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Seit 1980 ist in den Räumen des Palazzo Venier die
"Peggy Guggenheim Collection", untergebracht.
Die Qualität der ausgestelten Werke und die suggestive Lage am Canale Grande locken Jahr für Jahr Hunderttausende von Besuchern an. ![]() Der Palazzo Venier dei Leoni am Canale Grande, der Sitz des Museums. Foto: Abxbay / Wikimedia Commons Wer war Peggy Guggenheim?
Peggy Guggenheim (1898-1979) stammte aus einer der reichsten
Industriellenfamilien Nordamerikas. Ihr Vater, der New Yorker Geschäftsmann
Benjamin Guggenheim, kam 1912 beim Untergang der Titanic ums Leben. Ihr
Onkel war der amerikanische Industrielle und Kunstsammler Solomon R.
Guggenheim, Gründer der Solomon R. Guggenheim Foundation.
Finanziell völlig unabhängig, zog Peggy im Alter von 23 Jahren nach Paris, wo sie das Leben der Bohème genoss und viele Künstler und Schriftsteller kennen lernte, unter ihnen Djuna Barnes, Marcel Duchamp, Man Ray, Laurence Vail (mit dem sie 8 Jahre lang verheiratet war) und Samuel Beckett. Von moderner Kunst verstand sie anfangs gar nichts („Ich konnte nicht ein modernes Werk vom anderen unterscheiden"), erst angeregt durch Samuel Beckett und Marcel Duchamp beschäftigte sie sich mit der damaligen künstlerischen Avantgarde und eröffnete 1938 in London ihre erste Kunstgalerie. Von diesem Zeitpunkt an begann sie intensiv, Werke zeitgenössischer Künstler zu kaufen unter anderem Braque, Max Ernst, Giacometti, Kandinsky, Paul Klee und Mirò. Im Juli 1941 musste Guggenheim, die jüdischer Abstammung war, mit ihrer Sammlung Frankreich verlassen und floh zusammen mit Max Ernst, den sie im gleichen Jahr heiratete (und von dem sie sich 1946 wieder scheiden ließ), nach New York. Nach dem Krieg ging sie nach Europa zurück, dieses Mal nach Venedig, wo sie den "Palazzo Venier dei Leoni" am Canal Grande, einen unvollendeten Palast aus dem 18. Jahrhundert, kaufte und umbauen ließ. Sie benutzte ihn sowohl als Wohnung, wie auch als Ausstellungsraum ihrer ständig wachsenden Kunstsammlung. Bis zum Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts führte Peggy ihre Sammlertätigkeit weiter. Peggy Guggenheim starb 1979 in Campodarsego, in der Nähe von Venedig. Ihr Grab befindet sich in Venedig, im Garten des "Palazzo Venier dei Leoni". Über das Museum:
Seit 1980 ist in den Räumen des Palazzo Venier Peggys Privatsammlung, die
"Peggy Guggenheim Collection", untergebracht. Im Vergleich zu den
Guggenheim-Museen in anderen Teilen der Welt ist es ein relativ kleines
Museum, aber die Qualität der ausgestelten Werke und die suggestive Lage am
Canale Grande locken Jahr für Jahr Hunderttausende von Besuchern an.
Ausgestellt sind hier Kunstwerke unter anderem von Pablo Picasso, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Piet Mondrian und Hans Arp. Daneben wichtige Werke des italienischen Futurismus (siehe unten das Gemälde von Boccioni), von Salvador Dalí, René Magritte und Jackson Pollock. Außerdem gibt es regelmäßig Sonderausstellungen. Mehr dazu auf der Webseite des Museums: www.guggenheim-venice.it (englisch / italienisch). ![]() Umberto Boccioni (1882-1916): Dynamismus eines Radfahrers (1913) Foto: public domain / Wikimedia Commonsä Praktische Hinweise für die Besucher des Museums:
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