
Leonardo da Vinci
Selbstbildnis aus dem Jahr 1512 (im Alter von 60 Jahren) Biografie con Leonardo da Vinci:
(aus:
Wikipedia - freie Enzyclopedie,
2005) Leonardo wurde als unehelicher Sohn des Notars
Ser Piero und des Bauernmädchens Catarina geboren. Ihre Beziehungen zu Ser Piero
scheinen fast unmittelbar nach der Geburt des Sohns zu einem Ende gekommen zu
sein. Sie heiratete wenig später einen Accattabriga di Piero del Vacca aus
Vinci. Ser Piero seinerseits war viermal verheiratet und hatte von seinen beiden
letzten Frauen neun Söhne und zwei Töchter.
Ser Piero hatte den jungen Leonardo als Sohn anerkannt. Leonardo wuchs im Hause
des Vaters auf und verbrachte den größten Teil seiner Jugend in Florenz. In
dieser Stadt übte Ser Piero seinen Beruf mit Erfolg aus: Er war Notar vieler der
wichtigsten Familien der Stadt. Seine Klienten umfassten
sowohl die Medici als auch die Signoria oder den regierenden Rat des Staats. Der
ihm vor der Ehe geborene Sohn wuchs mit einer viel
versprechenden Jugend auf. Zu seiner Schönheit und Unternehmungslust kam ein
gewinnender Charme, Taktgefühl in der Gesellschaft und eine Begabung für
jegliche Fähigkeiten. Unermüdliche intellektuelle Energie und Neugier lagen
unterhalb dieser liebenswerten Oberfläche. Unter den verschiedenen Interessen,
die der junge Leonardo pflegte, waren seine liebsten zunächst Musik, Zeichnen
und Modellieren. Sein Vater zeigte einige seiner Zeichnungen einem Bekannten,
Andrea del Verrocchio, der sofort die künstlerische Berufung des Jungen erkannte
und von Ser Piero als Lehrer ausgewählt wurde...
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Der "Trattato della pittura"

"Trattato della pittura" von Leonardo da Vinci
Ausgabe aus dem Jahr 1651
(zuerst veröffentlicht: 1631)
In seinem "Trattato della
pittura" (Traktat von der Malerei)
gibt Leonardo nicht nur Anleitungen, wie man
malen und zeichnen lernt, er stellt auch
philosophische Betrachtungen über die Kunst an und
beschäftigt sich mit dem Empirismus der Wissenschaften. Für
Leonardo ist alles "Wissen eitel und voller Irrtümer,
das nicht von der (Sinnes-) Erfahrung, der Mutter aller Gewissheit, zur Welt
gebracht und nicht im wahrgenommenen Versuch" bestätigt
wird.
Das war für seine Zeit
keine selbstverständliche These, denn damals hatten
es neue Erkenntnisse schwer, sich gegen die Dogmen
der Kirche Roms und ihre unumstößlichen Wahrheiten durchzusetzen -
selbst, wenn man ihr Gegenteil beweisen konnte.
Leonardo stellt in dem Traktat auch die These auf, dass die
Malerei die höchste aller Künste sei, da sie differenziertere künstlerische
Ausdrucksmöglichkeiten habe als alle anderen.
Für Leonardo ist das Malen vor allem die Verwirklichung einer Idee - darin
liegt vielleicht auch der Grund, warum er relativ wenig Bilder gemalt hat.
Wenn er eine Idee umgesetzt hatte, dann hatte er einen Prototypen geschaffen
und wandte sich der nächsten Idee zu.
Der Text ist
frei con Copyright und wird vom "Progetto
Manuzio" zur Verfügung gestellt.
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