einer 20 m hohen Schicht von Lavaschlamm begraben, Pompeji unter 7 Metern Asche und Geröll. Die Schätzungen der Zahl der Opfer liegen zwischen 2.000 und 5.000.

Nachdem sich der Vulkan beruhigt hatte, gelang es einigen Überlebenden immerhin noch, durch Grabungen einzelne Wertgegenstände aus ihren verschütteten Häusern zu retten, an eine Freilegung der Stadt war allerdings nicht zu denken, besonders nicht in Herculaneum, wo die 20 Meter hohe Lavaschicht die Stadt regelrecht zuzementiert hatte. So gerieten Pompeji und Herculaneum schnell in Vergessenheit, das Gebiet blieb jahrhundertelang kaum besiedelt und bald wusste niemand mehr, wo die beiden Städte genau gelegen hatten. Grabräubern gelang es zwar immer wieder, einzelne wertvolle Stücke auszugraben und gewinnbringend zu verkaufen, aber erst im 18. Jahrhundert machten sich einzelne Archäologen daran, hier und da Ausgrabungen vorzunehmen, die manchmal jedoch mehr zerstörten als bewahrten. Zunächst hatten sie auch nur das Ziel, besondere Schaustücke und Wertgegenstände zu bergen und diese Stücke endeten fast immer in den Schatzkammern der europäischen Fürstenhäuser. Erst im 19. Jahrhundert wurde diesem Raubbau ein Ende gesetzt und man begann mit wissenschaftlich durchgeführten Ausgrabungen. Bis heute wurden etwa zwei Drittel des Stadtgebiets von Pompeji freigelegt und teilweise der Öffentlichkeit zugängig gemacht.
Die Ausgrabungsstätten von Pompeji
Klicken Sie auf die Karte, um sie zu vergrößern

Die Ausgrabungsstätten von Pompeji
1 - Autobahnausfahrt der A3 (Ausfahrt Pompeji)
2 - Haltestelle der Schnellbahn Circumvesuviana (Stazione Villa dei Misteri)
3 - Haupteingang (Porta Marina), 4 - Eingang Piazza Anfiteatro

Die Ausgrabungsstätten des antiken Pompeji:

Um sich einen Überblick über das weitläufige und überaus reiche Ausgrabungsgelände zu verschaffen, bekommen Sie am Info-Point des Haupteingangs Porta Marina einen kostenlosen Plan der Ausgrabungen, in mehreren Sprachen. Wer sich noch besser informieren will, findet unter den Büchern und DVDs über Pompeji (siehe unten) das, er sucht. Ein Rundgang erfordert auf jeden Fall mehrere Stunden Im Folgenden nur die allerwichtigsten der sehenswerten Orte:
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Pompeji ist in Gefahr!

Seit 1997 gehört die Ausgrabungsstätte zum Weltkulturerbe der UNESCO. Aber Pompeji ist in Gefahr. Die Grabräuber, die über einige Jahrhunderte hinweg wertvolle Gegenstände aus den verschütteten Häusern ausgruben und damit ein lukratives Geschäft machten, haben noch relativ wenig Schaden angerichtet. Schlimmere Folgen hatten die ersten improvisierten Freilegungen von Häusern der Stadt in 18. Jahrhundert: durch falsche Ausgrabungstechniken brachen häufig die oberen Stockwerke der antiken Bauwerke zusammen und zerstörten so auch die unteren Stockwerke.

Aber das, was den Archäologen heute am meisten Sorgen macht, ist die Tatsache, dass über Jahrzehnte hinweg hauptsächlich an immer neue Ausgrabungen gedacht wurde und die Konservierung der bereits freiliegenden Bauwerke sträflich vernachlässigt wurde. Denn der hervorragend gute Erhaltungszustand von Mauern, Mosaiken, Wandgemälden, Statuen und vielen Gegenständen des antiken Alltagslebens ist ja hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass sie 1.700 Jahre lang unter einer dicken Aschenschicht vergraben waren. Jetzt sind sie Luft, Regen, Wind, der Umweltverschmutzung und auch dem Ansturm von 2-3 Millionen Besuchern pro Jahr (unter denen sich auch Vandalen befinden, die "antike Souveniers" mit nach Hause nehmen wollen) ausgesetzt, was den Zustand dieses archäologischen Juwels in den letzten 100 Jahren deutlich verschlechtert hat.

Hinzu kommt, dass die Erde in dieser Region nie für lange Zeit ruhig bleibt: das letzte Erdbeben im Jahr 1980 hat erhebliche Schäden angerichtet und die Bausubstanz weiter geschwächt. Ein radikales und gründliches Restaurierungsprogramm würde einige Milliarden kosten, die Rettung von Pompeji vor dem langsamen Verfall wird nur mit internationaler Beteiligung finanziert werden können.
Die Ausgrabungsstätten von Pompeji
Das säulenumstandene Peristyl der "Casa der Vetti"
Foto: Patricio.lorente

Praktische Informationen für den Besucher:

Anreise: Eingänge: Öffnungszeiten: Tickets: Wichtig! Alle anderen Infos:
HanseMerkur

Die Opfer von Pompeji:

 
 
Gipsabgüsse einiger Opfer des Vulkanausbruchs. Wenn die Ausgräber Hohlräume entdeckten, die die verwesten Leichen im erhärteten Gestein hinterlassen hatten, füllten sie diese vorsichtig mit Gips aus. Nach dem Erstarren konnte man die Toten als sehr realistische Gipsmodelle erkennen. Ihr Ausdruck reicht vom offensichtlichen Todeskampf bis hin zum friedlichen Eindruck des Einschlafens.

Wandgemälde und Mosaiken:


Das berühmte Mosaik der "Alexanderschlacht", aus der "Casa del Fauno",
heute zu besichtigen im Nationalmuseum von Neapel
 
links: Terentius Neo und seine Frau, zwei Bewohner Pompejis (Nationalmuseum von Neapel)
rechts: ein Kettenhund mit der Inschrift "Cave canem" (Vorsicht vor dem Hund,
Bodenmosaik im "Casa del Poeta Tragico")

Erotische Wandmalerei im Bordell von Pompeji
Offizielle Website des Nationalmuseums von Neapel,
wo viele Mosaiken und Wandmalereien aus den Häusern von Pompeji ausgestellt sind:
http://cir.campania.beniculturali.it

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