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Home > Städte und Landschaften > Gardasee > Kurzurlaub am Gardasee
Manuela und Toni sind ein junges Paar aus Rosenheim, die ein gemeinsames Hobby haben: das Reisen. Auf ihrer Homepage kann man Reiseberichte aus aller Herren Länder lesen. Und da Manuela auch eine begeisterte Hobbyfotografin ist, gibt's auch viel zu sehen! Hier ihr Reisebericht über den Gardasee - zum Glück für sie nur 3,5 Autostunden von Rosenheim...


Eine Schifffahrt auf dem Gardasee
Alle Fotos auf dieser Seite sind von Manuela

Schon seit einigen Jahren verbringen wir immer mal wieder unseren (Kurz-) Urlaub am schönen Gardasee in Norditalien. Die Fahrtzeit von Rosenheim aus beträgt knappe dreieinhalb Stunden. Einfach perfekt, wenn man "mal schnell" in den Süden düsen möchte.

Hier die Homepage von Manuela:
www.sheridane.de

Der Gardasee ist mit einer Länge von fast 52 km, einer Breite von zwischen 2,4 und 17 km und einer Tiefe von bis zu 346 m der größte See Italiens. Die herrliche Landschaft zieht die Touristen Jahr für Jahr wieder an. Kein Wunder, denn die Orte rund um den See herum sind wirklich niedlich!

In den ersten Jahren wohnten wir in einem schönen gemütlichen Ferienhaus oberhalb von Limone (Tremosine/Pieve), welches in Familienbesitz war. Die Fahrt dorthin dauerte zwar ziemlich lange, da der Weg kurvig und steil war. Dafür aber war die Aussicht umso schöner. Vom Balkon aus hatten wir einen herrlichen Blick über einen Teil des Sees, hinüber nach Malcesine und auf die umliegenden Ferienhäuser. Lustig war auch, dass manche Segelflieger meist weit unter uns flogen. ;-)


Der Blick vom Balkon oberhalb von Limone über den See nach Malcesine.

Die Gegend dort ist ziemlich ruhig, sodass wir uns auch richtig gut erholen konnten. Das Haus hatte alles, was man sich nur wünschen kann und war ausgestattet für bis zu 6 Personen. Ein Traum war auch das Frühstücken am Balkon mit Blick auf den See ... traumhaft!!

Im Laufe der Jahre schauten wir uns natürlich auch die Gegend rund um den Gardasee etwas näher an und stellten z.T. große Unterschiede zwischen den Städten fest.

Am nördlichsten Punkt des Sees liegt Riva. Die 14.000-Einwohner-Stadt liegt windgeschützt in einer Bucht und ist die zweitgrößte Stadt am See.


Riva - Uferpromenade

Die Geschäfte dort sind etwas feiner als in den übrigen Orten und auch die Einheimischen scheinen den Touristen etwas stolzer gegenüber zu treten. Zu sehen gibt es die Inviolata-Kirche, den Apponale-Turm, die Stadtburg Rocca und vieles mehr. Zum Ausruhen empfiehlt sich die Hafenpromenade mit Blick auf den See.


Riva - der Tretboothafen

Fährt man am Westufer entlang Richtung Süden kommt man nach Limone. Der fast malerischste Ort am Gardasee. Die Häuser sind von Pflanzen umrankt, der See drängt sich an die Fassaden. In den verwinkelten und steilen Gässchen gibt es viele Restaurants und Läden. Entlang der Promenade hat man wiederum einen schönen Blick auf den See.

Wie oben schon erwähnt, liegen etwas oberhalb von Limone die Orte Tremosine und Pieve, die nur wenige Touristen kennen. Zwar reihen sich dort die Ferienhäuser aneinander, dennoch ist es ziemlich ruhig geblieben.


Die Dorfkirche von Pieve

Beide Orte sind klein und idyllisch, stellen ein typisches italienisches Dorf dar mit kleinen Pizzerias und Supermärkten. Im Hinterland gibt es unzählige Wanderwege, eine nette Käserei und schöne Radwege. Auch hat man von hier aus einen netten Blick hinunter auf den See.


Ein schöner Blick von Pieve hinunter auf den See.

Etwas weiter Richtung Süden kommt man nach Salò, das Gegenstück zu Riva. Der Ort hat zwar etwas weniger Einwohner als Riva, dafür aber mehr südliche Großzügigkeit. Zu sehen gibt es u. a. den Dom Santa Maria Anunziata, den Palazzi und viele Museen.

