Reise nach Italien - Deutsches Italienportal

"Ragazza motorizzata"
Mit der Vespa rund um Italien

Ragazza motorizzata
Die Titelseite des Reisetagebuchs von Nati Rasch
Alle Fotos auf dieser Seite sind diesem Buch entnommen.

Über dieses Buch:

Wann kann man eigentlich sagen, dass man Italien gut kennt? Nach einem ausgedehnten Urlaub am Teutonengrill in Rimini? Nach wiederholten Besuchen in den Museen von Florenz und Rom? Oder nach ein paar kulinarischen Rundreisen durch die Restaurants und Weinkeller von Umbrien und Toskana? Wohl kaum. Vielleicht kann man es von Nati Rausch sagen, die zwar in falscher Bescheidenheit von sich selbst behauptet, dass sie Italien nicht einmal ansatzweise versteht, aber dennoch mehr von Italien gesehen hat, als die meisten anderen blassgesichtigen Italien-Liebhaber.

Hier ist Nati noch im verregneten Deutschland...
Alles begann für sie in einer hundekalten Herbstnacht in Mecklenburg, als sie den Entschluss für ihr Abenteuer fasste und endete viele Monate später an einem eisigen, vielleicht noch kälteren Herbsttag in Verona, als dieses Abenteuer glücklich zu Ende ging. Dazwischen lagen 8.800 km auf einer Vespa, bei der sie in 14 Wochen 18 der 20 italienischen Regionen durchbraust hat und während derer sie so ziemlich alles erlebt hat, was man von Italien erleben kann: von traumhaften Stränden und Landschaften bis hin zu hässlichen müllüberladenen Vororten und Industrievierteln. Alles das hat sie überdies in allen wohl denkbaren meteorologischen Varianten überlebt: bei glühender Hitze, strömendem Regen, dichtem Nebel und an den schon erwähnten eiskalten letzten Tagen der Reise - immer mutterseelenallein auf ihrer "Mimi", wie sie die knallrote Vespa nennt, die trotz ihrer mageren 50 Kubikzentimer und trotz gelegentlich extremen Fahrtbedingungen während der ganzen Italienumrundung nicht ein einziges Mal schlapp gemacht hat. Complimenti auch für die Vespa!

... aber hier schon im sonnigen Italien!
Und da Nati ein ausgesprochen kommunikationsfreudigers Wesen ist, hat sie in dieser Zeit eine Menge Leute kennengelernt, natürlich viele Italiener, aber dank ihrer auf Sparsamkeit bedachten Übernachtungen in italienischen Jugendherbergen auch Italien-Traveller aus aller Herren Länder. So ist am Ende ihr Reisetagebuch nicht nur ein Portrait Italiens, sondern auch eins seiner Bewohner und Besucher.

Und das ist Mimi, die knallrote Vespa, die auf 8.800 km nie schlapp gemacht hat.
Hier bei einer wohlverdienten Siesta.
Natürlich ist es ihr ganz persönliches Italien-Portrait, denn man kann Italien in so vielen grundverschienen Arten erleben und verstehen wollen, wie es ernsthafte Versuche dazu gibt. An diesem Punkt muss ich nämlich zwei Sachen sagen, die mir aus meiner, inzwischen 30jähriger Erfahrung als deutscher Auswanderer in Italien, beim Lesen des Buchs aufgefallen sind: Als Nati nach der Alpenüberquerung im Autozug in Triest losfährt, hatte sie zwar eine Reiseroute im Kopf, aber keinen Baedecker im Gepäck und so habe ich mehrere Male fast schmerzhaft bemerkt, wie Nati ahnungslos an einigen wirklichen Italien-Highlights vorbeigerauscht ist, wahrscheinlich nur, weil niemand ihrer vielen Reisebekanntschaften sie darauf hingewiesen hat. Reiseführer sind doch nicht ganz überflüssig und das einfach-drauflos-fahren vielleicht auch nicht die beste Art, Italien zu umrunden. Aber auf so viel Reiseführer-Lob würde Nati vielleicht antworten, wie sie es auf Seite 164 tut: "Bitte, bitte entspannt euch, ihr Teutonen! Lasst ruhig einmal fünfe gerade sein und tut mal wieder was Verrücktes". Und möglicherweise hat sie damit gar nicht so unrecht.

Aber eins muss ich noch loswerden: ebenso schmerzlich wurde mir am Ende des Buches klar: wie viel mehr hätte die liebenswürdige Nati von Italien erlebt und verstanden (ohne einen Kilometer mehr fahren zu müssen), wenn sie nicht nur einfache italienische Infinitiv-Sätze wie "Io andare in città" hätte produzieren können. Ein paar Wochen Italienisch-Sprachkurs vor der Reise wären sicher nicht schlecht gewesen. Denn ein Land versteht eigentlich nur, wer seine Sprache gut versteht.

Um ein solches Foto machen zu können, nimmt man schon mal einige Strapazen in Kauf.
Aufgenommen in Scilla (Kalabrien).
Nach so viel kritischen und vielleicht typisch pingelig-teutonischen Anmerkungen möchte ich allerdings noch die Hauptstärke des Buches erwähnen: Die 200 Seiten ihres Italien-Abenteuers sind ein großartiger Lesespaß! Die witzig-spritzige Art des Erzählens von Nati Rasch - gepaart mit einer gehörigen Dosis Selbstironie - lassen beim Lesen nie Langeweile aufkommen. Sie weiß auch mit der deutschen Sprache umzugehen und kreiert ständig Wort-Bilder, die mich gelegentlich gehörig zum Lachen brachten. So z.B. als sie beim Betrachten eines Touristen, der mit Hilfe eines überdimensionieten Tablets ein Foto schießen will, schreibt: "Er sieht ungefähr so aus, als hätte er digitales Brett vor dem Kopf". Grandioso!

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