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Grotten und Höhlen auf Sardinien

Sardinien, Stintino
So kennt man Sardinien: hier die Nordostspitze Sardiens, bei Stintino.
Foto: Wolfgang Pruscha

Nicht nur Strände und kristallklares Wasser:

Sardinien lockt den Besucher vornehmlich als sonniges Urlaubsziel mit feinsandigen Stränden und kristallklarem Wasser. Die Mittelmeerinsel hat aber noch weitaus mehr zu bieten. So befinden sich auf ganz Sardinien zahlreiche Höhlen und Grotten, die einen Besuch wert sind. Neben eindrucksvollen Tropfsteinformationen und unterirdischen Seen bieten die Höhlen vielfach Einblick in die Geschichte Sardiniens.

Sardinien ist besonders über die Sommermonate ein beliebtes Reiseziel. Von Deutschland aus schnell erreichbar, bietet die Mittelmeerinsel günstige Reiseangebote zu paradiesischen Stränden, die einen perfekten Badeurlaub verheißen. Wer nach dem Sonnenbaden eine Abkühlung vertragen kann, dem seien die zahlreichen Höhlen und Grotten der Insel empfohlen.
Der Eingang zur Grotte Bue Marino
Der Eingang zur Grotte Bue Marino
Foto: Delaere

Die Grotta del Bue Marino - Zeuge vergangener Kulturen:

Die weitläufige Höhle von Bue Marino ist vor allem für archäologisch Interessierte einen Besuch wert. Ihr Name hat seinen Ursprung in der sardischen Fauna und bezieht sich auf die Mönchsrobbe, die außerhalb der Insel nahezu ausgestorben ist. Allerdings sind es keineswegs Robbenpopulationen, die den Besuch von Bue Marino lohnend machen, auch wenn diese noch bis vor wenigen Jahrzehnten hier vorhanden waren. Stattdessen bilden Felsmalereien aus der Jungsteinzeit — dargestellt sind tanzende Menschen — ein besonderes Highlight der Grotte. Weiterhin lockt die Höhle mit unterirdischen Seen und zahlreichen Tropfsteinformationen (hier kann man einige schöne Fotos ansehen, die Besucher geschossen haben).

Die Grotta del Bue Marino liegt an der Ostküste Sardiniens in der Nähe von Nuoro. Erreichbar ist sie mit dem Boot, die Abfahrt ist von den nahegelegenen Küstenorten Cala Gonone, Santa Maria Navarrese oder Arbatax möglich.
Die Grotta di Ispinigoli
Die Grotta di Ispinigoli
Karte: SehLax

Die Grotta di Ispinigoli - rekordverdächtig!

Ebenfalls an der Ostküste der Insel liegt die Grotta di Ispinigoli, die mit Superlativen wirbt. In ihrem Inneren befindet sich eine 38 Meter hohe Säule aus Kalk, entstanden aus dem Zusammentreffen eines Stalagmiten und eines Stalaktiten. Um die größte dieser Formation dieser Art in Europa soll es sich handeln. »Spina in Gola« wird die Säule genannt, was übersetzt »Dorn im Rachen« bedeutet und der Grotte somit auch ihren Namen gab. Auch das 40 Meter hohe Höhlengewölbe gilt als eines der höchsten Europas.

Dabei faszinieren die Formationen in der Grotta di Ispinigoli auch ohne einen Blick ins Guinessbuch. 15 Kilometer des Höhlenkomplexes sind erforscht, Besuchern zugänglich ist aber nur der große Saal im Eingangsbereich. Den Widerhall von Wasserplätschern am Fels wird man in dieser Grotte vergeblich suchen, denn sie gilt mittlerweile als fossil und weitgehend ausgetrocknet. Erreicht wird die Grotta di Ispinigoli von der Straße von Cala Gonone aus.
Der Lamarmorasee in der Neptun-Grotte
Der Lamarmorasee in der Neptun-Grotte
Foto: Wolfgang Pruscha

Die Neptungrotte - Sardiniens Besucherjuwel:

An der Westküste in der Nähe des Ortes Alghero befindet sich die Grotta di Nettuno (Neptungrotte). Auch hier handelt es sich um ein weitverzweigtes Höhlensystem, von dem jedoch nur ein recht kleiner Teil für Besucher zugänglich ist. Doch schon hier beeindrucken zahlreiche Säle, Tropfsteine und der unterirdische Salzsee. Wie in so vielen Höhlen hat man auch den Formationen der Neptungrotte bildmalerische Namen gegeben: So gibt es hier den Königspalast (Reggia) und die Tribuna della musica (Musiktribüne).

Erreichbar ist die Grotta di Nettuno auf zwei Wegen: Wer es sich zutraut, steigt über die sogenannte Rehleiter (Escala del Cabirol) über 600 Stufen an der steilen Felswand hinab. Ansonsten werden von Alghero aus besonders in der Hochsaison organisierte Bootstouren angeboten.

Tipps für die Höhlenerkundung:

Wer sich aufmacht, die Unterwelt der Insel zu erkunden, sollte auf gutes Schuhwerk achten. Viele der Höhlen sind weitläufig und verzweigt, einige Bereiche nicht einmal für Besucher, sondern nur für Forscher zugänglich. Führungen werden oft vor Ort, aber auch von Hotels und Reiseanbietern angeboten. Außerdem empfiehlt es sich, warme Kleidung mitzunehmen, da die Temperatur unter Tage beachtlich fallen kann. Zu guter Letzt sollte man sich unbedingt über die Öffnungszeiten informieren, bevor man die Anfahrt antritt: Auch viele Höhlen sind während der für Italien typischen langen Mittagspause (meist von 12.30 bis 15.30 Uhr) geschlossen.

Wenn Sie mehr wissen wollen:

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