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Von Montefalco hat der Besucher einen weiten Blick
über die Ebene nach Perugia und Assisi.
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Montefalco (ca. 5.700
Einwohner) liegt in der
Provinz Perugia, strategisch günstig auf einem Hügel, 150 km von Rom
und 200 km von Florenz entfernt.
Montefalco bietet dem Kunst- und Weinliebhaber einen perfekten
Ausgangspunkt für interessante Ausflüge in die Umgebung. Am besten
beginnt man eine Entdeckungsreise mit der Besichtigung des Dorfes
selbst, wofür man etwa einen halben Tag einplanen sollte.
Spaziert der Besucher durch die engen Gässchen, die für Autos
beinahe zu eng sind, innerhalb der antiken Stadtmauern aus dem 14.
Jahrhundert, fällt sofort die besondere Baustruktur auf: Alle
Straßen sind so angelegt, dass sie auf dem Hauptplatz (Piazza del
Comune) wieder zusammen führen.
Nein, verlaufen kann man sich in dieser idyllischen Umgebung
bestimmt nicht. Ebenso wenig kommt man vorbei am lieben Wein!
Abgesehen vom herrlichen Blick auf die Weinberge der Umgebung, ist
Montefalco einer der wenigen Orte Italiens, an dem auch im Inneren
des Dorfes Weinbau betrieben wurde. Einige alte Rebstöcke erinnern
noch an diese Tradition. |
Süß ist wieder in! Zu
diesem Ergebnis kam der neueste Forschungsbericht aus Rom über den
Konsum von süßen Weinen Italiens. Hat man diese in den letzen Jahren
wohl eher als Dessertweine genossen, werden sie heute immer öfter
auch in Restaurants, Enoteken und Wine Bars getrunken.

Um ihre Kultur, Qualität und vor allem ihren Bekanntheitsgrad noch
weiter zu verbessern und zu fördern wurde im Dezember 2002 die "Fondazione
nazionale Vini Passiti" (Nationale Stiftung süßer Weine) gegründet. Ihr Hauptsitz befindet sich im malerischen Montefalco. |

Das Stadttor Porta S. Agostino
Entfernt man sich einige Schritte vom Hauptplatz, gelangt man zum
Museo Civico (Stadtmuseum), das in der ehemaligen Kirche San Francesco
untergebracht ist. Die Hauptattraktion ist hier bestimmt Benozzo Gozzolis
eindrucksvoller Freskenzyklus "Das Leben des heiligen Franziskus" aus dem
Jahre 1452, der stark an Giottos Fresken in Assisi erinnert. Weiters sind
berühmte Werke umbrischer Künstler wie Perugino, Tiberio d’Assisi und Niccolò
Alunno ausgestellt. Neben der Kirche beherbergt das Museum auch eine Pinakothek
und eine Krypta, wo man einzelne Fresken, archäologische Funde und Skulpturen
aus verschiedenen Epochen besichtigen kann.

Das Fresko von Benozzo Gozzoli in der Kirche San Fortunato
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Nach dem Museumsbesuch empfiehlt es sich in den Geschäfte des Zentrums oder
direkt beim Weinbauern einheimische Weine zu verkosten und zu erwerben. Die
bekanntesten Weine Montefalcos sind der rote Montefalco Sagrantino DOCG, den es
sowohl in trockener als auch in süßer Version gibt, der Montefalco Rosso DOC und
der Montefalco Bianco DOC.
Der Mensch lebt aber nicht vom Wein allein, daher sollte man nach dem
Weinkauf auch fürs leibliche Wohl sorgen. Eine Möglichkeit dazu bietet das Restaurant Coccorone, das nach dem
früheren Namen des Ortes benannt ist.
Die ausführliche Speise- und Weinkarte empfiehlt neben typischen Crostoni und anderen Vorspeisen vor allem Gerichte aus
der Gegend wie etwa Riso ai Funghi, Risotto di Melanzani, Gnocchi Ripieni. |
Sehenswertes in Montefalco:
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die Altstadt mit ihrer gut erhaltenen Stadtmauer
aus dem 13. Jahrhundert,
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die vier Stadttore,
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das Rathaus an der Piazza del Comune,
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die Kirche Sant'Agostino,
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die romanische Kirche San Bartolomeo,
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die Kirche Santa Chiara,
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die Kirche San Francesco (14. Jh.) mit der
Pinakothek (Werke von Perugino und Benozzo Gozzoli.),
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die Kirche San Fortunato
(15. Jh.) in der Nähe der Stadt mit Fresken von Benozzo Gozzoli
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Für
Fleischliebhaber gibt es mancherlei vom Schaf, Rind Hasen und Taube. Eine
besondere Spezialität, wieder einmal für Weinliebhaber, ist das Risotto al Sagrantino, das schon mit seiner rosa-violetten Farbe an die edlen Trauben
erinnert.
So ist der Besucher, zufrieden und gestärkt, bereit für neue Taten. Sein
Blick schweift ins Tal in die Ferne. Von Abenteuerlust gepackt, steigt
er ins Auto und steuert auf die Strada del Sagrantino (Sagrantino Weinstraße)
zu, die Montefalco mit den vier umliegenden Gemeinden verbindet.
Text:
Ute Hirschegger -
ute.hirschegger@gmx.at |