Von den 72 Türmen, die die Stadt im
Mittelalter hatte, gibt es heute nur noch 13. Diese "case-torri" (Haustürme)
wurden von den reichen Adelsfamilien gebaut und waren damals in ganz
Mittelitalien stark verbreitet. Sie bildeten regelrechte kleine Festungen,
die bei den häufigen blutigen Auseinandersetzungen unter den Familien sehr
nützlich waren. Und sie waren auch Statussymbole: Je höher ein Turm, desto
mehr Prestige verkörperte er.
San Gimignano ist von der typischen
anmutigen Hügellandschaft der Toskana umgeben. Weinreben und Ölbäume, so
weit das Auge reicht. Obwohl die Menschen die Natur hier stark geformt
haben, sind die toskanischen Landschaften eine wahre Augenweide.
Die mächtige Porta San Giovanni ist der Hauptzugang zur Stadt.