www.reise-nach-italien.de

Reise nach Italien - Deutsches Italienportal

Cinque Terre - ein Reisebricht (1)

Genua: Infos

Genua: Fotos

Riviera di Levante

Albenga

Das "Fürstentum" Seborga

Cinque Terre

Hotels in Cinque Terre

Hotels in Genua

Hotels in Ligurien

Ferienwohnungen in Ligurien

Das Wetter in Ligurien

Der Dialekt Liguriens

Sprachschulen in Ligurien

Die Regionen von Italien

Aostatal, Piemont

Ligurien

Lombardei

Trentino-Südtirol

Venetien

Venedig

Gardasee

Friaul Julisch Venetien

Emilia Romagna

Toskana

Florenz

Umbrien

Marken

Abruzzen, Molise

Rom

Latium

Kampanien

Kalabrien

Apulien

Basilikata

Sizilien

Sardinien

Italienfotos

Webmaster

Mitarbeiter

Newsletter

Werbung

Statistiken

Impressum

Genua und Ligurien. Reiseführer

Fabrizio Ardito: Genua und Ligurien


Mehr Bücher über Italien...

Home > Städte und Landschaften > Ligurien > Cinque Terre (Reisebericht)

Zweiter Teil des Reiseberichts von Anke Schlingemann und Detlef Hälker.


Der Comer See
Alle Fotos auf dieser Seite sind von Anke Schlingemann

Programm des zweiten Teils:

10. Juni Ravenna
11. Juni Ravenna - Dozza – Bologna
12. Juni Bologna – Marareta – Modena – Maranello - Mantua
13. Juni Mantua – Piemont / Barolo
14. Juni Piemont – Rocca – Comer See / Bellagio
15. Juni Comer See - Bellagio – Tremezzo
16. Juni Comer See - Varenna – Bellagio
17. Juni Schaffhausen – Hamburg
 

10. Juni: Ravenna

Viel zu schnell ging die erste Urlaubswoche herum. Unser nächstes Ziel ist Ravenna – die Stadt der Mosaiken. Zunächst sehen wir uns in Classe - 5 km südlich von Ravenna - die Basilika Sant’Apollinaire aus dem 6. Jh. an. Phantastische Mosaiken beeindrucken uns und stimmen uns auf Ravenna ein.

Leider geraten wird kurz darauf in einen Stau - viele Italiener suchen zum Wochenende die Küstenregion auf. Auch ein Quartier am Meer ist nicht zu finden, so dass wir beschließen, unser Glück direkt in Ravenna zu versuchen. Hier haben wir mehr Glück und finden ein Hotel in der Innenstadt, in der Nähe der Piazza del Popolo.

Einst lag Ravenna -genau wie Venedig - am Meer. Von der Lagunenstadt ist heute nichts mehr übrig. Das Meer zog sich zurück. Heute schafft ein 10 km langer Kanal die Verbindung. Die Stadt (137.000 Einwohner) birgt großartige Zeugnisse frühchristlicher Kultur, denn ab dem 5.Jh. war sie für 300 Jahre, aufgrund der Auflösung des römischen Imperiums, Zentrum der Macht.

Zeugnisse dieser Zeit sind sicherlich die herrlichen mittelalterliche Mosaiken des Baptisteriums (Battistero Neoniano), der Kirche San Vitale und des Mausoleums der Galla Placidia. Vor lauter Staunen vergessen wir doch glatt unser Stativ im Battistero. Als wir es bemerken hat dieses leider schon geschlossen. In der Sorbetteria degli Escarchi vergessen wir bei einem göttlichen Eis unser Missgeschick. Nach einer kleinen Siesta suchen wir für das Abendessen eine typische italienische Trattoria auf und werden nicht enttäuscht. Die meisten Gäste sind Italiener.

11. Juni: Ravenna - Dozza - Bologna

In der Hoffnung, unser Stativ wieder zu bekommen, gehen wir zunächst wieder zum Battistero. Wir haben Glück, das Stativ wird uns überreicht. Nun sind wir wieder bestens ausgerüstet, um weitere Mosaiken aufzuspüren.

Wir besichtigen die Kirche San Francesco – besonders bemerkenswert, da die Krypta unter Wasser steht. In der Kirche Sant’Apollinaire Nuovo erwarten uns erneut wunderschöne Mosaiken. Im Battistero degli Ariaini wurde das Kuppelmosaik nach dem Vorbild des Battistero erstellt und hebt sich nur in kleinen Details von diesem ab. Nachdem wir noch kurz das erzbischöfliche Museum mit der Andrea Kapelle aufgesucht haben, verlassen wir Ravenna.

