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Was schreibt der Verlag über dieses Hörbuch?
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Wir stellen acht Reiseberichte vor, die jeder für sich Rom und
das Latium auf gänzlich unterschiedliche Art und Weise erschließen. Wir
begleiten einen Neunzehnjährigen auf seiner ersten Reise nach Rom (1). Voll gestopft
mit Wissen über die antike Stadt grübelt er über die richtige und vor allem
angemessene Art und Weise, wie man Rom betreten könne - und landet schließlich
im prallen Leben. Ein anderer Autor beginnt nach Reiseantritt zu zweifeln, ob
Rom römisch geblieben oder doch im europäischen Mainstream angekommen ist (2).
Roms Geschichte als Filmstadt und Stadt der Stars ist das Thema der
dritten Geschichte (3). Danach begleiten wir eine junge
Italienerin, die mit ihrer Vespa, dem „römischsten” aller modernen
Verkehrsmittel, die Stadt durchquert (4). |
Wohin führt Sie
dieses Hörbuch?
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Dabei erfahren wir, warum nur römischer Fahrtwind glücklich macht. Die nächste
Geschichte erzählt von J. Paul Getty, dem seinerzeit reichsten Mann der Welt, der in einer alten
römischen Poststation (5) seine zahlreichen Neurosen und Zwangsvorstellungen pflegen
konnte. Von teils seltsamen Obsessionen zeugen auch die Überreste der
etruskischen Totenstädte im römischen Umland (6), die wir danach besuchen. Wir gehen
der Frage auf den Grund, was das Latium seit jeher für Künstler so anziehend
macht (7).
Unsere Reise endet in Palestrina (8), einem, wie Thomas Mann schrieb, „Landstädtchen
der Sabiner Berge”, in dem man einen besonders reizvollen Kontrast zur römischen
Umtriebigkeit findet.
Mein persönlicher Kommentar
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Eigentlich war ich anfangs etwas skeptisch: Als Liebhaber des
Buchs in seiner klassischen Form hatte ich mich inzwischen an die literarischen
Hörbücher gewöhnt, sie werden das Buch zwar nie ersetzen, stellen aber
gelegentlich eine erholsame Alternative dar: sich mit geschlossenen Augen dem
Zuhören zu überlassen, kann sehr entspannend sein. Aber ein Reiseführer auf CD?
Das schien mir dann doch etwas zu "modisch" und wenig zweckmäßig. |
Siehe auch das FAZ-Hörbuch
über die Toskana:
Toskana - Über sanfte Hügel
und in
engen Gassen
(2 CDs)

Vorstellung des Hörbuchs |
Aber schon die erste Geschichte des Hörbuchs "Rom und Latium - Auf vielen Wegen
zur ewigen Stadt" hat mich in den Bann gezogen. Es handelt sich
nämlich keineswegs um einen klassischen, auf CD gebrannten Reiseführer. Die acht
Geschichten stellen eher Reiseerzählungen dar, die die Empfindungen der Autoren
in der ewigen Stadt und in deren weiterer Umgebung vermitteln. Sie sprechen über
Aspekte, die in dieser Form kaum in einem klassischen Reiseführer Platz hätten.
Rom und Latium eröffnen sich dem Zuhörer - auch dem, der die Stadt schon gut
kennt - von neuen, ungewohnten Seiten. Dabei findet man allerdings durchaus auch
einige konkrete und sehr interessante Reisetipps.
Beim Hören der acht Erzählungen, die vom Inhalt und vom Erzählstil sehr
verschieden sind, habe ich bemerkt, wie ich nach und nach begann, über meine
nächste Romreise nachzudenken, bei der ich sicher auch der interessanten
Umgebung mehr Aufmerksamkeit widmen werde als bei der vorhergehenden Reise. Was kann ein solches Reise-Hörbuch mehr leisten, als auf
eine wirkliche Reise neugierig zu machen? Und da ich in diesem Jahr nicht dazu
kommen werde, wird das Hörbuch sicher nicht zum letzten Mal im CD-Player gelegen
haben.
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