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Bernhard Kieninger erzählt hier von seiner Urlaubsreise nach
Kalabrien, einer wenig bekannten Region Süditaliens. Hier der erste Teil seines
Reiseberichts. |
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Karte: Google-maps
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Geografisch betrachtet, mag Kalabrien das "Ende" Italiens sein, was aber
nichts an der Tatsache ändert, dass der Ursprung des Begriffs "Italien" in
Kalabrien liegt. Die antiken Griechen nannten das heutige Kalabrien in
Erinnerung an den mythischen Italos, einen Enkel des Odysseus und König am
Golf von Squillace, "ITALIA", und erst während byzantinischer Herrschaft
wurde die Bezeichnung "Calabria" von der salentinischen Halbinsel in
Apulien, der sie ursprünglich angehörte, auf die Stiefelspitze übertragen. |
Auf der Homepage
von Bernhard Kieninger
finden
Sie noch mehr Infos
und Fotos
von
dieser Reise,
sowie Reiseberichte
aus anderen Ländern:
www.kieweb.de |
Zwei gegensätzliche Küsten prägen die weit nach
Süden vorgestreckte Stiefelspitze. Die offenen, weit gespannten, flachen und
einladenden Strände am ionischen Meer weisen nach Griechenland. Im Westen treten
die Gebirge bis nahe ans Tyrrhenische Meer heran und stemmen sich mit
Steilküsten, zauberhaften Buchen und vorgelagerten Inseln Wind und Wellen
entgegen. Kalabrien ist aber vornehmlich ein Hügel- und Gebirgsland; lediglich
neun Prozent sind Ebenen, der Rest ist mehr oder weniger Gebirge mit Gipfeln von
mehr als 2200 m - doch kein Ort liegt mehr als 50 km vom Meer entfernt.

Die Pension La Panoramica
Alle Fotos auf dieser Seite: Bernhard Kieninger
Unsere Urlaubsreise 2002 begann am 27. August in Morano Calabro. Die kleine,
von Christina und Rocco familiär geführte Pension "la Panoramica" war der
Ausgangspunkt diverser Ausflüge in ein bislang wenig bekanntes Italien ...
Mit einem grandiosen Ausblick auf eine der schönsten Städte Kalabriens - Morano
Calabro - lag unsere Pension La Panoramica. Herzliche Gastfreundschaft, schöne
Zimmer - trotz bescheidenem Wetter immer gut gelaunt für diverse Ausflüge ...

Morano Calabro
Morano Calabro
Niemand wird Morano Calabro die Rolle, unter den schönsten Orten Kalabriens
einer der schönsten zu sein, ernsthaft streitig machen. Einen der besten Blicke
auf das Städtchen, die Berge des Pollino im Hintergrunde, hat man von der
Pension La Panoramica. Die intakte Anlage des mittelalterlichen Ortes, dessen
Häuser sich pyramidenförmig den Hang hochziehen, lädt zu ausgedehnten
Streifzügen ein. Der Ort soll bereits 317 v. Chr. von den Römern eingenommen und
wegen seiner strategisch wichtigen Position Station der Via Popilia geworden
sein.
Die Internetseite von Monte Calabro: www.comunemoranocalabro.it
Nationalpark Monte Pollino
Das Pollino-Gebirge erstreckt sich von der Basilikata bis nach Kalabrien, so
dass der Besucher ohne es zu merken von einer Region in die andere wandert. Der Parco Nazionale del Pollino hat insgesamt eine Ausdehnung von 192.565 ha. Der
kalabresische Teil wird im Norden begrenzt von dem höchsten Gipfel des Pollino,
dem Serra Dolcedorme mit 2267 m Höhe. Im Osten des Nationalparks liegt Cerchiare
di Calabrie mit seinen Thermalquellen in der Grotte delle Ninfe, welche wir
natürlich besuchten und nicht schlecht staunten.
Der Nationalpark im Internet: www.parcopollino.it

Cerchiara di Calabria
Cerchiara di Calabria, die Grotta delle Ninfe
Eine großartige, von tiefen Schluchten durchzogene Landschaft, Grotten, denen
Thermalwasser entströmt, ein Heiligtum und Wanderwege in luftiger Höhe. Gründe
genug also, dem kleinen Ort an den östlichen Ausläufern des Pollino einen Besuch
abzustatten. Die warmen Quellen der Grotta delle Ninfe wurden bereits von den
vergnügungssüchtigen Griechen aus Sybaris aufgesucht.