Unser nächstes Ziel ist das kleine Bergdorf Dozza. Bereits seit 1965 werden hier die Wohnhäuser von Künstlern aus aller Welt bemalt. Ein lohnenswerter Abstecher. Einen weiteren Halt machen wir in Rocca. In der Enoteca Regionale dell’Emilia Romagna werden wir inspiriert und decken uns mit Wein und Grappa für daheim ein.

Endziel des heutigen Tages ist die bekannte Stadt Bologna (490.000 Einwohner). In der Altstadt finden wir in der Nähe der Piazza Maggiore ein schönes Hotel (Due Torri). Auf einem Stadtrundgang erkunden wir erst einmal die Stadt. Leider ist das Wetter nicht besonderes gut, doch die Stadt ist mit 32 km Arkadengängen ausgestattet, so dass man dem Regen leicht entkommen kann. Im Schutz von Arkaden genießen wir am Piazza Maggiore einen Kaffee und beobachten das hektische Treiben und Kleinkämpfe mit Regenschirmen. Der weiträumige, fast quadratische Piazza wird von der Fassade der gotischen Kirche S. Petronio beherrscht. Die älteste Pfarrkirche der Welt ist ansonsten unvollendet geblieben, denn der Papst ließ damals den Bau stoppen, da diese – wie die Pläne es vorsahen - größer als der Petersdom in Rom werden sollte. Das zentrale Eingangstor ist ein Meisterwerk des Jacopo della Quericia (15. Jh.). Im gestrengen Innern fällt durch ein Loch im Kirchendach die Sonne gezielt auf einen Meridian. Begeisterst sind wir vom Neptunbrunnen (Fontana del Nettuno), gestaltet von Jean de Boulogne (Giambologna). Der Barockbrunnen erstrahlt in seinem frisch restaurierten Glanz. Die Blöße der dargestellten Figuren wurde jedoch schon im 15. Jh. durch Feigenblätter bedeckt.

Besonders gefällt uns die dreieckige Piazza San Stefano, auf dem ein Flohmarkt stattfindet. Der angrenzende Kirchenkomplex, in dem vier, ursprünglich sogar sieben Kirchen aus dem 5. bis 14. Jh. ineinander verschachtelt stehen, weist eine Backsteinvielfalt auf. Ebenfalls zu sehen ist eine Jesusfigur von Mattei, die angeblich dem Aussehen von Jesus entspricht.

Ferner sehen wir uns den spätgotischen Palazzo dei Notai, den Palazzo Conmunale mit der Bronzefigur von Papst Gregor XIII sowie Palazzo de Re Enzo an, der sich durch viele Zinnen auszeichnet.

In Bologna gibt es die älteste Universität Europas, die in dem 1562/63 gebauten Renaissancepalast Archiginnasio an der Piazza Galvani untergebracht ist.

Die vielen Eindrücke lassen wir in einem ungewöhnlichen indischen Restaurant ausklingen.

12. Juni: Bologna – Marareta – Modena – Maranello - Mantua

Nachdem wir uns in Bologna die San Domenico mit dem wunderschönen Grabmal, das unter Mitwirkung von Michelangelo und Nicolo Pissano entstanden ist, angesehen haben, geht es weiter.

Modena, die Stadt des Aceto Balsamico, liegt ganz in der Nähe. Einen ersten Abstecher machen wir in Marareta. Unser Ziel ist die Azienda Agricola di Giovanni Leonardi – ein Geheimtipp für eine Balsamico-Degustation. Die Azienda war nicht ganz einfach zu finden, aber schließlich erreichen wir unser Ziel. Auf einer kleinen Privatführung lernen wir eine Menge über die Balsamico-Herstellung und dürfen die unterschiedlichsten Tropfen probieren. Ein 45 Jahre alter Balsamico z.B. auf Eis mit Erdbeeren – ein Genuss. Zugegeben, wir hätten vor der Degustation auch nicht geglaubt, das so etwas schmeckt. Doch auch wenn wir den Balsamico ohne die Süßspeise probiert haben, können wir uns dies jetzt gut vorstellen. Nach der interessanten Führung kommen wir nicht umhin, hier auch gute Tropfen für daheim zu erstehen.

