|
Italienische
Küche Rezepte: Italienische Speziaitäten im Internet: Italienische Spezialitäten: "Gustini" Bücher: Restaurant-Report "Zum Italiener" Zeitschriften: Andere Artikel über die italienische Küche: Gebrauchs- Die italienische Zeitschriften
|
Wo man was in Italien essen kann. Und was Sie dabei beachten sollten, um keine Überraschungen zu erleben. Oder um keine schlechte Figur zu machen.
1. Wo kann man in Italien seinen Hunger stillen?
La Pizzeria
Hier gehen Sie auf Nummer Sicher, denn hier gibt es das, was Sie auch aus
Deutschland kennen: die Pizza. Und wenn Sie die bei den Italienern verpönte Kombination Pizza/Wein vermeiden, werden Sie auch vom Kellner nicht
mitleidsvoll angesehen.Il Ristorante-Pizzeria Immer häufiger anzutreffen: hier gibt es sowohl Pizza, als auch "Primi" und "Secondi"
(mehr dazu unten), also Spaghetti, Risotti, Fleichgerichte und Gemüse auf der Speisekarte. Erwarten Sie hier allerdings keine Fünf-Sterne-Küche.L'Osteria Das Wörterbuch sagt: "Wirtshaus, Schenke". Meist in kleinen Städtchen zu finden, oft
überwiegend von Einheimischen besucht. In der Regel finden Sie hier eine sehr reduzierte Speisekarte mit einfachen Speisen. Merkwürdigerweise maskieren sich
in den großen Städten neuerdings auch Edel-Restaurants mit dem Titel "Osteria", so als ob ein Ferrari-Besitzer seine Edelkarosse "Fiat 500" nennen würde.La Trattoria Am ehesten mit dem traditionellen "Gasthaus" zu vergleichen. Vom Niveau etwas
höher als die sehr volkstümliche "Osteria". Oft spezialisieren sich die Trattorien auf die lokale / regionale Küche. Eine echte, meist auch preiswertere Alternative zum Ristorante.Il Ristorante Das klassische Restaurant. Hier finden Sie in der Regel keine Pizza und auch
keine Panini. Bevor Sie sich an den Tisch setzen, sollten Sie sich allerdings die Preisliste ansehen, denn die Preise in den Restaurants
sind in Italien meist höher als in Deutschland.L'Agriturismo Eine neue Mode in Italien und nicht die schlechteste: eigentlich bedeutet das
Wort "Ferien auf dem Bauernhof", was auch in Italien immer beliebter wird. Aber die meisten "Agriturimi" sind eine Art Trattoria, die allerdings
überwiegend nur Lebensmittel aus eigenem Anbau oder eigener Zucht anbieten dürfen (dafür haben sie gegenüber Restaurants steuerliche Vorteile). Ein "Agriturismo"
bietet nur eine sehr begrenzte Speisenauswahl an - manchmal gibt es sogar nur ein einziges Menu, das dann jeden Tag wechselt - die Qualität ist
allerdings in der Regel sehr gut und es gibt kaum einen besseren Ort, um die regionalen oder lokalen Spezialitäten kennen zu lernen. Aufgewärmte
Tiefkühlgerichte gibt's hier nicht. Oft bietet Ihnen ein Agriturismus, der auch sehr groß sein kann, eine ausgesprochen angenehme familiäre Atmosphäre.
