Reise nach Italien - Die schönsten Städte und Regionen Italiens
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Bergamo

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Bergamo - Piazza Vecchia
Die Piazza Vecchia im Zentrum der Oberstadt von Bergamo
Foto: Andrea Bertinotti
Bergamo - Piazza Vecchia
Die Piazza Vecchia im Zentrum der Oberstadt von Bergamo
Foto: Andrea Bertinotti

Bergamo in Kürze:

Bergamo - zur besseren Orientierung:

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Was man über Bergamo wissen sollte:

Bergamo - die venezianischen Stadtmauern Bergamo - die venezianischen Stadtmauern Die mächtigen venezianischen Stadtmauern, die die Oberstadt umgeben
Foto: Ago76
Bergamo ist eine zweigeteilte Stadt: der eine Teil, die Oberstadt (Bergamo alta), liegt auf einem Hügel, der andere, die Unterstadt (Bergamo bassa), im Flachland. Diese zwei Seelen der Stadt sind verschieden, aber dennoch miteinander verbunden. Die Oberstadt stellt den historischen Teil dar, wo sich zwischen dem 6. und dem 4. Jh. v.Chr. die Kelten ansiedelten und wo sich später der Stadtkern entwickelte. Der Ursprung des Namens der Stadt ist übrigens germanisch: er geht zurück auf die beiden Bestandteile "Berg" und "Heim". Noch klarer wird das, wenn man die dialektale Version des Stadtnamens ("Bèrghem") betrachtet.

Die Oberstadt wird im Laufe der Geschichte zunächst eine römische Stadt (Municipium), später, nach dem Fall des römischen Reiches, wird sie zuerst von den Langobarden und dann von den Franken erobert. Zwischen 1000 und 1300 wird Bergamo Bischofsstadt und schließlich eine freie Stadt. Auf diese Zeit gehen zahlreiche historische Gebäude der Stadt zurück, wie der Justizpalast (Palazzo della Ragione) und die Basilika Santa Maria Maggiore.

Ab dem Jahr 1428 beginnt Venedig nach und nach große Teile der Lombardei zu erobern und so wird auch Bergamo ein Teil der Republik "Serenissima". Die Beziehungen zwischen den beiden Stästen ist sehr eng, was sich auch im heutigen Stadtbild niederg eschlagen hat: Zwischen 1561 und 1588 werden die mächtigen Befestigungsmauern errichtet, die heute die Oberstadt von der Unterstadt trennt. Bergamo wird in jener Zeit auch zu einem wichtigen Knotenpunkt des Handels mit dem Veltlin-Tal, der Schweiz und Mitteleuropa.

Im Jahr 1797 setzt Napoleon der venezianischen Herrschaft ein Ende, wird aber bereits 1814 von der österreichischen Herrschaft wieder abgelöst, unter der Bergamo an das lombardische Eisenbahnnetz angeschlossen wird.

Bergamo: "Citta dei Mille"

Bergamo - Citta dei Mille Bergamo - Citta dei Mille "Bèrghem" ist die dialektale Version von Bergamo
Foto: Goldrian
In Italien kennen alle den Beinamen von Bergamo: "Città dei Mille" ("Stadt der Tausend", siehe auch das Straßenschild oben). Dieser Name geht auf das Jahr 1860 zurück, als Giuseppe Garibaldi (dessen Portrait man ebenfalls auf dem Straßenschild sehen kann), um den Einigungsprozess Italiens zu beschleunigen, mit etwa 1000 Freiwilligen, die voller Enthusiasmus, aber mehr schlecht als recht bewaffnet und ausgerüstet waren, zu einer tollkühnen Aktion aufbrach, die ihn in die Annalen der Geschichte eingehen lassen sollte. Er schiffte sich mit seiner kleinen Privatarmee in Genua ein, um in Sizilien zu landen und von dort Schritt für Schritt Italien von unten nach oben zu erobern, gegen alle lokalen Widerstände und alle ausländischen Herrschaftsansprüche. Eine gewagtes Unternehmen, das zwar nur halb gelang, aber dennoch einen entscheidenen Beitrag zur Gründung des italienischen Staates (1861) leistete. Es waren zwar nur 180 der 1000 Freiwilligen, die aus Bergamo kamen, aber die Stadt ist natürlich stolz auf ihren Beinamen "Stadt der Tausend".

Die Entstehung der modernen "Unterstadt"

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts beginnt sich unterhalb der Mauern die Unterstadt (Bergamo bassa) zu entwickeln, mit neuen Stadtvierteln, die sich auch heute noch ausdehnen und neuen Infrastrukturen. Die beiden Stadtteile entwickeln nach und nach ein voneinander unabhängiges Leben und verschiedene Charakterzüge. Seit 1887 sind sie durch eine Zahnradbahn miteinander verbunden, eine der ersten dieser Art in Italien.

Im 20. Jahrhundert dehnt sich die Stadt immer mehr um den Hügel der Oberstadt herum aus. Wichtig für die Entwicklung der Stadt waren der Bau der Autobahn von Venedig nach Mailand, die an Bergamo vorbeiführt, und ein neues Zentrum mit dem "Sentierone", eine Flaniermeile im Zentrum. Dank des internationalen Flughafens Orio al Serio der nur 5 km von der Stadt entfernt ist und der vor allem durch Billigflieger wie Ryanair bedient wird, ist Bergamo heute mit praktisch allen europäischen Ländern direkt verbunden.

Der Doppelcharakter der Stadt manifestiert sich im modernen Flair der Unterstadt, gegen das sich die antike Magie der Oberstadt, des ursprünglichen Kerns von Bargamo, absetzt, mit ihrem venezianischen Charkter, den Kirchen und mittelalterlichen Gässchen, den historischen Palästen und den Brunnen, die in eine nie vergessene Vergangenheit zurückweisen.
Bergamo Bergamo Der Palazzo Nuovo an der Piazza Vecchia, der heute die Stadtbibliothek beherbergt (Oberstadt)
Foto: Giorces
Bergamo Bergamo Die Taufkapelle neben der Basilika Santa Maria Maggiore (Oberstadt)
Foto: Paolo da Reggio
Bergamo Bergamo Die Allee "Sentierone", beliebt als Treffpunkt, zum Spazierengehen und Einkaufen (Unterstadt)
Foto: I Love Bergamo

Was man von Bergamo sehen sollte:

In der Oberstadt:

In der Unterstadt:

Italienischer Originaltext: Daniele Brina
Deutsche Übersetzung:  Wolfgang Pruscha
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Ihr Kommentar zu dieser Seite
Hardy Upelmann:
Ich würde gerne wissen, wie man einen Einwohner von Bergamo nennt. Bergamasche?
(22.02.2018)

Wolfgang Pruscha antwortet:
Ein Einwohner von Bergamo ist ein bergamasco. Plural: bergamaschi.
(24.02.2018)




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