Anschließend geht es weiter nach Modena. Leider erreichen wir die Stadt um die Mittagszeit. Der Dom, den wir gerne besichtigt hätten, ist geschlossen. Aber auch von Außen ist dieser absolut sehenswert. Ein Meisterwerk romanischer Architektur mit einer schönen Relief-Fassade.

Wenn wir schon in der Gegend sind, können wir Maranello - die Ferrari-Stadt - schlecht auslassen. Leider hat das Ferrari-Museum geschlossen und auch weiteres gibt es nicht zu besichtigen. Also geht es weiter zu unserem für heute letzten Ziel: Mantua.

Die Geburtsstadt Vergils hat 51.500 Einwohner und ist von drei Seen: Lago Superiore, Lago di Mezzo und Lago Inferiore umgeben. Eine Unterkunft zu finden, gelingt uns heute besser. An der Piazza Sordello, direkt am Torbogen Arco di S. Pietro finden wir ein kleines Hotel. Auf dem Piazza halten wir bei einem Gläschen kühlen Weiswein erst einmal Siesta. Abendsmachen wir noch eine kleinen Stadtbummel und essen an der Piazza Erbe bei einem touristisch geprägtem Italiener mittelmäßige Pasta.

13. Juni: Mantua – Piemont / Barolo

Mantua war einst Sitz des ehrgeizigen Herzogsgeschlechts der Gonzaga (von 1328 – 1708). Der Stadtkern entfaltet sich an drei aufeinander folgenden Plätzen:
- Piazza Mantegna mit der Andreaskirche (Leon Battista Alberti) - Frührenaissance mit Barockelementen – in der das Grabmal Mategnas ist.
- Piazza Erbe mit Uhrturm, einem romanischen Rundkirchlein, dem Palazzo del Podesta von 1227, dem Rathaus an dessen Außenfassade die Skulptur “Vergil auf den Lehrstuhl” zu sehen ist, die Rotonda San Lorenzo sowie dem Palazzo della Ragione, unter dessen Seitenarkaden man in mehreren "guten“ Restaurants essen kann.
- Piazza Sordello mit dem Dom im heutigen Barockgewand, dem Bischofspalast und dem mächtigen Palazzo Ducale, dahinter schließt das Palazzo Castiglioni (1281 erbaut) an.

Der Palazzo Ducale von Giulio Romano ist der zweitgrößte Palast Italiens. Auf 34.000 qm sind in 500 Räumen und 15 Sälen einzigartige Kunstschätze untergebracht. Der Sala del Pisanello (Fürstensaal) ist mit Fresken von Pisanello (Ritterzeit, Sagenkreis König Artur) geschmückt. Im Trakt der Wandteppiche hängen 9 nach Entwürfen von Raffaello gewebte Wandteppiche. Besonders gefällt uns der Saal der Flüsse aus dem man einen schönen Blick in den Dachgarten (Hängende Gärten) hat. Weiterhin sehenswert: Camera degli Sposi - Hochzeitskammer mit der wunderbaren Freskenausmalung des Andrea Mategna (1474), das zur Anlage gehörende Schloss San Giorgio mit dem Trakt des Brautpaares, die Galleria della Mostra sowie ein schöner Spiegelsaal.

Das kleine Städtchen Mantua hat uns insgesamt sehr gut gefallen. Wir suchen noch das Vergil-Denkmal auf, das auf der Piazza Virgiliani steht und machen uns auf den Weg nach Piemont.

Auf und ab schlängelt sich der Weg durch die sanften Hügel der Langhe. Das Dorf, das den Geist eines der edelsten Weine Piemonts verkörpert, ist in der abwechslungsreichen Hügellandschaft der Langhe eingebettet. Rund 13 Kilometer südwestlich von Alba liegt der kleine Ort Barolo, der dem berühmten Wein seinen Namen gab. Das Ortsbild wird beherrscht von dem mächtigen Kastell, in dem die Geschichte des Barolo begann. Heute beherbergt das Kastell die regionale Enoteca.

Bis 1840 war der Ort Großgrundbesitz der Grafen Falletti, dann ging er an die Gonzaga und die Savoyer über. Barolo ist ein kleines Dorf mit alten Häusern und engen Gassen. Die Ortschaft wird von dem Castello Falletti dominiert, das zu Beginn des 19. Jhs. umgebaut wurde. Nachdem wir ein Zimmer im einzigen Hotel des Dorfes bezogen haben, gehen wir zu Fuß zum Castello Falletti. In den mächtigen Gewölben des Kastells von Barolo lagern die wohl kostbarsten Weine des Piemont, denn neben dem Degustations- und Verkaufsraum ist dort auch ein Weinmuseum untergebracht. Die dort ausgestellten Tropfen umfassen die besten Jahrgänge und belegen die lange Geschichte erfolgreichen Weinbaus. Gleich nebenan kann man dann gegen einen geringen Obulus die aktuellen Weine probieren – was wir selbstverständlich machen.

