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Am Westufer des Gardasees
Alle Fotos auf dieser Seite: Merum
Vor allem der Wein aus dieser Gegend, der Groppello, der
charmant, sonnig und trinkig ist, verdient Aufmerksamkeit. Dass er zudem noch
bezahlbar ist, macht ihn nur noch sympathischer. Einmalig sind auch diese
Moränenhügel, auf denen der Groppello gedeiht. Einen besseren Boden für den
Weinbau kann man sich nicht wünschen.

Valtènesi-Weinberge (von Avanzi); im Hintergrund die Halbinsel
Sirmione,
davor der Golf von Desenzano.
Die Eindrücke, die einem vom Valtènesi bleiben? Die
Sonnenaufgänge über dem vernebelten Gardasee. Diese unterschiedlichen,
zurückhaltenden, nüchternen, intelligenten, aber wie alle Winzer
gastfreundlichen Menschen. Leider auch das fortgeschrittene Stadium der
Zubetonierung schönster Landschaften. Und natürlich der Groppello, ein heller,
eleganter, trinkiger Wein mit Tiefgang und Geschichte.
Die Winzer des Valtènesi
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Wenn man
erstmals Winzer des Valtènesi besucht, zum Beispiel die Kooperative Civielle,
das große Weingut San Giovanni der Familie Pasini, den Garagenwinzer
Alessandro Leali (Monteacuto) und das Energiebündel Gianfranco Comincioli,
könnte man denken, man habe die Extremcharaktere des Produzentenspektrums
des Valtènesi bereits zu Anfang kennen gelernt.
Man trifft jedoch auf immer neue, völlig verschiedenartige
Betriebsstrukturen, Menschentypen und Geschichten: vom Industrieboss, der
biodynamischen Wein erzeugt, über den Kleinwinzer, der nur mit Müh und Not
über die Runden kommt, die junge Witwe, die dem Willen ihres verstorbenen
Mannes zuliebe internationale Weine macht, bis zu den zwei unermüdlichen
Senioren, die es erst zum größten Weingut der Gegend, dann zu einer Ölmühle,
kürzlich zu einer Privatbrauerei und zuletzt zu einer Essigproduktion
gebracht haben. |
Dieser Artikel ist
"Merum", der Fachzeitschrift für Wein und Olivenöl aus
Italien, entnommen und ist hier mit freundlicher Genehmigung der Redaktion veröffentlicht. Mehr über die Zeitschrift Merum finden Sie hier:

Merum
Fachzeitschrift
für Wein und Olivenöl
aus
Italien. |
Die Winzer des Valtènesi sind markante Charaktere, hier hat jeder
eine komplett andere Geschichte zu erzählen.

links: Blick zum See von Polpenazze del Garda
rechts: Ein Stück Vergangenheit: bis vor wenigen Jahren lebte das Valtènesi vom
Offenverkauf
Valtènesi - geprägt von Eiszeit und See
Der See steht im Mittelpunkt. Er bestimmt das Klima in jeder
Hinsicht, wirtschaftlich wie meteorologisch. "Garda" ist eine Marke, von der
eine riesige Tourismusbranche lebt, die sich auch viele andere Unternehmen
zunutze machen, die von Gemeinden als Beinamen geführt wird und in die sich drei
italienische Regionen teilen: Veneto, Lombardei und Trentino.
Das Valtènesi, eine aus Gletschermoränen bestehende Hügelzone am südlichen
Westufer des Gardasees (Region Lombardei, Provinz Brescia), setzt sich aus
sieben Gemeinden zusammen. Aber auch wenn das Gebiet Valtènesi heißt und immer
so geheißen hat, findet man diesen Namen auf keinem Etikett.
Bei der Einführung der geschützten Ursprungsbezeichnungen zog man es vor, dem
Wein nicht seinen angestammten Namen zu geben: "Garda" schien
vielversprechender. "Riviera del Garda Bresciano" nannte man somit die DOC etwas
umständlich, dann vereinfachend "Garda Bresciano", und später – ohne dass der
erste und der zweite Name abgeschafft worden wären, – "Garda Classico".
Fragen Sie nicht, wie so was möglich ist, die Art mit Appellationen umzugehen
ist Teil des „Italian Paradox“ und entzieht sich jeglicher Logik.
Die Bedingungen für den Weinanbau
Für den Weinbau herrschen hier gute Bedingungen. Die Temperaturen
sind nie extrem, weder im Winter noch im Sommer, ebenso sind die
Tag-/Nacht-Temperaturunterschiede moderat und Trockenheit ist auch im Hochsommer
kein Problem, dafür sorgt die Feuchtigkeit vom See. Vom milden Klima zeugen
Palmen, wildwachsende Kapern, Olivenhaine und Zitronensträucher. In Limone, das
sagt schon der Name, sind Zitronen ebenso heimisch wie in Amalfi.
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Der Groppello gedeiht auf Moränenhügeln, die die Gletscher
von weither angeschoben haben. |
Dieser Text ist nur der erste Teil eines langen
Artikels (20 Seiten) aus
"Merum", der Fachzeitschrift für Wein und Olivenöl aus Italien,
der nicht nur für Weinliebhaber interessant ist.
Wenn Sie den gesamten Artikel lesen wollen, können Sie ihn hier als
pdf-Dokument herunterladen:
Valtènesi -
Des Garda unbekannte Seite

Mehr über die Zeitschrift "Merum" erfahren Sie
hier:
Merum -
Fachzeitschrift für Wein und Olivenöl
aus Italien |
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