
Die Bergwelt der Abruzzen
Zwei Wochen bummeln wir mit dem Campingfahrzeug
durch diese herrliche Landschaft. Etwa 100 km südlich von Ancona verlassen wir
die Adria-Autobahn und fahren ins Landesinnere nach Ascoli Piceno (spazieren Sie
über die faszinierende Piazza Popolo!).
Der einsam gelegene Lago di Campotosto am Fuße des gewaltigen
Gran Sasso d'Italia (ca. 3.000 m) verführt zum Verweilen.

Lago di Campotosto am Abend |

Wild wachsende Orchideen bei L'Aquila |
Für L'Aquila, die Provinzhauptstadt mit ihren herrlichen Kirchen
muss man sich
ein wenig Zeit lassen: es lohnt sich wirklich, auf schmalen Gassen zwischen den
altehrwürdigen Häusern zu spazieren und kleine Kneipen, lebhafte Cafés oder
schrullige Geschäfte zu entdecken.

Alba Fucens, römisches Amphitheater
Über Alba Fucens (römische Ausgrabung,
wieder aufgebaute Kirche) geht es in einem pittoresken Tal, das sich die schmale
Straße, eine bunte Eisenbahn und ein Fluß teilen müssen, Richtung Sora weiter,
bis man schließlich in den Parco Nazionale d'Abruzzo kommt.
Der Campingplatz am kleinen Barreo-See wird von einem skurrilen Italiener
geführt, der begeistert und engagiert von den hier noch lebenden Bären und
Wölfen berichtet und Ratschläge für interessante Routen gibt.

Lago di Barreo im Abruzzen-Nationalpark
Wir finden ein völlig verlassenes Bergdorf (Rocchetta) und klettern durch die
Ruinen!

Rocchetta, das verlassene Bergdorf |

Zugewachsene Wege in Rocchetta |

Verfallene Häuser in Rocchetta |

Mauerreste in Rocchetta |
Später bewundern wir das Abruzzenstädtchen Montereduni mit seiner Festung und finden oberhalb davon einen unvergleichlichen
Platz für die Nacht.

Das Abruzzenstädtchen Monteroduni
Die Monti del Matese kann man von der nach Süden gehenden
Autostrada del sole
erkennen; sie liegen linkerhand und sind allemal einen Besuch wert: Sie werden dort die einzigen Touristen sein, die sich auf schmalen
Straßen einen Weg durch die unberührte Berglandschaft suchen mit klaren Seen und
Bächen, aus denen man noch trinken kann, mit seltenen Blumen und wunderschönen
Ausblicken über diese prächtige Region.

Monti del Matese
Später kommen wir etwa bei Termoli ans Meer und
müssen allmählich an die Rückreise denken. Doch dann führt uns der Weg noch mal
kurz weg von der Adria in das Landesinnere zu den Monti Sizilien. Auch dies ein
sehr empfehlenswerter Abstecher, wobei wir uns hier allerdings nicht mehr in den
Abruzzen sondern bereits in den Marken, etwa in Höhe von Ancona, befinden.

San Ginesio
Wir suchen am Fuß der Berge den zauberhaften Lago di Fiastra und kommen auf
schmalen Straßen zu San Ginesio, dem Städtchen mit den roten Ziegelbauten und
dem liebevollen Zusatz "Balkon der sibillinischen Berge".

Kloster Fonte Avellana
Auf winzigen Sträßchen geht es durch eine hügelige Landschaft zu dem Kloster Fonte Avellana und schließlich zu dem Renaissance-Städtchen Urbino.

Figuren über Urbino
Das Auto bleibt an der Stadtmauer stehen, wir spazieren
durch lebendiges Mittelalter zur Kathedrale und zum Herzogspalast. Mit einem
Espresso auf der Piazza Roma nehmen wir Abschied von dieser herrlichen Region
Italiens.

Urbino, Kathedrale
Text und Fotos:
Eike Uhlich