Anschließend schlendern wir noch ein wenig durch die engen Gassen und halten Ausschau nach einem passenden Restaurant. Diese scheint es etwas häufiger als Hotels zu geben. Zunächst machen wir nun Siesta bevor wir uns gegen 20:00 Uhr auf dem Weg zu einem passenden Restaurant machen. Schnell müssen wir feststellen, dass die etwas netter aussehenden Restaurants ausgebucht sind. Mangels Alternativen entscheiden wir uns im zweiten Anlauf dann doch für ein kleines, unscheinbar wirkendes Restaurant, in dem lediglich ein Menü angeboten wird. Wir werden absolut positiv überrascht und erleben ein zauberhaftes Dinner. Das 5-Gänge-Menü wird eher zum 10-Gänge-Menü, da ständig neue Speisen zum Probieren gereicht werden. Dazu trinken wir eine Flasche 1990er Marchesi di Barolo Reserva da casa und gehen rundum glücklich und zufrieden (leider viel zu satt) zurück zum Hotel.

14. Juni: Piemont – Rocca – Comer See / Bellagio

In Piemont liegen im Umkreis von wenigen Kilometern die meisten der Orte, die man gemeinhin mit der Region in Verbindung bringt. Von dem bekanntesten Piemont-Dorf Barolo verabschieden wir uns, um auch noch andere hervorragende Tropfen der Region, wie Nebbiolo, Dolcetto und Barbera kennen zu lernen. Die endlose Hügellandschaft aus Weinbergen und Feldern wird von zahlreichen Burgen und mittelalterlichen Türmen gekrönt. Viele der Burgen werden – ebenso wie in Barolo – als Enoteca benutzt. Dort werden alle Weine eines Anbaugebietes gelagert und man kann nach Lust und Laune die Weine probieren und zu günstigen Preisen kaufen. Wir steuern als nächstes die Enoteca in Rocca an. Für eine Weinprobe ist es uns allerdings noch zu früh, wir begnügen uns damit, das Angebot mit den Augen zu erfassen.

Unser nächstes Ziel ist das kleine Dorf Neivi. Nach einem kurzen Gang durch die kleine Altstadt fahren wir zum Weingut Bruno Giacosa (Via XX Settembre 52, 12507 Neive, Tel. 0173 / 67027, Fax 0173 / 677477). Seit 1961 füllt Bruno Giacosa (heute 70 jährig) seine Wein-Monumente in Flaschen ab. Ein leidenschaftlicher Weinmacher, so ein Bericht im aktuellen Reisemagazin, der die Tradition liebt und dabei den Fortschritt nicht aus den Augen verliert. Sowohl der Barolo als auch der Barbera des aktuellen Jahrgangs sind bereits ausverkauft. Wir entschließen uns zum Kauf der preisgünstigeren Weine: Barbera d’Alba und Dolcetta. Ein weiterer Geheimtipp ist die Destillerie Romano Levi – ein Grappa-Hersteller, der ebenfalls in der Via XX Settembre, schräg gegenüber von Bruno Giacosa, ansässig ist. Zum Glück haben wir die genaue Adresse, denn das Haus ist mehr als unscheinbar. Es gibt nicht einmal ein Namensschild. Zunächst zögern wir, doch so schnell geben wir nicht auf. Auf unser Klingeln öffnet uns Romano Levi höchstpersönlich die Tür. Romano Levi destilliert mit zwei Helfern aus den gepressten Trauben der Region (Nebbiolo und Dolcetto) auf offenem Feuer seine Schnäpse, die anschließend in Fässern aus Eiche, Akazie oder Kastanienholz reifen. Wir werden in die kleine Destillerie geführt und dürfen einen Tropfen (das Glas wird an einem Band ins Fass hinab gelassen) probieren. In der altertümlichen Destille riecht es schwer nach vergorenen Trauben. Ein sehr edler Tropfen wird hier hergestellt, die 52%gen Trester-Schnäpse mit derben, intensiven Geschmack sind berühmt und begehrt. Der Grappa-Brenner Romano Levi ist zudem eine kauzige Figur, zu dessen Leidenschaft ebenfalls das Etikettenzeichnen gehört. Jedes Flaschenetikett wird mit Tusche von Hand gezeichnet. Leider gelingt es uns nur, eine Flasche zu ergattern. Zum Preis von 35,- DM ein wahres Schnäppchen, doch die Vergabe ist limitiert.

