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La Kooperativa (siehe unten) ist der erste Reiseveranstalter
außerhalb Italiens, der diese 9-tägige Wanderreise von den Abruzzen
bis nach Molise über 95 Kilometer anbietet. Die Begegnungen mit
Menschen, die sich dieser Tradition verbunden fühlen, sind ein
wichtiger Bestandteil der Reise. Auf dem Weg passieren die Wanderer
Kirchen, Burgen und archäologische Ausgrabungsstätten wie Altilia,
einer Stadt des vorrömischen Bergvolkes der Samniten.
Die Tratturi sind ein Wegenetz, die bereits von den Samniten in
vorrömischer Zeit für ihre Viehtriebe von den Bergen hinab auf die
Weideflächen in den Ebenen Apuliens benutzt wurden. Anfang des 20.
Jahrhunderts ist diese Form des Viehtriebes aufgrund der
Industrialisierung langsam ausgestorben. Die 112 Meter breiten
Triften jedoch werden bis heute vom italienischen Staat in den
Regionen Abruzzen und Molise geschützt und dürfen weder bebaut noch
bewirtschaftet werden. Somit ist dieses einzigartige Wegenetz, das
ursprünglich aus neun „Hauptverkehrsadern“ bestand, erhalten
geblieben. In Apulien sind aufgrund der Besitzverhältnisse nur kurze
Teilstrecken begehbar.
1997 wurde der „Parco dei Tratturi del Molise“ ins Leben gerufen,
der sich auf über 4.000 Hektar vom Nationalpark Abruzzen bis zum
Nationalpark Gargano in Apulien erstreckt. 77 Gemeinden in Molise
von der adriatischen Küste bis hin in die Bergwelt des Matese liegen
direkt in diesem Park.
Obwohl die drei Regionen Abruzzen, Molise und Apulien bereits
EU-Fördergelder zur touristischen Entwicklung der Tratturi erhalten
haben, ist das Wegenetz für ortsunkundige Wanderer schwer zu
erkunden. Es existieren keine Wanderkarten und kaum touristische
Infrastruktur. Nur wer die italienische Sprache beherrscht und vor
Ort Menschen kennt, ist in der Lage, die richtigen Wege zu entdecken
und die Übernachtungsmöglichkeiten in kleinen Gast- und
Privathäusern zu organisieren.
Michaela Störr und Antonio Gargiso von La Kooperativa haben
die Reise zu Fuß ausgearbeitet. An Hand von 80 Satelliten-Karten ist
es ihnen gelungen, eine Strecke über 95 Kilometer von Viletta Barrea
in den Abruzzen bis nach Campobasso in Molise zu begehen. Auf der
Reise wird die Gruppe täglich zwischen 15 und 25 Kilometer mit bis
zu 600 Höhenmetern zurücklegen. Entlang der Reise passiert die
Gruppe grüne Täler und Wälder und kleine, liebevoll restaurierte
Bergdörfer mit Gasthäusern und Restaurants. Die Natur ist unberührt
und nur an wenigen Stellen sind Zeugnisse menschlicher Zivilisation
wie Hauptstraßen oder Klärwerke zu sehen. Es steht auch ein Kleinbus
zur Verfügung, mit dem die Reisenden, wenn nötig, eine Teilstrecke
zurücklegen können. |




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