Die kleine Bar in der Einsiedelei S. Maria delle Armi
In einer mit viel Liebe eingerichteten kleinen Bar direkt in der Einsiedelei
serviert der freundliche Senior gute Antipasti und Bruschette. Unbedingt
probieren muss man die geschmorten Innereien eines Caprettino (Zicklein) - zwar
nicht jedermanns Sache, aber vorzüglich.

S. Maria delle Armi
S. Maria delle Armi
Der in 1015 m an den Hängen des Monte Sellaro erbaute Komplex schmiegt sich eng
an die Felswand. Die Kirche wurde im 15. Jh. um eine basilianische Grotte herum
errichtet und später zum Konvent erweitert. An die Gunst der Familie Pignatelli,
die für die Restaurierung der Kirche im 17. Jh. sorgte, erinnert deren
Familienkapelle. Das in einen dunklen Stein eingravierte Bild in der
Marienkapelle gedenkt der Madonna delle Armi. Einer Legende nach entstand das
Bild, als zwei Bauern bei den Bauarbeiten einen aus dem Boden herausragenden
Felsbrocken entzwei schlugen.
Mehr darüber hier: www.santuariomadonnadellearmi.it

Altar in der Marienkapelle
Ausflug zur Grotta del Romito
In der Grotta del Romito wurden die Skelette einer Frau und eines Kindes
gefunden. Die Ausgrabungsstätte befindet sich unter freiem Himmel, deshalb sind
hier nur Kopien zu sehen, die Originale befinden sich im Nationalmuseum von
Reggio. Das wohl bedeutendste Zeugnis ist das Graffiti des bos primigenius (wörtl.
der allererste Stier, 10800 v. Chr.)

Etwa 12 km talabwärts, Richtung tyrrhenisches Meer, liegt der Ort Papasidero,
einem kleinen Ort byzantinischen Ursprungs, direkt am Ufer des Lao. Etwas
südlich davon führt diese Brücke über die grandiose Schlucht des Lao.
Wenn Sie mehr erfahren wollen:
www.pianetacalabria.com

Unsere Zugfahrt durch die Sila Grande:
Die Tage im Norden Kalabriens waren nun gezählt und so führte uns unsere Reise
in Richtung Süden. Von Cosenza aus lockte uns eine romantische Eisenbahnstrecke
in die Höhen der Sila Grande. Wir planten unseren Start mit der Dampflokomotive
in Camigliatello (1278 m ü.d.M.) über Fermata Righio nach San Giovanni und
wieder zurück. Dass diese Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer wurde, kann
nur mündlich weitergegeben werden, dass wir aber tatsächlich mit diesem Zug
unterwegs waren, davon bezeugen unsere Bilder ...
Über die Gegend von Sila: www.portalesila.it

Montepaone Lido
Die zweite und dritte Woche unseres Urlaubes verbrachten wir in einer Anlage in
Montepaone Lido, etwa 20 km südlich der kalabresischen Hauptstadt Cantazaro am
ionischen Meer. Wenn wir nicht gerade Urlaub am Strand machten und die Buben
nicht gerade sportlich aktiv waren, so haben wir von hier aus Ausflüge ans
Ionische oder ans Tyrrhenische Meer gemacht.
Montepaone Lido im Internet: www.calabriaviaggi.it
Der kleine Ort Montepaone Lido liegt am Golf von Squillace. Früher waren es
hauptsächlich die Reichen aus Catanzaro, die an diesem wunderschönen Fleckchen
Erde Ihre Ferienvillen bauen ließen. Irgendwo an diesem Küstenstrich soll Homers
Odysseus gestrandet sein und Nausica, die schöne Prinzessin der Phäaken,
getroffen haben. Hier begann er, den Phäaken seine Geschichte von Troja und
seiner Reise zu erzählen.
Unsere Urlaubsanlage Estella selbst war nicht zu groß und auch nicht zu klein.
Neben dem normalen Hotelbetrieb gab es kleinere und größere Ferienwohnungen.
Die Anlage war großzügig angelegt, reich mit den verschiedensten Bäumen und
Sträuchern bepflanzt.

Eine geräumige Küche erlaubte uns selbst zu kochen oder einfach auch nur
"Brotzeit" zu machen - denn was braucht es schon, in Italien genüsslich satt zu
werden - prosciutto crudo o cotto, parmigiano, pane, pomodori e cippola, vino
rosso e aranciata...
Text und
Fotos:
Bernhard Kieninger
Die Homepage von Bernhard Kieninger:
www.kieweb.de
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Siehe auch: |
Die Artikel aller Mitarbeiter von "Reise nach Italien"
Wenn Sie etwas Interessantes zum Thema
Italien zu sagen haben, könnte auch Ihr Name auf dieser Liste stehen. |
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Alle Seiten über Kalabrien
Die Stiefelspitze Italiens.
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