Probieren Sie mal einen! Am besten lassen Sie sich von einem ortskundigen Italiener einen Tipp geben, wo es am besten schmeckt.Il Bar In den letzten Jahren sind viele Bars, besonders in den großen Städten, dazu
übergegangen, außer den klassischen Panini, die eigentlich als schnelles Mittagsmahl schon reichen können, auch Primi piatti (Nudel- und
Reisgerichte), Pizzette (kleine Pizzastücke) und Salate anzubieten. Wenn Sie zwischen einem Museumsbesuch und dem anderen keine Zeit und Lust auf einen
Busuch im Restaurant haben, ist die Bar fast die ideale Lösung. Allerdings nicht fürs Abendessen, denn die Bars schließen in der Regel um halb acht und nach
fünf gibt's in der Regel nur noch die schalen Reste des Tages, wenn überhaupt.Mc Donalds & Co. Die gibt es in Italien natürlich auch, und diese Esslokale sind die exakten
Fotokopien ihrer gleichnamigen Filialen in Tokio, New York oder Hintertupfingen. Italienisches dürfen Sie hier natürlich nicht erwarten und
die freundlichen Jungen und Mädchen an der Kasse sind wahrscheinlich nicht aus Rom, Venedig oder Florenz, sondern eher aus Indien, Marokko oder Nigeria.2. Treten Sie ein...
Buon giorno!
Auch wenn das Lokal halb leer ist, sollten Sie sich nicht einfach an einen freien
Tisch setzen, sondern erst mal auf einen Kellner warten. Dem sagen Sie dann, für wie viele Personen Sie einen Tisch suchen
und lassen sich von ihm einen zuweisen. Wenn der Kellner sich wichtig fühlen darf, wird er netter zu Ihnen sein...Vietato fumare! In Italien ist
in allen öffentlichen Räumen das Rauchen verboten. Also auch da, wo Sie
essen wollen. Vietato fumare! Sehr wenige Esslokale haben eigene
Raucherabteile, deshalb sollten Sie, wenn Sie wirklich nicht ohne auskommen,
lieber für 5 Minuten rausgehen und da ihrem Laster nachgehen. Das ist auch sehr kommunikativ, denn
da draußen werden Sie höchstwahrscheinlich andere Leidensgenossen
treffen, die das gleiche Bedürfnis rausgetrieben hat.
3. Kommen wir endlich zum Essen!
I primi
Die in Deutschland üblichen Gerichte vom Typ "Jägerschnitzel mit Nudeln und
Salat" (die Italiener nennen das "piatto unico") gibt es in Italien nicht. Den Unterschied zwischen "Primi" und "Secondi" kennen Sie vielleicht schon
von den italienischen Restaurants in Deutschland. Die Primi sind normalerweise Nudelgerichte (pasta) oder Reisgerichte (risotto), die je nach
Region sehr verschieden sein können. Die Portionen sind bei den "Primi" eher klein, denn schließlich gibt es danach die "Secondi"!I secondi Unter "Secondi" versteht man die Fleisch- oder Fischgerichte. Die in Deutschland
sehr verbreitete Verbindung von Fleisch und Fisch mit Kartoffeln, Nudeln oder Reis suchen Sie auf einer italienischen Speisekarte vergeblich.
Kartoffeln, Gemüse und Salat finden Sie unter "Contorni" (Beilagen), wo es allerdings weder Nudeln noch Reis gibt, das gab es schließlich schon bei den
"Primi".Il dolce Die
Krönung eines jeden Essens sind die "Dolci": Süßspeisen oder Eis. Weitere Erklärungen sind hier eigentlich überflüssig. Auch wenn Sie nicht viel von
dem verstehen, was auf der Speisekarte unter diesem Punkt aufgeführt wird, probieren und genießen Sie es einfach...Il caffé Nach dem Essen ist für den Italiener der Caffè (natürlich
nicht der deutsche Kaffee sondern der Espresso) eine
Pflichtübung. Versuchen Sie an diesem Punkt, Ihren Wunsch nach einem Capuccino zu unterdrücken, sonst könnten Sie im Ansehen des Kellners
ganz nach unten rutschen: den Capuccino trinkt man doch schließlich nur am Morgen, danach tun das nur die Deutschen, Engländer und Amerikaner, die sowieso kaum was vom Essen verstehen!4. Nach dem Essen: das Bezahlen
Il "coperto" oder: wie man die Speisen verteuern kann, ohne dass der Gast es merkt...
