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Pitigliano

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Pitigliano
Pitigliano
Foto:
Roman Harak
Ein Artikel von Peter Petri.

Pitigliano in Kürze:

Pitigliano - zur besseren Orientierung:

Stadtplan online von Pitigliano
Stadtplan online
von Pitigliano (Toskana)

Entfernungen von Pitigliano:



Die Orsini-Burg in Pitigliano
Die Burg Orsini (Palazzo Orsini)
Foto:
Sidvics

Was man von Pitigliano wissen sollte:

Die Stadt liegt auf einem steilen Tuff-Felsen. Die ganze Gegend um Pitigliano bis weit hinter Rom ist durch Tuff geprägt, den Vulkane hier vor Urzeiten ausgespuckt haben. Das typische Toskanabild, kleine Gehöfte auf sanften Hügeln, findet sich hier selten. Die Südtoskana ist wild und vielgestaltig, wie auch das angrenzende Latium, die Gegend um Rom. Kleine Flüsse haben steile Canons in die Landschaft geschnitten, und es gibt viel Wald. Nicht weit ist der Lago di Bolsena, ein gewaltiger Kratersee, der größte italienische See südlich der Alpenseen.

Schon von Siena aus kann man den Monte Amiata sehen, einen 1738 Meter hohen isolierten Vulkan, im Winter ein beliebtes Schigebiet. Am Meer dagegen dehnen sich die Maremmen aus, flache Landstriche, die bis in die dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts noch berüchtigt für die Malaria waren. Dort waren auch die Schlupfwinkel berühmter Banditen wie Domenico Tiburzi, die in bitteramen Zeiten auf ihre Art versuchten zu überleben. Heute sind in der Maremma unterhalb von Pitigliano schöne, kaum verbaute Badestrände.

In den letzten Jahren haben immer mehr Touristen Pitigliano und seine interessante Umgebung entdeckt. Besonders im Juli und August ist man dort nicht immer einsam. Aber dieser abgelegene Teil Italiens ist trotz der Nähe zu den Zentren des Tourismus nicht überlaufen. Pitigliano ist auch durch seinen Wein bekannt, preisgekrönt ist der "Bianco di Pitigliano".
Der Dom von Pitigliano
Der Dom von Pitigliano
Foto:
Sidvics

Ein kurzer Blick in die Vergangenheit:

Diese Landschaft war eine der wichtigsten Zentren der Etrusker. Rund um Pitigliano gibt es noch Unmengen von Gräbern aus dieser Zeit, tief in den Tuff geschnittene Höhlen, die vielfach heute noch als Keller oder Ställe genutzt werden. Später wurde Pitigliano dann römisch, aber aus dieser Zeit ist über der Erde nur noch wenig zu sehen. Unter den Häusern der Stadt werden aber heute noch Kellerräume mit vielen kleinen Nischen benutzt, in denen vor 2000 Jahren die Totenurnen standen. Im Mittelalter, seit dem 9. Jahrhundert, beherrschten dann die (langobardischen) Aldobrandesci das Land um Pitigliano, ab1312 die Orsini und ab 1604 die Medici.

Interessant ist auch die jüdische Geschichte der Stadt. Lange Zeit hatte es eine außergewöhnlich starke jüdische Gemeinde, die das Kulturleben der Stadt mitgeprägt hat. Nicht zufällig wirde die Stadt auch "Piccola Gerusalemme" (Klein Jerusalem) genannt. Der jüdische Anteil der Bevölkerung von Pitigliano erreichte um 1850 fast 20% - einmalig in Italien. Die Synagoge der Stadt zeugt auch heute noch davon.
Die Synagoge von Pitigliano
In der Synagoge von Pitigliano
Foto:
Matteo Vinattieri

Was man in Pitigliano sehen sollte:

Text: Peter Petri
Wie ist das Wetter in Pitigliano?
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in Pitigliano?

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