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"Monaco, Italia - Geschichten vom Ankommen in Deutschland"
Über die Italiener in Deutschland

Dieser Film von Alessandro Melazzini erzählt vom Leben einiger der 600.000 Italiener, die in Deutschland leben, erzählt ihre Geschichte, ihre alltäglichen Probleme und ihr Verhältnis zu den Deutschen.
Ein Oberst der italienischen Armee, die Arbeiterfamilie Lando, ein italienischer Zahntechniker und seine Frau Verena, die in ihrer neuen bayrischen Heimat zur Stadträtin gewählt wurde, der Pfarrer Sandro Rossi, Laura, die die deutsche Literatrur liebt, Maria, die Geschäftsführerin eines italienischen Restaurants und der junge Roberto aus Bergamo, der in Deutschland Ingenieur geworden ist - was hat sie nach Bayern gebracht?

Sie sind einige von 600.000 Italienern, die in Deutschland leben und jeder von ihnen hat eine eigene Geschichte. In der Bundesrepublik werden diese zugereisten Bürger zu den am besten integrierten gezählt.

Vier Millionen Auswanderer haben sich seit der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts entschlossen, ihr Glück jenseits der Alpen zu suchen. Viele davon sind zurückgekehrt, viele jedoch auch geblieben.
Und obwohl in den vergangenen Jahrzehnten der Fluss gen Norden ins Stocken geraten ist, entwickelt sich in jüngster Zeit eine neue Form der Auswanderung: die der Techniker und Wissenschaftler, die außer Landes bessere Bedigungen für Studium und Forschung vorfinden.

"München ist die nördlichste Stadt Italiens", pflegen die Bewohner der bayerischen Hauptstadt zu sagen.
Sicher ist das ihren vielen architektonischen Reminiszenzen geschuldet, aber auch ihren vielen Einwohnern italienischer Herkunft. Denn während Deutschland seit einiger Zeit in Mode ist und Berlin die ‚trendigste' Hauptstadt des Kontinents, pflegte Bayern schon immer besondere Beziehungen mit unserem Land.

Einhunderttausend Landsleute leben in Bayern, darunter zwanzigtausend allein in München. "Monaco, Italia" wollte einige ihrer Schicksale erkunden und hat dabei Spuren der 'Italianità' sogar in Provinz-Städtchen mit ihren Spitzgiebeln und in Dörfern mitten in den verschneiten Wäldern Frankens gefunden.

Filmdaten:

Produktionsland: Deutschland
Jahr: 2011
Länge: 55 Minuten
Sprache: Italienisch mit deutschen Untertiteln
Bonusmaterial: 33 Minuten, auf Deutsch
Regie und Drehbuch: Alessandro Melazzini
Kamera: Alessandro Melazzini e Claudio Cumani
Schnitt:  Paolo Turla
Musik:  Sebastiano Forte
Tonmischung:  Giovanni Provenzale
Produktion:  Alpenway Media Production GmbH
Weitere Informationen zum Film:  www.monacoitalia.com

Mein Kommentar:

"Deutschland brauchte Gastarbeiter, aber es kamen Menschen". Ein eigentlich banaler Satz, aber dahinter steht mehr Wahrheit, als vordergründig erscheint. In den 50er und 60er Jahren hatte Deutschland einen fast verzweifelten Bedarf an Arbeitskräften, um das völlig zerstörte Land wieder aufzubauen. Die Italiener waren untrer den den ersten, die kamen und tatkräftig mithalfen, das Land zur Wirtschaftsnation Nummer 1 in Europa zu machen.

Heute leben viele von ihnen schon in zweiter und dritter Generation hier bei uns. Die italienischen Restaurants, die Pizzerien, das Eiscafè, sie gehören schon zum deutschen Alltag und niemand möchte sie missen. Italien gehört schon seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen und viele glauben "die Italiener" inzwischen schon gut zu kennen.

Aber nur wenige wissen wirklich, was es für einen Italiener bedeutet, in Deutschland zu leben, mit welchen Problemen er/sie besonders am Anfang zu kämpfen hat, welcher Kulturschock auf die neuen Einwanderer oft zukommt, vor allem, wenn sie im Süden Italiens aufgewachsen sind. Es sind ja nicht nur die Sprachprobleme, es sind vor allem die vielen für Italiener fremden Gewohnheiten und Eigenarten des deutschen Alltagslebens, die man akzeptieren muss, auch wenn es nicht immer einfach ist.

Was den Film von Alessandro Melazzini vor allem auszeichnet, ist die Tatsache, das er sich darauf beschränkt, die Italiener selbst sprechen zu lassen, ohne Kommentare dazu abzugeben. So entsteht beim Zuschauer ein lebendiges und sehr realistisches Bild derjenigen, die oft nicht freiwillig Deutschland als neue Heimat gewählt haben. Die "Gastarbeiter" werden zu "Menschen".

Aber am Ende des Films versteht der deutsche Zuschauer noch etwas anderes. Dass nämlich das Zusammenleben mit den eingewanderten Italienern auch die Deutschen verändert hat. Vielleicht wird das besonders klar in München (wo die meisten der Protagonisten des Films leben), denn München war schon immer die südländischste Stadt Deutschlands. Die hier lebenden Italiener haben die Deutschen sicher ein wenig "italienisiert", wofür man ihnen nur danken kann. Und sie selbst sind oft ein bisschen "deutscher" geworden, und dafür sind die meisten von ihnen ebenso dankbar.

Der Filmtrailer:

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