Sie haben gegessen und als guter Deutscher, der Sie sind, haben Sie, noch
bevor der Kellner die Rechnung bringt, bereits die Preise aller verspeisten Leckereien summiert. Jetzt erwarten Sie eigentlich nur noch die
Bestätigung Ihrer Rechenleistung, müssen aber eine Überraschung erleben: der Kellner will mehr, als Sie errechnet haben! Beschuldigen Sie ihn jetzt nicht der
Unehrlichkeit, der Grund ist nämlich im Kleingedruckten auf der Speisekarte zu finden, das Sie wahrscheinlich übersehen haben: "Coperto 2 €" könnte da zum
Beispiel gestanden haben. "Coperto" ist eine Art Benutzungsgebühr für Teller, Gläser, Besteck, Tischdecken, Servietten und vielleicht auch für die Atemluft im
Restaurant, so genau weiß das niemand. Ein "Coperto" wird jedenfalls immer dazugerechnet, pro Person versteht sich, unabhängig davon, was und wie viel Sie gegessen haben.Zusammen oder getrennt? Die einfachste Art, sich im Restaurant unbeliebt zu machen, ist, am Ende eines
kulinarischen Gelages von mehreren Personen getrennte Kasse zu verlangen. Einige Restaurants und Pizzerien lehnen dies sogar kategorisch ab und weisen
mit mehr oder weniger höflichen Schildern an der Kasse auch darauf hin. Wählen Sie die von den meisten Italienern praktizierte Lösung: Sie teilen die Gesamtsumme einfach durch die Zahl der
Teilnehmer und sehen gnädig darüber hinweg, ob der eine vielleicht ein Glas Bier mehr als der andere hinuntergespült hat. Wenn Ihnen das gegen
den Strich geht, dann genehmigen Sie sich das nächste Mal eben ein Glas Schnaps mehr als die anderen...Trinkgeld: ja oder nein? Was Sie beim "Coperto" mehr gezahlt haben, das können Sie beim Trinkgeld
wieder reinholen: das ist in Italien nämlich nicht obligatorisch, abgesehen vielleicht von Nobelrestaurants, die der Normaltourist aber sowieso nicht aufsuchen
sollte, wenn er sich und seine Familie nicht ruinieren will. Sie brauchen also kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Sie genau den geforderten Betrag bezahlen
und niemand wird Sie deswegen für einen Geizkragen halten. Wenn Sie aber trotzdem etwas geben wollen, wird man Ihnen natürlich danken...Last not least: la "ricevuta fiscale" Niemand zahlt gerne Steuern, und in Italien ist die Steuerhinterziehung eine Art
Volkssport, verbreiteter und beliebter noch als der Fußball. Wenn Ihnen nach dem Bezahlen keine "Ricevuta fiscale" (das ist der gesetzlich
vorgeschriebene Kassenbon) ausgehändigt wird oder nur ein handbeschriebenes Zettelchen, dann helfen Sie dem Restaurantbesitzer,
den italienischen Staat ein kleines bisschen zu betrügen. Verlangen Sie die Ricevuta, und wenn Sie sie erhalten haben, werfen Sie sie nicht gleich weg!
Denn es kann durchaus passieren, dass Sie hundert Meter nach dem Ausgang von einem höflichen Steuerfahnder danach gefragt werden. Und wenn Sie keine
Ricevuta vorweisen können, zahlt nicht nur der Restaurantbesitzer, auch Sie werden zur Kasse gebeten! Solche Kontrollen kommen zwar nicht so häufig vor, aber sie kommen vor - genauso wie
auch die Geschwindigkeitskontrollen auf der Autobahn.Siehe auch: Alle Seiten über die italienische KücheItalienische Kochbücher, italienische Weine, italienische Rezepte, italienische Gastronomie in Deutschland, italienische Spezialitäten aus dem Internet.Und vieles andere. [Kapitel] Kostenloser Newsletter:Inhaltsverzeichnisse (über 650 Seiten): |
Tipps für Italienfreunde
Organisieren Sie Ihre Reise nach Italien
|
Vom gleichen Webmaster sind:
www.viaggio-in-germania.de - Portale italiano sulla Germania
www.viaggio-in-austria.it - Portale italiano sull'Austria
![]()