Unsere letzten beiden Urlaubstage wollen wir am Comer See verbringen, einer der schönsten Voralpenseen in der Lombardei. An dessen Ufern wetteifern herrliche Villen und Gärten zusammen mit den Ortschafen. Die u.a. wegen dem schönen Dom berühmte Stadt Como wirkt auf uns aufgrund ihrer Größe weniger anziehend. Als "Perle des Comer Sees" gilt der Ort Bellagio. Er liegt an der äußersten Spitze einer Halbinsel, die den Comer See in seinem südlichen Bereich in zwei Arme (Lago di Como und Lago di Lecco) einteilt. Stilvolle Hotels und mondäne Cafés säumen die Uferpromenade. Zum mittelalterlich anmutenden Stadtbild gehören enge, verwinkelte Gassen und Treppenaufgänge, die sich an den Monte Garnasca schmiegen. Da das Wochenende bevor steht, merken wir schnell, dass der Ort auch bei Italienern sehr beliebt ist. Die Hotelsuche ist nicht ganz einfach. Schließlich finden wir ein kleines Hotel etwas abseits vom Ort: Albergo Silvia. Mit dieser Unterkunft sind wir sehr zufrieden. Das Zimmer hat einen kleinen Balkon, der einen herrlichen Blick auf See bietet und zu einem kleinen Picknick einlädt. Anschließend beenden wir den eindrucksvollen Tag mit einem kleinen Spaziergang durch Bellagio.

15. Juni: Comer See - Bellagio - Tremezzo

Am gegenüber liegenden Ufer bei der Ortschaft Tremezzo leuchtet ein weißes Märchenschloss über den See. Es ist die Villa Carlotta, die der reiche Mailänder Bankier und lombardische Senatspräsident Marchese Giorgio Clerici 1747 erbauen ließ. Heute beherbergt die Anlage eine Kunstsammlung. Umgeben ist die Villa von einem Park, in dem im Frühling Hunderte von Azaleen und Rhododendren blühen. Mit dem Tragflächenboot setzen wir über und besichtigen die Villa Carlotta mit dem dazugehörigen schön angelegten botanischen Garten.

Die Uferstraße führt weiter nach Como, dem historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Region. Im 15. Jahrhundert begann der Aufstieg Comos zur Seidenstadt. Damals gab Lorenzo il Manificio, ein florentinischer Herrscher aus dem Hause der Medici, den Befehl zum Pflanzen von Maulbeerbäumen. Deren Blätter dienten als Futter für Seidenraupen. Auch wenn die Raupen nur bis zum zweiten Weltkrieg gezüchtet wurden, ist die Stadt bis heute europäisches Zentrum für die Verarbeitung der nunmehr importierten Seide. Zahlreiche elegante Geschäfte in den engen Gassen der weitgehend autofreien Innenstadt bieten Luxusgüter aus Seide an. Auf der Terrasse der Grand Hotels genießen wir einen Cafe Freddo während wird auf das Tragflächenboot warten, dass uns wieder zurück nach Bellagio bringt.

Wieder zurück in Bellagio machen wir einen kleinen Stadtbummel. Der ganze Ort ist über- und ineinander verschachtelt. Überall haben sich winzige Boutiquen oder Pensionen eingenistet, Restaurants und Cafés sind gut gefüllt. Das Klima in Bellagio ist so mild, dass subtropische Pflanzen prächtig gedeihen. In einem kleinen Straßencafé trinken wir einen kühlen Vino Serafino Roero Arneis DOC und beobachten das Treiben. Für abends haben wir einen Tisch im Hotel-Restaurant reserviert. Das Restaurant hat einen Feinschmecker-Stern - schon Pavarotti hat hier gespeist. Wir werden nicht enttäuscht. Das Essen ist gut, der 1993er Barbaresco Rufina mundet uns sehr.

16. Juni: Comer See - Varenna - Bellagio

Mit einem der ersten Boote setzen wir über nach Varenna. Der kleine Ort zählt zu Recht zu den schönsten Dörfern Italiens. Wie ein Adlernest klebt das 800-Seelen-Dorf am Steilufer. Manche der verschachtelten Häuser scheinen regelrecht in den Berghang eingewachsen zu sein.

