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Die italienische Küche

La Dolce Vita -
mehr als nur Amore, Pasta und Pizza

"La Dolce Vita" von Federico Fellini
Eine berühmte Szene aus dem Film "La Dolce Vita" von Federico Fellini
mit Marcello Mastroianni und Anita Ekberg.

Italienischer Lebensrhythmus

Mit Italien verbindet der Urlauber wahrscheinlich sofort den Begriff des „Dolce Vita“, was sich mit „das süße Leben“ übersetzen lässt. Nicht nur die Fans des italienischen Regisseurs Federico Fellini werden sich dabei an den berühmten gleichnamigen Schwarzweißfilm "La Dolce Vita" aus dem Jahr 1960 erinnern. Aber mit "Dolce Vita" verbindet man heute sehr viel mehr als das rauschhafte Leben voller Flirts und Partys: gemeint ist damit der für Italien typische Lebensstil, der von einer gewissen Lässigkeit und Lockerheit geprägt ist. Das Leben zu genießen steht dabei im Vordergrund, während Stress und Hektik zweitrangig werden. Dem geselligen Beieinandersein und dem guten Essen werden in Italien deutlich mehr Bedeutung beigemessen als das bei uns der Fall ist. Auch Ruhezeiten wie eine mittägliche Siesta werden in Italien anders wahrgenommen als hierzulande: sie ist, wenn es die Arbeit zulässt, ein fester Bestandteil des Lebensrythmus.
Die Auslage eines Feinkostgeschäftes in Imola (Emilia-Romagna)
Die Auslage eines Feinkostgeschäftes in Imola (Emilia Romagna)
Foto: AlMare

Mehr als Pizza und Pasta

Gemeinhin denken wir Deutschen zunächst an Pizza und Pasta, wenn es um italienisches Essen geht. Die italienische Küche hat jedoch deutlich mehr zu bieten und verwöhnt auch verwöhnte Feinschmeckergaumen mit den unterschiedlichsten Gerichten. Dazu gehören Polenta und Risotto in verschiedenen Varianten, Osso buco (Kalbshaxe), Vitello Tonnato, Carpaccio, Acciguhe (Sardellen), die auf unterschiedlichste Weise zubereitet werden können, Saltimbocca, Minestrone (Gemüsesuppe) oder Caponata. Insbesondere in den Küstenregionen sind zudem vielfältige Gerichte mit Meeresfrüchten auf den Speisekarten zu finden. Mehr dazu finden Sie in dem Kapitel über Die italienische Küche.

Wer eine Vorliebe für die süßen Seiten des Essens hat, kommt in Italien auch nicht zu kurz: Bekannt ist Italien hier selbstredend für das beste Gelato (Eis) der Welt. Aber auch z. B. Panna Cotta, Tiramisu, Zuppa inglese und Zabaione lassen die Herzen von Dessertliebhabern höher schlagen.

Ein Stück kulinarisches „Dolce vita“ in Deutschland, findet man nicht nur in den zahlreichen italienischen Restaurants, sondern inzwischen auch im Supermarktoder im Internet, so dass man auch in der Heimat auf nichts verzichten muss.
Italienische Wohnkultur  Italienische Wohnkultur
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Italienische Wohnkultur:
wer möchte sich hier nicht ausruhen...

Die Siesta

Wer in Italien - vor allem in Süditalien - fernab großer touristischer Zentren unterwegs ist, wird schnell merken, dass hier die Uhren anders gehen. Insbesondere in den heißen Monaten des Jahres, kann es einem dort passieren, dass man während der Mittagszeit kaum ein geöffnetes Geschäft finden kann. Die Italiener pflegen auch in Zeiten  moderner Klimaanlagen noch vielfach eine echte Siesta-Kultur, so dass die wärmste Zeit des Tages, wenn möglich, durch eine ausgiebige Ruhezeit überbrückt wird. Dafür ist man in Italien in den Abend- und frühen Nachtstunden umso aktiver, wenn man sich in Italien zum gemeinsamen Essen trifft und dieses umfassend zelebriert.

Die Siesta ist jedoch, jedenfalls unter der arbeitenden Bevölkerung, leider deutlich auf dem Rückzug, da die Mittagspause in den meisten Firmen in der Regel auf ein bis höchstens zwei Stunden begrenzt ist. In großen Unternehmen wird die Mittagspause auch gelegentlich auf bis zu 30 Minuten reduziert.

Um die Wärme aus den Häusern fernzuhalten, halten die Italiener ihre Fenster tagsüber meist geschlossen und sorgen durch die klassischen Fensterläden, die hier weit verbreitet sind, für kühle Dunkelheit in ihren Wohn- und Schlafräumen. In den in Italien beliebten Betten mit Bettkasten stehen den Italienern verschiedene Decken zur Verfügung, so dass an sehr heißen Tagen auf dünne, lakenähnliche Decken und während kühleren Phasen auf dickeres Bettzeug zugriffen werden kann.

Auch in den Hotels findet der Italienbesucher meist dieses Bettzeug. Für den einen oder anderen mag das anfangs etwas Eingewöhnungszeit erfordern, denn das "klassisch-deutsche" Bettzeug findet man in Italien nur in Südtirol oder in anderen Berggegenden des Nordens. In den anderen Regionen Italiens gelten allerdings die "klassisch- italienischen" Gewohnheiten, die auch deutlich angemessener sind.

Das ursprüngliche Italien kennenlernen

Wenn Sie das ursprüngliche Italien erleben wollen, begeben sie sich während Ihrer nächsten Italienreise einfach mal in Orte, die wenig bis gar nicht touristisch erschlossen sind. Suchen Sie am Abend ein typisches Ristorante auf, wo Sie es den Einheimischen gleich tun und in aller Ruhe ein mehrgängiges Menü zelebrieren. Neben viel Zeit sollten Sie dazu auch einen guten Appetit mitbringen, weil ein klassisches Menü in Italien aus vier Gängen besteht. Auf die Antipasti (Vorspeise) folgen Primo Piatto (1. Hauptgang: z.B. Suppe, Pasta, Reis oder Gnocchi) und Second Piatto (2. Hauptgang: Fleischgerichte oder Meeresfrüchte). Den krönenden Abschluss bildet das Dessert, welches auf italienisch treffend mit „Dolce“ bezeichnet wird.

Und wenn Sie die Gelegenheit haben, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, werden Sie den italienischen Lebensstil (und das "Dolce Vita") noch besser kennen und lieben lernen.

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