Ganz im Süden angekommen, findet man sich in Sirmione wieder. In diesem knapp 5.500-Einwohner-Ort gibt es Tourismus pur und es wird fast ausschließlich Deutsch gesprochen. Parkplätze
findet man kaum, zudem darf man die wenigen, die es gibt, nur zeitlich begrenzt nutzen. Interessant sind die Grotten – eine archäologische Touristenattraktion. Der Eingang in die Stadt führt durch das Kastell der Scaliger hindurch – einen Wehrbau aus dem Jahre 1250. Vom Turm des Kastells aus überblickt man die gesamte Halbinsel.


Die Scaliger-Burg von Sirmione

Nur wenige Kilometer von Sirmione entfernt liegt Gardaland – Italien’s größter Freizeitpark. Ein Spaß für alle Generationen, in dem es jedes Jahr wieder neue Attraktionen zu bestaunen gibt. Einen Bericht hierzu findet Ihr hier.


Gardaland: der Eingang ins "Kinderland"

Fährt man entlang des Ostufers, trifft man auf die Orte Lazise, Bardolino, Garda, Malcésine und Tórbole. Malcésine ist mein Lieblingsort am Gardasee. Fährt man mit dem Schiff dorthin, erblickt man schon von weitem die Scaliger-Burg, die man natürlich besichtigen kann und von der man einen schönen Panorama-Blick über den See genießt.


Geht man entlang der Strandpromenade von Malcesine,
stößt man auf einen schönen Strand.

Hinter der Burg erstrecken sich viele kleine Gassen mit netten Souvenirläden. Entlang der Uferpromenade kommt man an richtigen Villen vorbei – natürlich mit großer Parkanlage. Davor ankern die dazugehörigen Schiffe.

Der Ort Garda ist schon wieder etwas mehr auf den Tourismus abgestimmt. Hier sieht man auch einige Palazzi – ehemalige Residenzen Adeliger, die auch immer noch bewohnt sind.

Nicht weit von Garda entfernt liegen der Safari-Park und der Dinosaurier-Park. Durch den Safari-Park kann man mit dem eigenen Auto fahren, muss allerdings auf Löwen, Affen etc. achtgeben. Ein schönes Erlebnis, denn man erlebt die Tiere aus unmittelbarer Nähe. Natürlich darf man nicht aussteigen und auch das Fenster sollte geschlossen bleiben. Denn es kann schon mal vorkommen, dass auf einmal ein Affe auf dem Auto sitzt oder ein Nashorn den Weg kreuzt.

Der Dino-Park erzählt die Geschichte der Dinos im Laufe der Jahre. Die Dinosaurier sind aus Plastik gestaltet und manchmal auch sehr bunt bemalt. Nicht unbedingt sehenswert, da ziemlich kitschig.


Ein fotogener Ziegenbock ;-)

Etwas unterhalb befindet sich ein ganz normaler Zoo, in dem die üblichen Tierarten zu sehen sind. Hier kann man schön durchschlendern und sich an verschiedenen Ecken was zum Essen kaufen und genießen.

Bardolino ist ein eher nüchterner Ort; kein Gassengewirr, sondern mehrere Fußgängerzonen hat der Ort zu bieten. Zu
sehen gibt’s ein paar Kirchen bzw. Gotteshäuser und einige Museen.

Auf der Fahrt vom einen zum anderen Ort kamen wir noch durch viele andere kleine Dörfer hindurch, die wir uns aber nicht näher angeschaut haben bzw. die nicht wirklich erwähnenswert sind.

Alles in allem können wir eine Rundfahrt um den See nur empfehlen. Am besten natürlich mit einem Cabrio. – Dann wird die Fahrt zu einem wahren Erlebnis!! Man muss jedoch viel Zeit einplanen, denn die Entfernungen sind größer als zunächst gedacht.

Wir freuen uns schon jetzt wieder sehr auf unseren nächsten Besuch am Gardasee, denn es ist einfach immer wieder schön, durch die Orte zu schlendern und das italienische Flair zu genießen.

Text und Fotos:
Manuela Weiland
Die Homepage von Manuela Weiland:
www.sheridane.de

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Südtirol und das Trentino
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