Am kleinen, unscheinbaren Hafen angekommen, wandern wir zunächst zum Castello Vezio hoch und werden mit einem Atem beraubenden Ausblick belohnt. Wir sind die ersten Gäste, das Ticket-Häuschen wird gerade (von zwei ca. 14jährigen Jungen) eröffnet. Das Tor wird für uns aufgeschlossen und wie besichtigen in der Burg eine Eulen- und Fotoausstellung. Die Burg gehört nicht zu den größten und pompösesten, aber vom Turm aus (den man über Hängebrücken erreicht) hat man einen grandioser Blick auf den Comer See. Unterm Steilhang des Castello di Vezio entfaltet sich die Pracht der Palazzi und Gärten von Varenna. Nach dieser schönen Wanderung schlendern wir durch die Straßen, bevor wir uns am Hafen bei einem Kaffee niederlassen und das ruhige Treiben beobachten. Hektik scheint dieser kleine Ort nicht zu kennen – ein äußerst beruhigendes Gefühl.

Mit der Fähre geht es wieder zurück nach Bellagio. Direkt am Hafen liegt das Fünf-Sterne Grand Hotel. Wir schlendern durch den Hotel-Garten (Giardino di Grand Hotel) und schauen uns die Gäste an. Ein wahres Flitterwochen-Paradies wie uns scheint. Nachdem wir für unseren letzten Italien-Abend einen Tisch in einem Restaurant an der Promenade reserviert haben, fahren wir mit dem Auto zum Belvedere. Den besten Blick auf Como und den See hat man vom kleinen Ort Brunate. Weit unten liegen die Kirchtürme der Stadt, vom gegenüber liegenden Ufer leuchten die herrschaftlichen Villen, und aus der Ferne grüßen die schneebedeckten Gipfel der Alpen.

Im Uferpromenaden-Restaurant gibt man uns den Tavolo dell’amore. Bei einem leicht überteuerten Essen (aufgrund der unangemessen hohen Weinpreise entscheiden wir uns für einen einfachen Lambrusco) lassen wir unseren letzten Urlaubsabend ausklingen.

17.Juni: Schaffhausen - Hamburg

Heute geht es zurück in Richtung Heimat. Auf der Rückfahrt halten wir am Rheinfall in Schaffhausen.

Der Rheinfall ist der größte Wasserfall Europas. Über eine Breite von 150 m und eine Höhe von 23 m stürzen bei mittlerer Wasserführung des Rheins 700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über die Felsen. Vom Rheinfallbecken aus kann man die ganze Wucht der Wassermassen auf sich wirken lassen. Lohnenswert ist auch eine Bootsfahrt zum mittleren Felsen, der bestiegen werden kann. Nach diesem kleinen Abstecher treten wir nun die letzte Etappe unserer Rückfahrt an.

Hier geht's zurück zum ersten Teil des Reiseberichts:
Cinque Terre - Reisebericht (1)

Text und Fotos:
Anke Schlingemann

Die Homepage von Anke Schlingemann:
www.schlingels.de

Andere Texte von Anke Schlingemann in www.reise-nach-italien.de:
Die Seiten der Mitarbeiter

Siehe auch:

Alle Seiten über Ligurien
Genua und die italienische Riviera. [Kapitel]

Kostenloser Newsletter:

Die Neuigkeiten dieser Website - alle 4-6 Wochen

Inhaltsverzeichnisse (über 650 Seiten):

Italien - Städte und Regionen

Italiener, italienische Gesellschaft, Sprache und Kultur

Cinqueterre - Hotels
Hotels an der
Küste Liguriens:

Ankunft:
Abreise:


Hotels in
anderen Städten
Italiens:

Hotelsuche in ganz Italien


(powered by Booking.com)


Ferienwohnungen in Italien

Ferienwohnungen
in Italien


Billigflüge nach Italien

Billigflüge
nach Italien


Busreisen nach Italien

Busreisen
nach Italien


Last-Minute Reisen

Last Minute
Reisen


Mietwagen buchen in Italien Mietwagen in Italien im Preisvergleich

Mietwagen
in Italien


Campingurlaub in Italien

Alles für den
Campingurlaub
in Italien


Bücher:
Reise und Abenteuer


Sprachurlaub in Italien

Sprachurlaub
in Italien

 

airberlin.com - Your Airline.


Der Webmaster in Facebook      La Piazza - der Platz