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Reiseführer: Golf von Neapel - Kampanien - Cilento

Zweiter Teil des Reiseberichts von Bernhard Kieninger.


Karte: Google-maps

Zweiter Teil des Reiseberichts: Cilento - das Hinterland

Gleich nach der Piana del Sele, mit den beeindruckenden Tempelanlagen von Paestum erheben sich die ersten Hügel und Berge des Cilento. Seit 1991 Nationalpark und darüber hinaus noch Weltkulturerbe der UNESCO und eines von nur knapp 350 Biosphärenreservaten der UNO, ist der Cilento eines der letzten unentdeckten Kleinode Italiens und eine Urlaubslandschaft ersten Ranges!
Begleitet uns auf einer kleinen Rundfahrt im südlichen Cilento, beginnend in Ascea, wo wir eine der fast überall leuchtend violett blühenden Bougainvillea direkt neben der Straße fotografieren konnten.

Ascea Marina im Internet: www.salernocity.com/turismo

Unser Fahrt führt uns von Ascea über Terradura nach Catona. Hier entdecken wir abseits jedem Durchgangsverkehr das wunderschön gelegene Santuario "Madonna del Carmine".

Wenn es das Wetter zulässt, ein wohl unglaublich beeindruckender Blick über die Küste bis auf den im Norden liegenden Monte Sacro, oder auch Monte Gelbison (siehe dann weiter unten).
Der Weg führt uns über Mandia, vorbei, an den Wasserquellen "sorgenti le pantane" in Richtung S. Barbara. Normalerweise ist man hier selten alleine. Entweder verkauft ein Bauer selbstgemachten Likör aus Waldbeeren oder es wird kistenweise das wunderbar weiche Quellwasser in unzählige Flaschen abgefüllt, um diese dann mit nach Hause zu nehmen.

Mandia im Internet: www.mandia.it

Etwa 7km nach Mandia erreichen wir das kleine Dörfchen Santa Barbara.

Bevor wir einen etwas größeren Sprung nach Castelcivita zu den Grotten machen, eine kleine Rast in Ceraso. Ceraso liegt etwa 4km südlich der "Hauptstadt" des Cilento, Vallo della Lucania. Hier findet jeden Sonntag Morgen der größte Markt des Cilento statt. Wenn Vallo nicht selbst, dann ist zumindest dieser Markt einen Besuch mehr als wert!
Ceraso liegt am kleinen Fluss Palistro. Ein wunderschöner Dorfplatz mit schattenspendenden Bäumen und zwei kleinen Cafes. Mich beeindruckten hier aber ganz besonders die kleinen Gassen. Hier werden mit Blumen und Farbe aus den unscheinbarsten Gassen wunderschöne versteckte Ecken. Zu jeder Tageszeit ein phantastisches Zusammenspiel von Licht und Schatten.

Ceraso im Internet: ceraso.italynet.it

Jetzt der kleine Sprung in den Norden.
Die Grotte di Castelcivita. Die auch als "Teufelshöhle" oder "Spartakushöhle" bekannte Höhle liegt bei etwa 94m ü.d.M. am Ufer des Calore-Flusses. Die hier gefunden Geräte aus Stein, aber auch Fossilreste beweisen, dass bereits vor mehr als 40.000 Jahren diese Höhle von Menschen benutzt oder bewohnt wurde.

Castelcivita im Internet: www.cilentonaturaltravel.com/sito/grotta_castelcivita

Schon weithin sichtbar ist das Kreuz auf dem Gipfel des Monte Sacro. Wir erlaubten uns mit dem Auto diesen Wallfahrtsort zu besuchen. Aber der wirkliche Pilger nimmt die 5 Std. von Novi Velia gerne auf sich. Der Cilentaner sowieso, denn einmal in seinem Leben sollte er diesen Wallfahrtsort besucht haben.

Der Besuch des Kloster Madonna di Novi Velia beschließt diesen Ausflug und unsere Fahrt geht in Richtung Osten, über San Severino nach Camerota weiter.
Über die alte SS 18 führt uns nun der Weg in Richtung Osten. Unser Ziel ist neben dem "Geisterdorf" San Severino das Bergdorf Camerota, nicht aber zu verwechseln mit dem Touristenort Marina di Camerota.

"Der Mann im Olivenbaum" - die Cilentaner hüten ihren Olivenbaum tatsächlich wie ihren Augapfel.

In den Olivenhainen werden bereits im Sommer die Netze vorbereitet, um diese dann so Mitte Dezember endgültig unter die Bäume zu spannen. Maschinelle Olivenernte ist im Cilento nicht denkbar. Einmal wegen des unwirtlichen Geländes, zum anderen aber wegen der Größe der Bäume. Wer bislang die Größe der Olivenbäume auf unter 5m schätzte, wird im Cilento mehr als überrascht sein. Bäume mit bis zu 18m Höhe sind nämlich hier keine Seltenheit!
Das Hinterland im Cilento ist ausnahmslos kultiviert. Im Cilento wird überwiegend Olivenbau betrieben. Das hat seinen guten Grund, denn bewiesenermaßen gilt das Olivenöl des Cilento als das Beste in ganz Italien.

Von San Severino über Licusati erreicht man das mittelalterliche Camerota.
Ein Gang durch die Gassen ist eine Wohltat für die Sinne. Immer wieder führen enge Gassen, in denen man kaum zu zweit nebeneinander gehen kann, auf kleine Plätze, von denen man sich weiter den Berg hinaufschraubt.
Oben sieht man die Ruinen des kleinen Forts von Camerota. Ein atemberaubender Blick hinunter aus 300m Höhe bis aufs Meer entlohnt für jede Blase an den Füssen ;-)

Camerota im Internet: www.comune.camerota.sa.it

Hier geht's zurück zum ersten Teil des Reiseberichts:
Cilento - die Küste

Text und Fotos:
Bernhard Kieninger

Die Homepage von Bernhard Kieninger:
www.kieweb.de

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