
Karte: Google-maps
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Lange Sandstrände zwischen schroffen Felsen, kleine verwinkelte
Dörfer, die sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt haben, große Wälder und Berge bis
annähernd 2000m - all das bietet der Cilento. Ein Refugium seltener Tierarten
und eine Landschaft voller Überraschungen. Gleich nach der Piana del Sele mit
den beeindruckenden Tempelanlagen von Paestum erheben sich die ersten Berge und
Hügel des Cilento, eines der letzten unentdeckten Kleinode Italiens und eine
Urlaubslandschaft ersten Ranges! |
Auf der Homepage
von Bernhard Kieninger
finden
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dieser Reise,
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aus anderen Ländern:
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Erster Teil des Reiseberichts: Die
Küste
Die folgende Bilderserie umfasst nur die Gegend,
beginnend von Velia bis zum Capo Palinuro. Nicht etwa, weil die restlichen
Küstenstreifen, westlich und östlich davon, weniger eindrucksvoll waren, sondern
einfach deswegen, weil uns die Zeit fehlte, diese zu erkunden. Wir alle hoffen,
dass wir in den nächsten Jahren, vielleicht auch zu einer späteren Jahreszeit,
noch einmal das Glück haben werden, eine der wunderbarsten Gegenden Süditaliens
zu besuchen.

Die immer noch andauernden Ausgrabungen von Velia (Elea) sind zwar nicht vergleichbar mit der
antiken Pracht von Paestum, doch einen Besuch sind sie unbedingt wert.
Vermutlich zeigen sie auch bis heute erst etwa 15% der insgesamt noch ans
Tageslicht zu befördernden Fundstücke früherer Kulturen.
Im 6.Jh. vor unserer Zeitrechnung erreichte die Ausdehnung Großgriechenlands
auch Süditalien. Überall waren griechische Ansiedlungen entstanden, so auch
Velia - auf griechisch Elea - um 540 v. Chr. Neben dem bedeutenden Poseidonia
(später Paestum) hatte sich Elea bereits um 500 v.Chr. als geistiges Zentrum des
Griechentums etabliert.
Nach Cäsars Ermordung 44 v. Chr. soll übrigens auch dessen Mörder Brutus sich
hier auf der Flucht versteckt haben.
Wegen seiner ersten Philosophenschule auf europäischem Boden, die sich übrigens
nicht auf Hellas, sondern in Kleinasien befand, war Elea viele Jahrhunderte lang
der Ort der Eleatischen Schule.
Velia im Internet: www.velia.it

Einige Kilometer, von unserem Urlaubsort entfernt lag Ascea Marina. Ein etwas
zersiedelter, fast ausschließlich touristischer Badeort am lang gezogenen
Badestrand. Der schönste Strandabschnitt ist das letzte, flache Stück, kurz
bevor die Felsen wieder aus dem Meer steigen.
Es mag zwar ein anderes Meer gewesen sein, in welches Horaz und Cicero zu ihrer
Zeit eintauchten - kristallklar ist das Wasser aber immer noch.
Ascea Marina im Internet: www.salernocity.com/turismo

Wir fahren die Küstenstraße, vorbei an Ascea Marina, Richtung Süden nach
Pisciotta. Die Küstenstraße steigt hier wieder an und der atemberaubenste Teil
der Cilentoküste beginnt.
Verwegen und steil in den Berg gebaut, scheinen sich die Häuser von Pisciotta
gegenseitig nach oben zu schieben.

Als normannische Gründung wurde der Ort an
dieser strategisch guten Stelle mit dem atemberaubenden Rundumblick 1140 zum
ersten Mal erwähnt. Die Bauern um Pisciotta sind berühmt für ihr Olivenöl, das
ganz besonders herzhaft ist. Schon vor mehr als vier Jahrtausenden erließ
Hammurabi VII., König von Babylonien, Vorschriften zur Züchtung, zum Handel und
zur Produktionskontrolle. In den Cilento kamen sie - wie so vieles - mit den
Griechen acht Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung und fanden hier ideale
Bedingungen.
Überall in Italien, wie auch hier, wird an Ferragosto (15. August) auf den Straßen gefeiert.
Unzählige Marktstände werden auf den Gehsteigen und Straßen aufgebaut, ein
Durchkommen für die Autos - undenkbar!
Pisciotta im Internet: www.pisciotta-online.it

Schon von Weitem sieht man das Wahrzeichen des berühmtesten Badeorts dieser
Küste, das legendäre Capo Palinuro.

Der Steuermann des Äneas, ein gewisser Palinuro, soll hier über Bord gegangen
und ertrunken sein - angelockt vom Gesang verführerischer Sirenen.
Das berichtet zumindest Vergil. Vielleicht ist dieser Palinuro aber auch nur in
einem Sturm in die raue See gefallen - immerhin bedeuteten solche Landzungen in
damaliger Zeit ein gefährliches Hindernis. Weit ragt diese Halbinsel ins Meer hinein. Ihre nördliche Flanke ist bebaut, auf der Südseite ist die
Küste steiler und bildet kleine Buchten.

Die zahlreichen Grotten und Höhlen sind
zwar nicht sensationell, aber die launigen Geschichten der einheimischen Fischer
machen solche Fahrten zum unvergesslichen Erlebnis.

Von der Südseite des Kaps sieht man den berühmten Arco Naturale, den natürlich
entstandenen Felstorbogen, wohl der wildeste Küstenabschnitt des Cilento - wir
selbst kennen in Italien wohl nur noch den (un)vergleichlich schönen Capo
Vaticano in Kalabrien oder die Grotten von Vieste in Appulien (Gargano)...
Capo Palinuro im Internet: www.palinuro.org

Auf diesem Foto sehen wir den Finistra Palinuro. Wer ganz genau hinschaut,
sieht durch das Loch den Leuchtturm vom Capo Palinuro.
Eines der bekanntesten Fotomotive des Cilento!
Diese Seite schließen wir mit der Erinnerung an wunderschöne Sonnenuntergänge,
welche sich nicht annähernd in Bilder fassen lassen!
