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Warum man sich sowohl in Italien als auch in Deutschland wohl fühlen kann.


Foto: Wolfgang Pruscha

Ich sitze in einem Straßencafé in Padua und plaudere mit italienischen Freunden, als das Thema auf den Grund meiner Entscheidung kommt, nach Italien zu gehen:
  • "Ich bin aus Neugierde nach Italien gekommen, um neue Erfahrungen zu sammeln."

  • "Und willst du in Italien bleiben?"

  • "Ich denke schon, dass ich bleiben werde."

  • "Was in aller Welt hat dich denn dazu gebracht?"

In dieser Antwort, die ich sehr oft von Italienern gehört habe, ist die Verwunderung desjenigen deutlich spürbar, der sich die Gründe einer anscheinend so "unnatürlichen" Entscheidung absolut nicht vorstellen kann.
Bei all dem Durcheinander in Italien: lebt es sich da nicht viel angenehmer in Deutschland?

Aber dann gibt es in der Runde auch jemanden, der anders darüber denkt:

  • "Damit gibst du also zu, dass man hier in Italien besser lebt!"

Eine ebenso häufige Antwort, in der sich der Stolz desjenigen ausdrückt, der für sich und die Italiener die "bessere" Lebensart in Anspruch nimmt: Im Grunde sind die Italiener doch sympathischer, nicht wahr? Und außerdem isst man in Italien doch viel besser, oder etwa nicht?

Es ist klar, dass diese zwei Antworten im Grunde zwei Arten wieder spiegeln, wie sich die Italiener selbst sehen. Auf der einen Seite diejenigen, die in Italien nur die Sachen sehen, die nicht funktionieren und die - ihrer Meinung nach - in den anderen Ländern, und besonders in Deutschland, viel besser funktionieren. Auf der anderen Seite diejenigen, die glauben, dass die Italiener als Volk (nicht Italien als Staat!) besser sind als alle anderen, besonders was die Lebensart und den Geschmack in Bezug auf Kleidung und Speisen angeht.

Diese beiden Einstellungen schließen sich keineswegs aus, im Gegenteil, sie ergänzen sich. Oft ist es ein und dieselbe Person, die beide Urteile abgibt. Ursache dafür ist sicher unter anderem ein gewisser Minderwertigkeitskomplex, den viele Italiener gegenüber anderen Ländern Europas, besonders gegenüber Deutschland, haben. Aber wenn mit Italien als Staat "kein Staat zu machen ist", weil er aus allen Fugen kracht, dann muss wenigstens der italienische Lebensstil besser sein als alle anderen, das braucht man als Kompensation.
Auch viele Deutsche haben einen Komplex gegenüber Italien - natürlich aus anderen Gründen. Der andere stellt jeweils die Realisierung der eigenen Ideale und Wünsche dar. Jeder bewundert insgeheim den anderen, hat aber gleichzeitig Angst, so zu werden wie er.

Meine Gesprächspartner sind jedoch hartnäckig:

  • "Also, wo lebt man besser, in Italien oder in Deutschland?"

Diese Frage bringt mich in Schwierigkeiten. Die Schwierigkeit in der Antwort auf diese Frage liegt in dem Wort "besser", das beliebig viele Bedeutungen haben kann. Die Lebensqualität ist schwer zu messen und ist auf jeden Fall etwas Subjektives. Es gibt Italiener, die Deutschland für das Reich der Träume halten, andere die es als das Mutterland der Barbaren betrachten. Es gibt Deutsche, die Italien und die Italiener zutiefst verachten, andere Deutsche kriegen schon nasse Augen, wenn sie nur das Wort "Italien" hören. Jeder hat seine eigene Vorstellung von der "besten" Lebensart.

Da ist aber immer noch jemand, der nicht locker lässt und eine eindeutige Antwort haben will:

  • "Aber dir persönlich, gefällt dir besser Italien oder Deutschland?"

  • "Beide Länder gefallen mir sehr!"

Ist das nur eine diplomatische Antwort, um niemandem weh zu tun? Nein. Ich fühle mich inzwischen sowohl hier (in Italien) wie auch da (in Deutschland) sehr zu Hause. Natürlich sind die beiden Länder nicht gleich, aber man lebt hier oder dort nicht "besser" oder "schlechter", man lebt "anders", und die Unterschiede liegen mehr in der Mentalität, als in den Dingen, die man quantifizieren kann (Einkommen, Steuern, Inflation, Kriminalität usw.). Jedes der beiden Länder gibt mir etwas, was mir das andere nie geben könnte und auf das ich nicht verzichten möchte.

Man kann in beiden Ländern gut leben, wichtig ist nur, dass man die Unterschiede als Bereicherungen und nicht als Anomalien betrachtet. Das bedeutet absolut nicht, dass man alles akzeptiert. Viele Dinge gefallen mir nicht in Italien, aber es ist auch nicht sehr schwer, an Deutschland "Fehler" zu entdecken. Alles hängt davon ab, wie man darauf reagiert. Es gibt Italiener in Deutschland, die auch nach 25 Jahren noch miserabel Deutsch sprechen, keinerlei Lust haben sich zu integrieren und ständig Heimweh nach der "Mamma Italia" haben. Und ich kenne Deutsche, die nach 2-3 Jahren hier in Italien frustriert und desillusioniert nach Deutschland zurückkehrten. Ob sich jemand in Italien oder in Deutschland gut oder schlecht fühlt, das hängt mehr von seiner geistigen Flexibilität ab, als von den objektiven Eigenschaften des Landes.

Ich bin vor allem aus Neugierde nach Italien gekommen. Ich war neugierig, in eigener Person zu erleben, wie man in einem anderen Land mit einer anderen Kultur lebt. Die Unterschiede zwischen den beiden Ländern stimulieren mich und ich sehe in meiner Arbeit (ich bin Lehrer für Deutsch als Fremdsprache und Webmaster dieser Website), dass auch die Italiener von der Konfrontation mit der deutschen Mentalität profitieren.

Je besser man ein anderes Land kennt, desto besser versteht man sein eigenes. Dadurch, dass ich Italien, mit all seinen Stärken und Schwächen kennen gelernt habe, habe ich auch die guten und schlechten Seiten Deutschlands und der Deutschen besser verstanden. Eine nützliche Erfahrung, die ich nur weiter empfehlen kann.

  • "Das ideale Land wäre also deiner Meinung nach eine Mischung aus Deutschland und Italien?"

  • "Eigentlich schon - aber was für ein langweiliges Land wäre das - ein Land, das keinen Platz mehr für Träume lässt, ein Land, über das man sich nicht mehr beschweren kann!"

Siehe auch:

Leben, studieren und arbeiten in Italien
Einen Traumurlaub in Italien zu verbringen ist eine Sache - dort zu leben, zu studieren und sein tägliches Brot zu verdienen eine ganz andere. Hier alle nötigen Informationen, um sich gut vorzubereiten und um keine Enttäuschungen zu erleben.  [Kapitel]

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