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Die Lombardei - der wirtschaftliche Motor Italiens

Diese Region produziert allein mehr als 20% des wirtschaftlichen Reichtums von Italien.

Einige der größten lombardischen Unternehmen

Die Lombardei in Kürze:

  • Italienischer Name: Lombardia
  • Einwohner: 9.810.000
  • Bevölkerungsstruktur: in den 50er und den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts sind zahlreiche Zuwanderer aus den wirtschaftlich schwächeren Regionen im Süden und Nordwesten in die Lombardei gekommen (die sog. "innere Emigration")
  • Ausländeranteil: 10,7%
  • Hauptstadt: Mailand (Milano), 1.350.000 Einwohner, nach Rom die zweitgrößte Stadt Italiens
  • Position: im Norden angrenzend an Österreich und die Schweiz, im Westen an die Region Piemont, im Osten an die Regionen Trient-Südtirol und Venetien und im Süden an Emilia-Romagna.
  • Geografie: Alpen und Alpenvorland (im Norden): 53%, Poebene (im Süden): 47%
  • Größe: ca. 23.900 km² (viertgrößte Region Italiens, nach Sizilien, Sardinien und Piemont), ungefähr so groß wie Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt
  • offizielle Webpräsenz: www.regione.lombardia.it (ita)

Die Mailänder Börse, seit 2007 Tochterunternehmen der London Stock Exchange,
ist die größte und wichtigste Börse Italiens

Die Bedeutung der Lombardei:

Die Lombardei ist der wirtschaftliche Motor Italiens und gleichzeitig eine der "Vier Motoren Europas",  d.h. der vier wirtschaftsstärksten Regionen der Europäischen Union: neben der Lombardei sind es Baden-Württemberg, Katalonien in Spanien und die französische Region Rhône-Alpes. Obwohl die Lombardei nur 8% des italienischen Territoriums ausmacht, produziert sie etwas mehr als 20% des wirtschaftlichen Reichtums Italiens, was die industrielle Produktion angeht etwa 25% b.

Die Wirtschaft der Region ist begünstigt vor allem durch die Lage im Norden Italiens, direkt angrenzend an Österreich und die Schweiz und unweit der Grenzübergänge nach Frankreich, was die Kontakte und den Austausch mit den Ländern Zentraleuropas erleichtert.

Die Gegend um die Hauptstadt Mailand spielt dabei die zentrale Rolle, vor allem, was den Dienstleistungssektor, den Handel und die Banken angeht. In Mailand sind auch die wichtigste Börse Italiens und der größte Messeplatz Europas ansässig. Das zweitwichtigste industrielle Zentrum der Lombardei ist die Gegend um Brescia.

links: der Hauptsitz der Firma "Pirelli" in Mailand / rechts: ein Werk der Firma "Italcementi" bei Rezzato
Fotos: Ema Vinadio
/ Luc19

Die wichtigsten Industriezweige:

Dienstleistungssektor macht etwa 65% der Wirtschaft der Lombardei aus, die Industrie 34% und die Landwirtschaft (siehe unten) etwa 1-2%. Unter den Dienstleistungen steht der Finanzsektor (Banken, Versicherungen, Börse) im Vordergrund.

Die Industrie ist von kleinen und mittleren Betrieben geprägt, aber auch von einigen multinationalen Unternehmen. Die wichtigsten Sektoren sind: die mechanische, elektronische und metallverarbeitende Industrie sowie die chemische, petrochemische und pharmazeutische Industrie. Weiterhin sind die Textilindustrie von Bedeutung (besonders die Schuhindustrie) und die Möbelindustrie.

Energiewirtschaft:

In der Poebene gibt es ausgedehnte Erdgasvorkommen, die besonders wichtig sind, weil Italien sonst über sehr wenige Bodenschätze verfügt. In den Alpenregionen ist dagegen die Produktion von elektrischer Energie durch Wasserkraftwerke bedeutsam.
 
links: der Flughafen Orio al Serio / rechts: Rolltreppen in der U-Bahn von Mailand
Fotos: Andrea Bertinotti
/ Luca Volpi

Transport und Verkehr:

Mailand ist Mittelpunkt eines dichten Autobahnnetzes, das die Lombardei nicht nur mit allen italienischen Regionen, sondern auch mit Östrreich, Schweiz und Frankreich verbindet. In Mailand und in Brescia gibt es zur Bewältigung der großen Pendlerströme moderne U-Bahn-Systeme.

Die Lombardei hat drei große Flughäfen: den Aeroporto internazionale Milano-Malpensa (MXP) in der Provinz Varese, den Aeroporto Enrico Forlanini, besser bekannt als Milano-Linate (LIN) in der Nähe von Mailand und den Aeroporto internazionale Orio al Serio (BGY) bei Bergamo, der hauptsächlich von Billigfluglinien genutzt wird.

Der Tourismus in der Lombardei:

Der Tourismus gehört nicht zu den Hauptwirtschaftszweigen der Lombardei, hat aber steigende Bedeutung und stellt in einigen Teilen der Region sogar den wichtigsten Wirtschaftsfaktor dar. Die beliebtesten Reiseziele der Lombardei sind die oberitalienischen Seen (Lago Maggiore, Comer See und die West-und Südküste des Gardasees), die Alpenregionen (besonders im Winter), sowie Städte wie Mailand, Bergamo, Brescia, Como, Cremona und Mantua, mit ihren Kunstschätzen und Museen.

Die Zahl der Ankünfte in der Lombardei beträgt pro Jahr 13,2 Millionen, die der Übernachtungen etwa 33 Millionen (2011), ungefähr die Hälfte davon kommt aus dem Ausland. Allerdings beziehen sich diese Zahlen nicht nur auf den Tourismus im klassischen Sinn (Urlaubsaufenthalte), da der Anteil der Übernachtungen von Geschäftsreisenden in der Lombardei (ca. 10-15%) höher ist als in anderen Regionen Italiens.
 
Reisfelder in der Poebene
Fotos: Alessandro Vecchi
/ Blackcat

Landwirtschaft:

Die Landwirtschaft, die früher zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Region zählte, macht heute nur noch etwa 1-2% der Wertschöpfung der Lombardei aus. Dennoch sind große Teile des Südens der Lombardei von ihr geprägt: die fruchtbare Poebene spielt vor allem mit dem intensiven Reisanbau eine wichtige Rolle. 42% der gesamten Reisproduktion Italiens kommen aus der Lombardei, besonders aus den Provinzen Pavia und Mailand.

Fernbusse nach Mailand:

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Unterkünfte in der Lombardei:

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